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verboten

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
verboten
Worttrennung
ver·bo·ten

In der gewöhnlichen Bedeutung nicht erlaubt ohne Steigerung. Streng oder ausdrücklich verboten präzisiert die Untersagung, bildet aber keinen Komparativ; eine Verbform steht etwa in hat es verboten.

Formen und Verwendung im Detail

Verboten bedeutet durch eine geltende Regel, Anordnung oder ein ausdrücklich ausgesprochenes Verbot nicht erlaubt.

Was bedeutet verboten?

Ein Verbot kann in unterschiedlichen Zusammenhängen bestehen: bei einem Spiel, in einer Einrichtung oder aufgrund einer verbindlichen Vorschrift. Was verboten ist und für wen das gilt, muss aus dem Zusammenhang hervorgehen.

Verboten ist nicht dasselbe wie unmöglich. Eine verbotene Handlung kann praktisch ausführbar sein, soll nach der betreffenden Regel aber unterbleiben. Ebenso ist etwas nicht allein deshalb verboten, weil eine Person es ungern sieht.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Bei diesem Spiel sind Hinweise von außen verboten.“ Die Einschränkung gehört zu den vereinbarten Spielregeln.
  • „Im Leseraum sind laute Telefongespräche ausdrücklich verboten.“ Eine konkrete Regel gilt für einen bestimmten Raum.
  • „Die Figur hält einen unerwünschten Besuch für verboten, obwohl niemand ein Verbot ausgesprochen hat.“ Wunsch und verbindliche Untersagung werden auseinandergehalten.

Synonyme für verboten: passend zum Zusammenhang

Verboten bezeichnet eine Handlung oder Sache, die nach einer geltenden Regel nicht erlaubt ist. Untersagt passt zu einer ausdrücklichen Anordnung, nicht erlaubt ist die neutrale Erklärung und unzulässig klingt förmlicher. Entscheidend bleibt der Geltungsbereich: Eine Spielregel, eine Hausordnung und eine gesetzliche Vorgabe sind nicht schon wegen desselben Adjektivs gleichzusetzen.

Welcher Ausdruck passt zu deiner Aussage?
AlternativePassender ZusammenhangBedeutungsunterschied
untersagtAusdrücklich ausgeschlossene HandlungenHebt das Aussprechen oder Bestehen einer Anordnung hervor und klingt häufig förmlich.
nicht erlaubtAllgemeine Erklärung einer RegelGibt die Grundbedeutung verständlich wieder, ohne eine bestimmte Art von Regel vorauszusetzen.
unzulässigVerfahren und regelgebundene AbläufeBetont fehlende Zulässigkeit nach den betreffenden Vorgaben und ist oft sachlich-förmlich.

Eigene Satzbeispiele: Was ändert sich?

Ausgangssatz: „Während dieser Spielrunde ist das Austauschen von Karten verboten.“

Alternative: „Während dieser Spielrunde ist das Austauschen von Karten nicht erlaubt.“

Die Alternative erhält die Regel und ihren zeitlichen Bereich. Über andere Spielrunden oder Situationen außerhalb des Spiels sagt sie nichts aus.

Ausgangssatz: „Das Betreten der Bühne vor der Freigabe ist verboten.“

Alternative: „Das Betreten der Bühne vor der Freigabe ist untersagt.“

Untersagt klingt stärker nach einer ausdrücklichen Anordnung. Die Einschränkung vor der Freigabe muss erhalten bleiben, weil danach eine andere Regel gelten kann.

Nicht gleichbedeutend: Unerwünscht drückt Ablehnung aus, beweist aber für sich kein Verbot. Illegal wäre ebenfalls kein allgemeiner Ersatz: Nicht jede private Spielregel oder organisatorische Vorgabe ist eine gesetzliche Regelung. Unmöglich betrifft wiederum die Durchführbarkeit statt die Erlaubnis.

Beim Formulieren: Verboten wird im gewöhnlichen Sinn nicht sinnvoll gesteigert. Ausdrücklich verboten benennt die Klarheit der Untersagung, streng verboten verstärkt ihren Nachdruck. Beides erzeugt keinen neuen Grad zwischen erlaubt und nicht erlaubt.

Eine genaue Formulierung nennt möglichst, was wem wann untersagt ist. Damit lassen sich unnötig pauschale Aussagen vermeiden. Bei einer Textanalyse sollte außerdem deutlich werden, ob eine Regel tatsächlich besteht oder ob eine Figur ihre persönlichen Wünsche nur als verbindliches Verbot darstellt.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unerwünscht drückt fehlende Zustimmung oder Ablehnung aus. Daraus folgt noch nicht zwingend ein Verbot.

Unmöglich betrifft die Möglichkeit einer Handlung. Verboten betrifft ihre Zulässigkeit innerhalb einer Regel.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet verboten. Formen sind ein verbotenes Hilfsmittel und mit verbotenen Hinweisen. In sie hat es verboten steht die Form als Partizip des Verbs verbieten.

Steigerung

Verboten wird in seiner gewöhnlichen Bedeutung nicht gesteigert. Streng verboten oder ausdrücklich verboten verstärkt beziehungsweise präzisiert die Untersagung, bildet aber keinen Komparativ.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverbotenerverboteneverbotenesverbotene
Genitivverbotenenverbotenerverbotenenverbotener
Dativverbotenemverbotenerverbotenemverbotenen
Akkusativverbotenenverboteneverbotenesverbotene
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverboteneverboteneverboteneverbotenen
Genitivverbotenenverbotenenverbotenenverbotenen
Dativverbotenenverbotenenverbotenenverbotenen
Akkusativverbotenenverboteneverboteneverbotenen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverbotenerverboteneverbotenesverbotenen
Genitivverbotenenverbotenenverbotenenverbotenen
Dativverbotenenverbotenenverbotenenverbotenen
Akkusativverbotenenverboteneverbotenesverbotenen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Spielszene gibt eine Figur ihrer Mannschaft einen Hinweis, obwohl die Regeln dies während der Runde untersagen. Nach der Runde wären gemeinsame Besprechungen erlaubt.

Der Hinweis ist in diesem Augenblick verboten, weil die Regel ausdrücklich für die laufende Runde gilt. Derselbe Satz hätte in der anschließenden Besprechung einen anderen Status.

Die Erklärung nennt Regel und Geltungsbereich. Sie behauptet kein Verbot außerhalb des beschriebenen Spiels.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.