WORTWUCHS | Literaturlexikon

d’accord

Bedeutung

Das Adjektiv d’accord bedeutet einer Meinung, einig oder auch als unmittelbare Erwiderung einverstanden und meint, dass man der gleichen Ansicht wie eine andere Person oder eine Personengruppe ist. Es kennzeichnet eine direkte Zustimmung ohne Umschweife und in der Regel weiteren Begründungen. Das Fremdwort wird oft als Ausruf in Gesprächen gebraucht.

Wird der Begriff zur Betonung des eigenen Standpunktes oder zur Erklärung eines Einverständnisses verwendet, so kann das Wort allein stehen und wird häufig als Ausruf im Sinne einer unmittelbaren, zustimmenden Reaktion von einem Gegenüber im Gespräch verwendet: „D’accord!”

Es tritt oft genug aber auch in bekannten Wortkombinationen zusammen mit Handlungsverben wie d'accord sein oder (mit jemandem) d'accord gehen auf. So lassen sich in Politik, Beruf, Familie, unter Freunden oder auch in öffentlichen Debatten Argumente durch diese Zustimmung von außen stärken.

Gleichermaßen kann der Begriff die Zustimmung zu einem Vertrag oder Abkommen darstellen, etwa wenn ein Mietvertrag für eine Wohnung abgeschlossen wird. Sinnverwandt ist der Begriff hierbei – je nachdem, was mit ihm gemeint ist – auch mit den bejahenden Wörtern okay, gut, handelseinig und der Wortzusammensetzung in Ordnung.

Das Wort dient also vor allem dazu, den Vorschlag, die Meinung oder Ansicht einer Person oder einer Gruppe, mit welcher man die gleichen Interessen teilt, zu unterstützen und dies unmittelbar zu äußern. Dies zielt darauf ab, sich von anderen Einstellungen abzugrenzen, ohne jedoch in vielen Fällen von selbst Impulse zu geben und die eigene Haltung durch bestimmte Gründe weiter zu untermauern. Gerade in Diskussionen und vor Entscheidungen entsteht so teils der Effekt einer bloßen Stimmabgabe, ohne neue Impulse zu geben.


Das Fremdwort ist in seiner Bedeutung und Rechtschreibung mit dem französischen Begriff identisch, von welchem es sich auch ableitet. Es handelt sich um eine Zusammensetzung des Artikels de und dem Nomen Accord. Letzteres lässt sich mit Einverständnis übersetzen. Zu welchem genauen Zeitpunkt es die Grenze nach Deutschland überschritten hat, ist derzeit nicht sicher auszumachen. Ein Zusammenhang mit den Feldzügen Napoleons lässt sich nur vermuten.

Erstmals lässt sich das Wort um 1800 im Deutschen finden. Bis heute ist der Gebrauch des Wortes in zu Frankreich grenznahen oder vergleichsweise nahe gelegenen Regionen und Ländern höher ist als zum Beispiel in Norddeutschland.

So hat der Begriff etwa in die österreichische Alltagssprache festen Eingang gefunden. Bis 1927 nahm seine Verbreitung stark zu. Seitdem hält sich die Bekanntheit des Wortes hierzulande konstant.

1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. dtv, München 1997
2. Quelle: Ngram Viewer

Beispiele

Stefan ahnte, dass seine Tacos nicht für alle der anwesenden Gäste ausreichten – also verzichtete er auf den eigenen Anteil des Abendessens. Er ging d’accord damit, sich nur ein Glas Wasser zu gönnen.
D’accord, dass es in der Medizin noch erheblichen Forschungsbedarf zur Auswirkung von Medikamenten auf Frauen gebe.
Anna-Lena Scholz, "Biologische Tatsachen oder feministische Ideologie?"
Der Garten hatte eine große Fläche, auf der Max gern im Sommer Karotten anbauen wollte. Den höheren Pachtpreis nahm er dafür in Kauf und ging d’accord mit den Forderungen des Mannes.
Lina war der gleichen Ansicht wie ihr Großvater: “Mit diesem neuen Gesetz dürfen wir nicht d’accord gehen!”
Die Grünen sind da ganz d'accord. Sie fordern bereits seit Längerem Kontingente für Flüchtlinge.
Katharina Schuler, "Kontingente ist das neue Zauberwort"

Grammatik

Synonyme

    • einig
    • einverstanden
    • gleich gesinnt
    • gut
    • handelseinig
    • in Ordnung
    • okay