George Orwells Roman „1984“ erschien im Jahre 1948 (ein Zahlendreher). Der Roman schildert einen dystopischen Zukunftsentwurf der englischen Gesellschaft.

Vom Nationalsozialismus und vom Stalinismus ausgehend, entwickelt Orwell anhand seines Romans einen sowohl düsteren als auch prophetischen Blick auf die negativen Möglichkeiten der fortschreitenden Technisierung, die Freiheit der Menschen einzuschränken.

Kurze Zusammenfassung von 1984

Ort der Handlung ist London, das nicht mehr zu England, sondern zum Landfeld 1 gehört und von einem nicht sichtbaren „Großen Bruder“ regiert werden. Die Einwohner des Landes werden von einer „Gedankenpolizei“ überwacht. Das Landfeld 1 ist eine Provinz der Supermacht Ozeanien, zu der neben dem früheren England noch Nord- und Südamerika, das südliche Afrika und Australien gehören.

Europa und Russland haben sich hingegen zur Supermacht Eurasien zusammengeschlossen, eine dritte Supermacht ist Ostasien. Die drei Blöcke befinden sich in einem ständigen Krieg untereinander. In dem Roman herrscht folglich ein permanenter Ausnahmezustand. Gleichzeitig scheint aufgrund eines absoluten Kräftegleichgewichts ein Gewinn des Krieges für keine der Supermächte möglich.

Aus diesem Grund beschränkt sich die herrschende Klasse auf die Ablenkung der eigenen Bevölkerung. Dieses gelingt ihr mit Hilfe einer Reihe von technischen Erfindungen wie dem „Teleschirm“, einer neuen Sprache (dem „Neusprech“) und einer permanenten Ideologisierung.

Die Hauptfigur des Romans heißt Winston Smith und arbeitet im Ministerium für Wahrheit. Er interessiert sich für Geschichte und hält in einem geheimen Tagebuch seine innersten Gefühle fest, wodurch er in Konflikt mit dem herrschenden Gesetz gerät. Eines Tages lernt er Julia kennen, die sich in der „Jugendliga gegen Sexualität“ engagiert.

Allerdings betreibt Julia dieses Engagement nur als Tarnung, insgeheim träumt sich von einem erfüllten Liebesleben und hofft dieses mit Winston Smith zu verwirklichen. Winston Smith sympathisiert mit der Untergrundorganisation der „Bruderschaft“, die unter Anführung von Emmanuel Goldstein gegen „Big Brother“ protestiert.

Winston Smith glaubt in O’Brien einen Gleichgesinnten gefunden zu haben, jedoch stellt sich heraus, dass O’Brien ein überzeugtes Mitglied der „Inneren Partei“ ist. Winston Smith wird verhaftet und im „Ministerium für Liebe“ gefoltert. Schließlich wird er einer Gehirnwäsche unterzogen und glaubt fortan nur noch an die Liebe von „Big Brother“.


Ausführliche Inhaltsangabe von 1984

1. Teil

Winston Smith ist 39 Jahre alt und arbeitet im Ministerium für Wahrheit in London, das sowohl die Gedanken der Menschen als auch die Vergangenheit im Namen der herrschenden Partei und des allgegenwärtigen „Großen Bruders“ kontrolliert. Winston Smiths Aufgabe ist es in der Dokumentations-Abteilung einzelne Dokumente so zu verändern, dass die historischen Informationen mit demjenigen zusammen stimmen, was die Partei sagt. Deswegen kann das Ministerium für Wahrheit auch als Propaganda-Ministerium bezeichnet werden.

Doch Winston Smith selbst fallen einige Ungereimtheiten in der Erzählung der Partei auf. So zweifelt er zum Beispiel an der offiziellen Erzählung über den seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden Krieg zwischen den Supermächten Ozeanien, Ostasien und Eurasien. Er fragt sich, ob es die zwei anderen Supermächte überhaupt gibt, oder ob sein eigenes Land Ozeanien die Feinde nur vortäuscht, um die absolute Kontrolle aufrecht zu erhalten. Er entdeckt auch weitere Lügen, denn so meint die Partei, das Flugzeug erfunden zu haben, doch Winston Smith erinnert sich, dass ist seiner Jugend bereits Flugzeuge geflogen sind, als die Partei noch nicht an der Macht war.

Neben dieser allgegenwärtigen Geschichtskittung, ist das Leben der Menschen durch ständige Versorgungsprobleme geprägt. Obwohl die Mangelwirtschaft offensichtlich ist, betreibt auch in diesem Fall ein eigenes Ministerium für Überfülle Propaganda und verkündet die stetige Erhöhung des Lebensstandards. Da es keine Möglichkeit gibt, die Aussagen der Institutionen der Partei zu überprüfen, ist es den Menschen unmöglich zu wissen was wahr und was falsch ist.

