cum laude
Form & Grammatik
- Lemma
- cum laude
- Wortart
- Adverbiale Wortverbindung
- Worttrennung
- cum lau·de
- Form und Gebrauch
- Unveränderliche lateinische Bewertungsformel; genaue Notenzuordnung nach Promotionsordnung
Cum laude heißt wörtlich mit Lob. Bei einer Promotionsbewertung bezeichnet die Formel gewöhnlich das Prädikat gut; ihre genaue Einordnung richtet sich nach der jeweiligen Promotionsordnung.
Bedeutungen
Prädikat einer Promotionsleistung
Die lateinische Formel wird bei der Bewertung einer Dissertation oder Promotionsleistung verwendet. In verbreiteten Notenfolgen steht cum laude unter summa cum laude und magna cum laude. Eine bestimmte überall geltende Schulnote lässt sich daraus nicht ableiten.
„Ihre Dissertation wurde mit dem Prädikat cum laude bewertet.“
Der Satz nennt eine Bewertung. Ob damit die schriftliche Arbeit oder die gesamte Promotion gemeint ist, muss in der konkreten Darstellung ausdrücklich unterschieden werden.
cum laude: Synonyme und andere Wörter
Wörtliche Übersetzung und Notenbezeichnung
mit Lob · gut
Mit Lob übersetzt die lateinische Formel. Gut ist eine verbreitete deutsche Bezeichnung des Prädikats. Das allgemein lobende Wort ausgezeichnet darf nicht eingesetzt werden, wenn dadurch eine andere Notenstufe behauptet würde.
Die Arbeit erhielt cum laude. → Die Arbeit erhielt nach dieser Promotionsordnung das Prädikat gut.
Benachbarte Prädikate
magna cum laude · summa cum laude
Diese Formeln sind keine Synonyme für cum laude, sondern bezeichnen in verbreiteten Promotionsskalen höhere Prädikate. Welche Anforderungen und Zahlenbereiche gelten, legt die zuständige Ordnung fest.
Cum laude und magna cum laude dürfen in einer biografischen Angabe nicht beliebig ausgetauscht werden.
Beispiele und Verwendung
„Im Lebenslauf steht, dass die Promotion mit cum laude abgeschlossen wurde.“
Eine genaue Darstellung übernimmt die tatsächliche Bezeichnung aus dem Zeugnis und unterscheidet Gesamtnote, Dissertation und mündliche Prüfung. Die lateinische Formel allein beschreibt weder den Ablauf des Verfahrens noch die Einzelbewertungen.
Bei einer allgemeinen Erklärung reicht die Bedeutung mit Lob, häufig: gut. Eine Zahlentabelle für sämtliche Hochschulen wäre irreführend, weil Zuordnung, Grenzwerte und Gewichtung voneinander abweichen können.
Grammatik und Beugung
Cum laude wird im Deutschen als feste adverbiale Wortverbindung gebraucht und nicht gebeugt. Es gibt deshalb keine deutsche Kasus- oder Steigerungstabelle für die gesamte Formel. Innerhalb eines Satzes bleibt die Kleinschreibung: Sie promovierte cum laude. Steht die Formel am Satzanfang, wird ihr erstes Wort großgeschrieben.
Im Lateinischen ist cum eine Präposition; laude ist die Ablativform des Nomens laus. Diese Herkunft erklärt den Aufbau, macht aus der deutschen festen Formel aber keinen frei zu deklinierenden deutschen Ausdruck.
Herkunft
Die Formel stammt aus dem Lateinischen. Cum bedeutet mit, laude steht zu laus für Lob. Zusammen ergibt sich die wörtliche Bedeutung mit Lob.
