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konform

Form & Grammatik

AdjektivFremdwort
Lemma
konform
Wortart
Adjektiv
Worttrennung
kon·form
Steigerung und Gebrauch
konform – konformer – am konformsten. Bei festgelegter Regel gewöhnlich ohne Abstufung; Vergleichsformen verlangen einen erkennbaren Maßstab.

Konform bedeutet übereinstimmend oder mit einer Vorgabe vereinbar. In der Mathematik bezeichnet es die örtliche Erhaltung von Winkeln bei einer Abbildung.

Bedeutungen

Mit etwas übereinstimmen

Etwas ist konform, wenn es mit einem Maßstab, einer Vorgabe oder Auffassung übereinstimmt. Womit es übereinstimmt und in welcher Hinsicht, muss der Zusammenhang erkennen lassen.

„Der Entwurf ist mit den vereinbarten Format- und Farbregeln konform.“

Die Gestaltung erfüllt den genannten Maßstab. Ob der Inhalt richtig ist, wird dadurch nicht mitgeprüft.

Örtlich Winkel erhalten

Eine konforme Abbildung erhält im mathematischen Sinn örtlich die Winkel. Diese Fachbedeutung betrifft eine Eigenschaft der Abbildung. Sie bedeutet nicht, dass alle Längen oder Flächeninhalte erhalten bleiben.

„Die Vorlesung untersucht eine konforme Abbildung.“

Der Fachzusammenhang nennt Winkeltreue. Eine allgemeine Behauptung gleicher Entfernungen wäre daraus nicht abzuleiten.

konform: Synonyme und andere Wörter

Eine Übereinstimmung ausdrücken

übereinstimmend · entsprechend · vereinbar

Übereinstimmend beschreibt Gleichlauf oder Übereinstimmung in einer Sache. Entsprechend passt zu einer Vorgabe. Vereinbar kann nur bedeuten, dass kein Widerspruch besteht; es behauptet nicht immer dieselbe Übereinstimmung.

„Die Gestaltung ist mit den Vorgaben konform.“ – „Die Gestaltung entspricht den Vorgaben.“ Der Bezugsmaßstab bleibt in beiden Sätzen erhalten.

Zusammenwirken ist eine andere Frage

kompatibel · identisch

Kompatibel betrifft die Möglichkeit des Zusammenwirkens. Identisch bezeichnet dieselbe Sache oder vollständige Gleichheit. Konformität in einer Hinsicht bedeutet keine Identität in allen Einzelheiten.

Zwei unterschiedliche Geräte können dieselben Regeln erfüllen und dennoch nicht miteinander kompatibel sein. Welche Verbindung möglich ist, muss getrennt geprüft werden.

Beispiele und Verwendung

Eine Besprechung nennt einen Entwurf nur konform. Erst die Ergänzung mit den Format- und Farbregeln klärt den Maßstab. Die inhaltliche Prüfung bleibt davon getrennt. Je enger die Übereinstimmung gemeint ist, desto genauer sollte sie benannt werden.

Im mathematischen Text wird die Eigenschaft der Abbildung erläutert. Die allgemeine Umschreibung passend wäre dafür zu unbestimmt; sie würde die fachliche Aussage der Winkeltreue nicht erhalten.

Grammatik und Beugung

Es heißt eine konforme Gestaltung, mit konformen Entwürfen. Prädikativ bleibt die Grundform: Die Gestaltung ist konform. Die Verbindung mit der Vorgabe konform steht mit Dativ.

Die belegten Vergleichsformen lauten konformer, am konformsten. Bei einer genau festgelegten Anforderung ist häufig die Aussage, ob sie erfüllt wird, angemessener. Ein Gradvergleich muss erklären, welche weiter gehende Übereinstimmung gemeint ist. Die mathematische Klassenzuordnung wird nicht in diesem Sinn gesteigert.

Die Tabellen zeigen die gebeugte Grundstufe. Bei der gemischten Deklination steht der Plural etwa nach keine oder meine; der unbestimmte Artikel ein hat keinen Plural. Markiert sind die tatsächlichen Endungen.

konform: Starke Deklination – ohne Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativkonformerkonformekonformeskonforme
Genitivkonformenkonformerkonformenkonformer
Dativkonformemkonformerkonformemkonformen
Akkusativkonformenkonformekonformeskonforme
konform: Schwache Deklination – nach der, die, das
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativkonformekonformekonformekonformen
Genitivkonformenkonformenkonformenkonformen
Dativkonformenkonformenkonformenkonformen
Akkusativkonformenkonformekonformekonformen
konform: Gemischte Deklination – nach ein, kein oder einem Possessivwort
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativkonformerkonformekonformeskonformen
Genitivkonformenkonformenkonformenkonformen
Dativkonformenkonformenkonformenkonformen
Akkusativkonformenkonformekonformeskonformen

Herkunft

Konform geht auf spätlateinisch conformis für „gleichförmig“ oder „ähnlich“ zurück. Darin steckt lateinisch forma für „Form“ oder „Gestalt“.

Was bedeutet konform gehen?

Mit jemandem in einer Frage konform gehen bedeutet, derselben Auffassung zu sein: In der Terminfrage gehen beide konform. Gemeint ist diese einzelne Frage, keine vollständige Übereinstimmung aller Ansichten. Die Verbindung gehört zum Wortgebrauch des Adjektivs; das zusammengeschriebene Verb konformgehen ist grammatisch davon zu unterscheiden.