Meine Wörter

lachen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
lachen
Worttrennung
la·chen
Präsens
er/sie/es lacht
Präteritum
er/sie/es lachte
Partizip II
gelacht
Perfekt
hat gelacht
Hilfsverb
haben
Infinitiv
lachen

Gebrauch: Schwaches Verb. Hier der gewöhnliche Gefühls-, Spott- und dichterische Gebrauch; Lachen ist nicht in jedem Zusammenhang Ausdruck von Freude.

Ergänzungen: lachen; über jemanden oder etwas lachen (über + Akkusativ); dichterisch jemandem lachen (Dativ) oder einer Sache lachen (Genitiv)

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Lachen bedeutet gewöhnlich, durch Gesichtsausdruck und typische Laute eine Gefühlsregung zu zeigen. Das kann Freude sein, aber auch Schadenfreude oder Spott. Wer über jemanden lacht, kann sich über diese Person lustig machen. Die konkrete Wirkung muss der Zusammenhang erklären.

Bedeutungen

Freude und andere Gefühle ausdrücken

Ein gelungener Scherz kann Menschen zum Lachen bringen. Die gleiche sichtbare Reaktion kann aber sehr unterschiedlich wirken: herzlich, unsicher, triumphierend oder gehässig. Das Verb allein benennt noch nicht sicher den Anlass.

In einer Figurenanalyse ist deshalb hilfreich, das Verhalten und die Situation gemeinsam zu beschreiben. Lachen mehrere Figuren, kann dies Gemeinschaft zeigen oder eine Person ausschließen. Wer lacht, worüber gelacht wird und wie andere reagieren, sind wichtige Textbeobachtungen.

Spott und dichterische Bilder

Über jemanden lachen kann heißen, sich auf dessen Kosten zu amüsieren. Das ist von gemeinsamem Lachen zu unterscheiden. In dichterischer Sprache kann außerdem das Glück jemandem lachen, also günstig sein. Die ältere Verbindung einer Gefahr lachen meint, sie nicht ernst zu nehmen; die Gefahr wird dabei nicht wörtlich zum Scherz.

lachen: Synonyme und andere Wörter

Die Art des Lachens genauer zeigen

kichern · schmunzeln · prusten

Kichern lässt eher ein leises, wiederholtes Lachen erwarten. Schmunzeln kann ohne hörbares Gelächter auskommen, prusten betont eine heftige lautliche Reaktion. Die Wörter sind deshalb keine beliebige sprachliche Abwechslung.

„Als sie den Reim hörte, lachte sie.“ → „Als sie den Reim hörte, schmunzelte sie.“

Die zweite Fassung zeichnet eine zurückhaltendere Reaktion. Sie passt nur, wenn diese Art des Ausdrucks gemeint ist.

Spott von gemeinsamem Vergnügen unterscheiden

sich lustig machen · spotten · je nach Handlung: auslachen

Diese Wörter passen zu einem spöttischen Zusammenhang. Mit jemandem lachen ist nicht dasselbe wie jemanden auslachen; der Wechsel kann die Beziehung der Beteiligten grundlegend verändern.

„Sie lachen mit ihm über die Verwechslung“ und „Sie lachen ihn wegen der Verwechslung aus“ beschreiben unterschiedliche Situationen.

Eine Inhaltsangabe sollte die Beteiligung und den Anlass erhalten, statt jedes Lachen als Spott zu deuten.

Verwendung und Beispiele

„Mira lacht über den absichtlich verdrehten Reim und schlägt anschließend selbst eine weitere Zeile vor.“

Ihre Beteiligung am Wortspiel stützt hier die Deutung als gemeinsames Vergnügen.

„Die Figur lacht kurz, obwohl ihr die Bemerkung sichtbar unangenehm ist.“

Der Gegensatz zeigt, weshalb das Verb allein kein sicherer Beweis für Freude ist. Die Analyse muss die weiteren Signale berücksichtigen.

Grammatik

Die Stammformen lauten lachen – lachte – hat gelacht. Das Perfekt wird mit haben gebildet. Das Partizip I heißt lachend, das Partizip II gelacht. Worttrennung: la·chen.

Bei über ihn lachen steht nach über der Akkusativ. Die dichterischen Verbindungen Das Glück lacht ihr und der Gefahr lachen haben einen anderen Satzbau und andere Bedeutungen. Das substantivierte das Lachen wird großgeschrieben. Die Tabelle darunter zeigt die aktiven Verbformen.

Indikativ: Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
ichlachelachte
dulachstlachtest
er/sie/eslachtlachte
wirlachenlachten
ihrlachtlachtet
sie/Sielachenlachten
Indikativ: Perfekt und Plusquamperfekt
PersonPerfektPlusquamperfekt
ichhabe gelachthatte gelacht
duhast gelachthattest gelacht
er/sie/eshat gelachthatte gelacht
wirhaben gelachthatten gelacht
ihrhabt gelachthattet gelacht
sie/Siehaben gelachthatten gelacht
Indikativ: Futur I und Futur II
PersonFutur IFutur II
ichwerde lachenwerde gelacht haben
duwirst lachenwirst gelacht haben
er/sie/eswird lachenwird gelacht haben
wirwerden lachenwerden gelacht haben
ihrwerdet lachenwerdet gelacht haben
sie/Siewerden lachenwerden gelacht haben
Konjunktiv: einfache Formen
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
ichlachelachte
dulachestlachtest
er/sie/eslachelachte
wirlachenlachten
ihrlachetlachtet
sie/Sielachenlachten
Konjunktiv: Vergangenheit
PersonKonjunktiv I: PerfektKonjunktiv II: Vergangenheit
ichhabe gelachthätte gelacht
duhabest gelachthättest gelacht
er/sie/eshabe gelachthätte gelacht
wirhaben gelachthätten gelacht
ihrhabet gelachthättet gelacht
sie/Siehaben gelachthätten gelacht
Konjunktiv: Verbindungen mit werden und würde
PersonKonjunktiv I: Futur Iwürde-Form
ichwerde lachenwürde lachen
duwerdest lachenwürdest lachen
er/sie/eswerde lachenwürde lachen
wirwerden lachenwürden lachen
ihrwerdet lachenwürdet lachen
sie/Siewerden lachenwürden lachen
Konjunktiv: zusammengesetzte Formen
PersonKonjunktiv I: Futur IIwürde-Form mit Partizip II
ichwerde gelacht habenwürde gelacht haben
duwerdest gelacht habenwürdest gelacht haben
er/sie/eswerde gelacht habenwürde gelacht haben
wirwerden gelacht habenwürden gelacht haben
ihrwerdet gelacht habenwürdet gelacht haben
sie/Siewerden gelacht habenwürden gelacht haben
Imperativ
FormWortform
dulach! / lache!
ihrlacht!
Sielachen Sie!
Infinitiv und Partizipien
FormWortform
Infinitivlachen
Partizip Ilachend
Partizip IIgelacht

Redewendungen und feste Verbindungen

Gut lachen haben

Die Wendung kann jemandem vorhalten, dass seine Lage günstiger ist: „Du hast gut lachen; deine Kisten stehen schon im trockenen Raum, während wir noch tragen müssen.“ Der Zusatz begründet den Unterschied. Es geht nicht darum, besonders gut Witze erzählen zu können.

Dass ich nicht lache!

Der Ausruf weist etwas als unglaubwürdig oder unsinnig zurück: „Alles sei längst fertig? Dass ich nicht lache – die letzte Seite fehlt noch.“ Der Folgesatz erläutert den Einwand. Die Formulierung kann schroff wirken und ist keine Einladung zum gemeinsamen Lachen.