integrieren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- integrieren
- Worttrennung
- in·te·grie·ren
- Präsens
- integriert
- Präteritum
- integrierte
- Partizip II
- integriert
- Hilfsverb
- haben
- Reflexiver Gebrauch
- auch reflexiv: sich integrieren
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- jemanden oder etwas in etwas integrieren (Akkusativ; in + Akkusativ)
Integrieren heißt, jemanden oder etwas in ein bestehendes Ganzes aufzunehmen und mit dessen Zusammenhang zu verbinden. Das Verb wird bei Menschen, Gruppen, technischen Bestandteilen und abstrakten Inhalten verwendet.
Etwas wird Teil eines Zusammenhangs
Eine Lehrerin kann einen kurzen Vergleich in ihre Erklärung integrieren. Ein Unternehmen kann ein Programm in seine Arbeitsabläufe integrieren. In beiden Fällen soll etwas nicht bloß danebenstehen, sondern zu einer größeren Struktur gehören.
Bei Menschen und Gruppen braucht die Aussage besonders konkrete Ergänzungen. „Die neuen Mitglieder werden integriert“ bleibt unbestimmt, wenn nicht erklärt wird, woran sie teilnehmen können und wie die Einbindung erfolgt. Das Wort allein beweist weder ein gelungenes Zusammenleben noch das Verschwinden aller Unterschiede. In der Mathematik bezeichnet integrieren außerdem ein fachlich bestimmtes Rechenverfahren, nicht die soziale Einbindung.
Einbeziehen, einbinden und hinzufügen
Einbeziehen ist eine nahe allgemeine Alternative. Einbinden betont den Zusammenhang mit anderen Teilen. Aufnehmen kann eine Zugehörigkeit bezeichnen. Hinzufügen ist schwächer: Ein zusätzlicher Absatz ist nicht schon sinnvoll mit dem Gedankengang verbunden. Angleichen verändert die Bedeutung, weil es die Ähnlichkeit stärker hervorhebt als das Einbeziehen.
„Die Autorin integriert das Beispiel in ihre Begründung.“ → „Die Autorin bindet das Beispiel in ihre Begründung ein.“
Beide Fassungen betonen den Zusammenhang. „Sie fügt ein Beispiel hinzu“ würde zunächst nur einen Zusatz nennen. Ob dieser Zusatz die Begründung tatsächlich unterstützt, bliebe dabei stärker offen.
„Der Baustein wird in das Programm integriert.“ → „Der Baustein wird neben dem Programm gespeichert.“
Die zweite Fassung beschreibt lediglich einen Speicherort. Sie sagt nicht, dass der Baustein Teil der Funktionen oder Abläufe wird. Bloße Nähe und tatsächliche Einbindung sind nicht dasselbe.
Jemanden oder etwas integrieren
Die Formen lauten integriert, integrierte, hat integriert. Der einbezogene Teil steht gewöhnlich im Akkusativ. In nennt den Zusammenhang: „einen Baustein in ein System integrieren“. Auch die reflexive Verbindung „sich integrieren“ kommt vor.
Konjugation von integrierenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | integriere | integrierte | integriere | integrierte |
| du | integrierst | integriertest | integrierest | integriertest |
| er/sie/es | integriert | integrierte | integriere | integrierte |
| wir | integrieren | integrierten | integrieren | integrierten |
| ihr | integriert | integriertet | integrieret | integriertet |
| sie/Sie | integrieren | integrierten | integrieren | integrierten |
Das Partizip integriert kann einen erreichten Zustand beschreiben. Ob dieser Zustand gelungen oder nur beabsichtigt ist, muss die Formulierung klarstellen: „soll integriert werden“ bezeichnet einen Plan, „ist integriert“ dagegen einen dargestellten Zustand.
