WORTWUCHS | Literaturlexikon

Orginal / Original

Das Wort Original geht auf das lateinische origo zurück, was sich mit Ursprung oder Quelle und Stamm übersetzen lässt. Zwar ist das vordere i beim Sprechen oft kaum hörbar, aber eben notwendig. Das gilt auch für das Adjektiv original und die Wörter Originalien, Originalität, originär und originell. Die Schreibweise Orginal ist falsch.
falsch Orginal
richtig Original

Erläuterungen zu Orginal / Original

Original ist ein Werk, wenn es unverfälscht ist und mitunter gibt es sogar Personen, die als Original bezeichnet werden und das nicht nur, weil sie besonders originell erscheinen. Allerdings bereitet das Wort jede Menge Schwierigkeiten in Bezug auf die Rechtschreibung und somit ist auch das Orginal, also ohne das notwendige i, in Texten und Publikationen aller Art weitverbreitet.

Das Problem ist hierbei, dass das i meist kaum hörbar gesprochen wird oder beim Sprechen vernuschelt sowie verschluckt wird. Ein ähnliches Schicksal teilt auch die Amatur, deren vorderes r recht häufig unterschlagen wird, wohingegen die Gallerie meist ein l zu viel erhält, obwohl sie durchaus mit einem einzigen auskäme.

Folglich ist das Problem phonetischer Natur, also auf einer klanglichen Ebene angesiedelt, weshalb es sich häufig so anhört, als ob ein Sprecher Orginal sagte, was jedoch falsch ist. Die Begründung steckt hier im Ursprung des Wortes, das sich vom lateinischen Adjektiv originalis ableitet, das aus dem Stamm origo hervorgeht und Quelle, Stamm oder auch Ursprung bedeutet.

Da ein Original stets ursprünglich ist, können wir die Verbindung zwischen Wortherkunft und dem Substantiv recht einfach herstellen und demnach die Schreibweise Orginal in jedem Fall als falsch bezeichnen. Gleiches gilt dann übrigens auch für Originalien, Originalität, originär sowie originell und ähnliche Wendungen.

Verbreitung von Orginal und Orginal

In Bezug auf die Rechtschreibung eines Wortes ist es immer recht spannend, einen Blick auf die Verbreitung der falschen Schreibweise zu werfen, also in diesem Fall Orginal. So können wir uns das tatsächliche Ausmaß des Rechtschreibfehlers ganz eindeutig vor Augen führen.

Hierfür können wir eine Trendanalyse mittels Google Trends anfertigen und uns somit die Suchhäufigkeit eines Wortes im Laufe der Zeit ausgeben lassen. Außerdem können wir zwei verschiedene Wörter, also in unserem Fall Original und Orginal vergleichen und somit erkennen, wie verbreitet die Schreibweisen sind.



Der obige Ausschnit ist nicht alarmierend. Wir sehen lediglich, dass die falsche Schreibweise ungefähr ein Zehntel der monatlichen Suchanfragen ausmacht. Zwar ist diese Methodik keine breit gefächerte Studie, gibt aber dennoch erste Anhaltspunkte. Beispielsweise sieht es bei widerspiegeln und Desaster haariger aus.

Beispielsätze mit richtiger Schreibweise

Wenn wir neue oder schwierige Wörter lernen oder uns merken möchten, ist es sinnvoll, sich die richtige Schreibweise häufig vor Augen zu führen. Deshalb möchten wir Ihnen an dieser Stelle noch einige Beispielsätze mit auf den Weg geben, um das Orginal endgültig zu verbannen.


Rebekka ist wirklich eine originelle und schöne Frau.
Im Louvre hängt das Original der Mona Lisa.
Das ist doch gar nicht das Original oder irre ich mich?