beschließen
beschließen: Sich für ein bestimmtes Handeln entscheiden; außerdem etwas auf eine bestimmte Weise zu Ende führen.
Eine Entscheidung treffen oder etwas beenden
Beschließen bedeutet häufig, sich für ein bestimmtes Handeln zu entscheiden. Das kann eine einzelne Person tun oder eine Gruppe gemeinsam. Der Beschluss legt eine Richtung fest; dass die Handlung anschließend tatsächlich ausgeführt wird, ist damit noch nicht gesagt.
In einem Gremium kann beschließen eine förmliche Entscheidung bezeichnen. Ob darüber abgestimmt wurde, welche Mehrheit erforderlich war oder ob alle zustimmten, muss der konkrete Zusammenhang erklären. Das Verb allein ersetzt diese Angaben nicht.
Daneben bedeutet beschließen, etwas zu einem Ende zu führen. Wer einen Vortrag mit einer Frage beschließt, entscheidet nicht erst, ob er die Frage stellen möchte, sondern setzt sie an den Schluss. Eine Ergänzung mit mit hilft häufig, diese Lesart zu erkennen.
Synonyme: Welche Alternative passt?
| Alternative | Passender Zusammenhang | Unterschied |
|---|---|---|
| entscheiden | eine Wahl über das weitere Handeln treffen | Sehr nahe; kann auch das Entscheiden eines Streits oder einer Frage meinen. |
| sich vornehmen | eine eigene Absicht festlegen | Kann weniger verbindlich wirken und passt nicht ohne Weiteres zu einem förmlichen Gremienbeschluss. |
| vereinbaren | gemeinsam eine Absprache treffen | Betont die Übereinkunft; nicht jede Entscheidung wird zwischen Beteiligten vereinbart. |
| beenden | etwas abschließen | Passt zur Schlussbedeutung, nicht zur Entscheidung über ein künftiges Handeln. |
Entschluss und Schluss unterscheiden
Eigener Beispielsatz: „Der Verein beschließt, die Werkstatt im Winter weiter zu öffnen.“
Zum Vergleich: „Der Verein entscheidet, die Werkstatt im Winter weiter zu öffnen.“
Die eigenen Sätze können dieselbe Entscheidung wiedergeben. Ob die Öffnung später gelingt, bleibt offen. „Der Verein öffnet weiter“ würde bereits die tatsächliche Umsetzung behaupten.
Eigener Beispielsatz: „Mina beschließt ihren Vortrag mit einer offenen Frage.“
Zum Vergleich: „Mina beendet ihren Vortrag mit einer offenen Frage.“
Hier ist beenden der passende Ersatz. „Mina entscheidet ihren Vortrag“ wäre grammatisch und inhaltlich kein entsprechender Satz. Die Schlussbedeutung muss von der Entscheidungsbedeutung getrennt werden.
Wie verbindlich ist die Aussage?
In einer Zusammenfassung lohnt es sich, auf Formulierungen wie möchte beschließen, hat beschlossen oder setzt um zu achten. Sie benennen verschiedene Schritte. Ein Beschluss ist mehr als ein unverbindlicher Gedanke, aber noch keine abgeschlossene Umsetzung.
Für die Darstellung eines Ablaufs kann berichten helfen, den Zeitpunkt und den Inhalt der Entscheidung sachlich wiederzugeben. Die Begründung sollte nur ergänzt werden, wenn sie im Ausgangstext tatsächlich genannt oder nachvollziehbar erschlossen wird.
Grammatik und Konjugation
| Person | Präsens | Präteritum |
|---|---|---|
| ich | beschließe | beschloss |
| du | beschließt | beschlossest |
| er / sie / es | beschließt | beschloss |
| wir | beschließen | beschlossen |
| ihr | beschließt | beschlosst |
| sie / Sie | beschließen | beschlossen |
Das starke Verb lautet beschließen, beschloss, hat beschlossen. Infinitiv und Präsens enthalten ß, Präteritum und Partizip ss. Möglich sind ein Akkusativobjekt, ein dass-Satz oder ein Infinitiv mit zu: einen Plan beschließen; beschließen, dass etwas geschieht; beschließen, etwas zu ändern.
