aufstecken
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- aufstecken
- Worttrennung
- auf·ste·cken
- Präsens
- steckt auf
- Präteritum
- steckte auf
- Partizip II
- aufgesteckt
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- trennbar
- Ergänzungen
- etwas aufstecken (Akkusativ); in aufgeben-Lesart auch ohne genanntes Objekt
Das Perfekt lautet hat aufgesteckt. Das Präteritum ist steckte auf, nicht stak auf. In sich die Haare aufstecken steht das Pronomen im Dativ.
Aufstecken bedeutet etwas durch Stecken befestigen oder auf einen dafür vorgesehenen Teil setzen. Haare können zu einer Frisur aufgesteckt werden. Umgangssprachlich kann aufstecken außerdem heißen, einen Versuch aufzugeben oder nicht weiterzumachen.
Befestigen oder nicht weitermachen
Ein Aufsatz wird aufgesteckt, wenn er durch eine passende Steckverbindung angebracht wird. Die Befestigung unterscheidet sich beispielsweise vom Anschrauben oder Aufkleben. Das Wort sagt noch nicht, wie fest die Verbindung hält.
Haare aufzustecken bedeutet, sie nach oben oder zusammenzuführen und dort zu befestigen. Welche Frisur entsteht, hängt von der Anordnung ab. Aufstecken heißt nicht automatisch, die Haare abzuschneiden oder dauerhaft zu verändern.
Wer nach einem Rückschlag aufsteckt, verfolgt sein Vorhaben nicht weiter. Diese umgangssprachliche Bedeutung begegnet häufig in verneinten Formulierungen: jemand steckt nicht auf. Das Aufgeben eines Vorhabens ist von einer Pause zu unterscheiden. Ob jemand endgültig aufhört oder nur vorläufig aussetzt, muss die weitere Aussage zeigen.
Passende Synonyme und ihre Grenzen
| Alternative | Passender Gebrauch | Bedeutungsunterschied |
|---|---|---|
| durch Stecken befestigen | Einen passenden Aufsatz aufstecken | Erklärt die konkrete Verbindung, ohne Kleben oder Schrauben zu unterstellen. |
| hochstecken | Die Haare aufstecken | Passt zur Frisur, nicht zu jedem technischen Aufsatz. |
| aufgeben | Nach mehreren Versuchen aufstecken | Neutraler; der Gegenstand des Aufgebens sollte erkennbar sein. |
| nicht weitermachen | Bei einem schwierigen Vorhaben aufstecken | Beschreibt die praktische Folge, lässt Endgültigkeit und Gründe aber offen. |
Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.
Beispielpaar 1: Einen Aufsatz befestigen
Ausgangssatz: Nach dem Zeichnen steckt Mira die passende Schutzkappe auf.
Alternative: Nach dem Zeichnen bringt Mira die passende Schutzkappe an.
Anbringen ist allgemeiner und lässt die Art der Verbindung offen. Aufstecken benennt dagegen die Steckverbindung. Aufschrauben wäre falsch, wenn kein Gewinde beteiligt ist.
Beispielpaar 2: Ein Vorhaben weiterverfolgen
Ausgangssatz: Auch nach dem misslungenen ersten Modell steckt die Gruppe nicht auf.
Alternative: Auch nach dem misslungenen ersten Modell gibt die Gruppe ihr Vorhaben nicht auf.
Die Alternative macht ausdrücklich, was weiterverfolgt wird. Das bedeutet nicht, dass die Gruppe unverändert weitermachen muss. Eine andere Methode oder eine Pause können mit dem Festhalten am Ziel vereinbar sein.
Steckt auf, steckte auf, hat aufgesteckt
Aufstecken ist ein schwaches, trennbares Verb. Bei einer Befestigung steht das Objekt im Akkusativ. In der Bedeutung aufgeben kann das Verb ohne ausgesprochenes Objekt verwendet werden.
Konjugation von aufstecken
Das Perfekt lautet hat aufgesteckt. Das Präteritum ist steckte auf, nicht stak auf. In sich die Haare aufstecken steht das Pronomen im Dativ.
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | stecke auf | steckte auf | stecke auf | steckte auf |
| du | steckst auf | stecktest auf | steckest auf | stecktest auf |
| er/sie/es | steckt auf | steckte auf | stecke auf | steckte auf |
| wir | stecken auf | steckten auf | stecken auf | steckten auf |
| ihr | steckt auf | stecktet auf | stecket auf | stecktet auf |
| sie/Sie | stecken auf | steckten auf | stecken auf | steckten auf |
Das Perfekt lautet hat aufgesteckt. In „Ich stecke mir die Haare auf“ steht mir im Dativ und die Haare im Akkusativ. Bei „Sie hat nicht aufgesteckt“ ist dagegen das Nichtaufgeben gemeint, wenn der Zusammenhang ein Vorhaben behandelt.
Aufzustecken mit ck
Der zu-Infinitiv lautet aufzustecken. Das ck bleibt in aufgesteckt erhalten. Das Präteritum lautet steckte auf, nicht „stak auf“.
Ein passendes Wort für den Zusammenhang
Aufgeben erläutert die übertragene Lesart genauer. Anbringen ist bei einer Befestigung allgemeiner, während aufsetzen zunächst die Platzierung hervorhebt. Weitere Formen findest du im Verbenwörterbuch.