Darüber hinaus übt die Partei einen ständigen Druck auf alle Menschen aus. Überall hängen Plakate mit Aufschriften wie „Der Große Bruder sieht dich“ („Big Brother is Watching You“), überall wird man an die permanente Überwachung erinnert. Die Menschen haben Angst und sind der permanenten Gefahr ausgesetzt, mit der herrschenden Meinung in Konflikt zu geraten. Zum Nachteil aller Bürger zählt der Wunsch zum Widerstand bereits als Gedankenverbrechen, das bestraft werden kann.

Somit leben alle Menschen in Furcht vor der ständigen Beobachtung durch Teleschirme, Polizeistreifen und Gedankenpolizei, aber auch vor Nachbarn und Arbeitskollegen, da man nie weiß, wer ein Spitzel der Partei ist und wer nicht. Somit sind auch die zwischenmenschlichen Beziehungen von Angst geprägt. Selbst in seiner eigenen Wohnung ist man nicht vor der Kontrolle des Großen Bruders sicher. So wird Winston Smith in seiner Wohnung durch einen Teleschirm überwacht und zum Sport animiert.

Eine eigene Sprache regelt die Kontrolle des Parteiapparats bis in die intimste Gedankenwelt der Bürger. Die Sprache wurde aus politischen Gründen geändert und ist die Amtssprache in Ozeanien. Das Neusprech hat die Wörter der Sprache verringert, sodass ein kritisches und differenziertes Denken erschwert ist. Neben einer radikalen Vereinfachung der grammatikalischen Regeln, gibt es auch zahlreiche Euphemismen, so werden Straflager zum Beispiel als Lustlager beschrieben. Das grausamste Ministerium, das gegen Aufständische vorgeht und dessen Gebäude keine Fenster hat, heißt Ministerium für Liebe.

Es ist ein erklärtes Ziel der Partei, die Gedankenelite, das heißt alle Intellektuellen und Freidenker, auszurotten. Ungefähr 85% der Gesellschaft sind sogenannte Proles. Der Name leitet sich von dem Wort Proletarier ab. Die Proles bilden den größten Teil der Bevölkerung, verfügen aber weder über materiellen Besitz noch geistige Fähigkeit. Winston Smith ist von den Proles fasziniert und geht oft in den Elendsviertel der Proles spazieren.

Neben seinem Interesse für die Geschichte und die gesellschaftlich Ausgeschlossenen, erinnert sich Winston Smith an eine Zeit vor der Überwachung. Er denkt an seine Mutter und überlegt, dass seine Eltern im Rahmen einer Säuberungswelle in den 50er Jahren verschwunden sind. Überhaupt werden Kinder in der Gesellschaft dem Einfluss ihrer Familie entzogen.

Durch die Jugendorganisation der Spitzel werden die Kinder in der Folge zu Denunzianten erzogen, deren höchstes Ziel es ist, der Partei zu dienen. Auf Grund der Überwachung, muss Winston Smith seine Gedanken und Meinungen geheim halten. Schließlich beginnt er, seine Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten, das er in dem Kramladen von Mr. Charrington entdeckt hat. Es stellt sich heraus, dass Winston Smith der geheimen Untergrundorganisation der Bruderschaft sympathisiert, die gegen den Großen Bruder kämpft.

Auf der Arbeit tauscht er Blicke mit Julia, die sich in der Jugendliga gegen Sexualität engagiert. Auf Grund ihrer Blicke, denkt Winston zuerst, dass sie für die Gedankenpolizei arbeiten.


2. Teil

Als Winston Smith der 26 jährigen Julia wieder begegnet, ist er überzeugt, dass sie für die Gedankenpolizei arbeitet. Bei einem dritten Treffen im Wahrheitsministerium fällt Julia vor Winston auf den Boden. Dieser hilft ihr auf und bekommt einen Zettel von ihr zugesteckt. Auf Grund der Teleschirme, kann er ihn nicht sofort lesen.

Zurück auf seinem Arbeitsplatz öffnet er den Zettel, auf dem steht: „Ich liebe dich“. In der Folge gestaltet es sich äußert schwierig, sich wieder zu treffen, sie sehen sich erst in der Kantine des Ministeriums, können dort aber nicht frei reden geschweige denn ihre Liebe ausleben. Doch Julia gelingt es, mehrere Treffen auf dem Land zu organisieren, wo sie und Winston ungestört von Überwachsungsapparaten Zärtlichkeiten austauschen können. Sie sprechen auch über ihre politischen Ansichten. Julia hasst die Partei, es gelingt ihr allerdings sehr gut, ihr Missfallen zu überspielen.

Sie engagiert sich in der Junioren Anti-Sex Liga, obwohl sie ihre sexuellen Bedürfnisse heimlich auslebt, und besucht jede Parteiveranstaltung. Von Winstons politischen Analysen ist sie eher gelangweilt. Bald treffen sie sich öfters in einem mit Dingen aus der Vergangenheit vollgestellten Zimmer über dem Kramsladen von Mr. Charrington. In diesem Zimmer gibt es keinen Teleschirm und es ist in der Stadt (wenn auch in einem Proles-Viertel), weswegen es sich gut für ihre geheimen Zusammenkünfte eignet.

Obwohl Sexualität verboten ist, sehen sich die beiden immer wieder. Julia denkt, dass die Sexualität verboten ist, um alle Energien der Menschen auf die Liebe zur Partei zu konzentrieren. Grundsätzlich ist Sexualität nur zur Fortpflanzung erlaubt, doch die Partei arbeitet bereits an der Möglichkeit, alle Fortpflanzung nur über künstliche Befruchtung zu ermöglichen.

Auf seiner Arbeit wird Winston Smith von seinem Kollegen O’Brien ins Vertrauen gezogen. Zusammen mit Julia besucht er O’Brien in seiner Wohnung, in der es möglich ist, den Teleschirm für eine gewisse Zeit abzustellen. Hier gibt sich O’Brien als Mitglied der geheimen Bruderschaft zu erkennen. Er übergibt Winston ein Exemplar des Buches Die Theorie und Praxis des oligarchischen Kollektivismus von Emmanuel Goldstein, dem berüchtigten Anführer der Bruderschaft.

Er liest das erste und das dritte Kapitel und meint, nur Dinge zu lesen, die er selber bereits entdeckt hat. Er erfährt, dass O’Brien ein Mitverfasser des Buches ist. Dennoch entdeckt Winston Smith keine Antworten auf seine Fragen. In dem Buch wird über das Kräftegleichgewicht zwischen den Supermächten und den Plan der Partei berichtet, den Wohlstand der Bevölkerung dauerhaft zu verhindern.

Als sie wieder einmal in dem geheimen Zimmer sind, besprechen sie ihre Zukunft. Julia würde gerne so weiter leben wie bisher und ihre Liebe zu Winston im Untergrund geheim halten. Winston hingegen hat sich zunehmend radikalisiert und plädiert für einen bewaffneten Kampf gegen den Großen Bruder. Sie wissen beide, dass sie gegen die Gesetze ihrer Gesellschaft verstoßen.

Just im Moment ihres Gespräches wird das Zimmer zunächst umstellt und gestürmt. Es stellt sich heraus, dass Mr. Charrington, der Besitzer des Kramladens ein Mitglied der Gedankenpolizei ist und sie durch einen versteckten Teleschirm die ganze Zeit beobachtet hat. Sie werden verhaftet.


3. Teil

Winston Smith wacht in einem fenstlerlosen Raum auf, in dem auf Grund einer ständigen Beleuchtung rasch sein Zeitgefühlt verliert. Er vermutet, dass er im Ministerium für Liebe ist. An jeder Wand seiner Zelle befindet sich ein Teleschirm. Winston ist nicht der einzige Gefangene, in seiner Zelle, ständig wechseln die Mitgefangenen. Auch Winston wird verlegt. Von den anderen Gefangenen erfährt er von dem Zimmer 101, vor dem sich alle fürchten.

Er bekommt nichts zu essen und magert nach und nach ab. Gleichzeitig wird er regelmäßigen Verhören unterzogen, die von O’Brien durchgeführt werden, von dem Winston dachte, dass er in der geheimen Bruderschaft engagiert sei. Er erfährt, dass er von O’Brien bereits seit sieben Jahren überwacht wurde und dass dieser ein Mitglied des inneren Zirkels der Partei ist. Zunächst wird Winston unter Folter gezwungen, zahlreiche Straftaten wie Spionage, Sabotage und Mord zu gestehen.

Darüber hinaus arbeitet O’Brien an der Zerstörung seiner Gedanken. Winston Smith wird einer Gehirnwäsche unterzogen, da die Partei zunächst alle gegen sie gerichteten Gedanken aus dem Kopf des Straftäters verbannen will, bevor dieser hingerichtet wird. Unter Androhung von Schmerzen und der Durchführung von Elektroschocks wird Winstons Geist allmählich gebrochen. Er eignet sich die beiden Denkverfahren Zwiedenk und Verbrechenstopp an, mit deren Hilfe er die Lügen der Partei als Wahrheit anerkennen kann.

Im Zusammenhang mit der geheimen Untergrundgesellschaft der Bruderschaft gibt sich O’Brien als Autor des geheimen Goldstein-Buches zu erkennen. Über die Motive der Partei erfährt Winston, dass es einzig um allein um Macht als Selbstzweck geht. Es gehe der Partei nur darum, Macht über Menschen auszuüben. Immer wenn Winston O’Brien Argumentation anzweifelt, wird er von Elektroschocks geschwächt. Schließlich konfrontiert O’Brien Winston mit seinem Spiegelbild, das ausgemergelt und zerschunden aussieht.

O’Brien verlangt, die einzelnen Schritte der Umerziehung lernen, verstehen und akzeptieren anzuerkennen. Es sieht so aus, als würde Winston die Partei anerkennen. Er bekommt wieder zu essen und sogar ein neues Gebiss. Als Winston trotz aller Versuche O’Briens eines Nachts noch immer von Julia träumt und ihren Namen schreit, wird er in das berüchtigte Zimmer 101 geführt. In diesem Raum werden die Gefangenen mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert.

O’Brien weiß, dass Winston schreckliche Angst vor Ratten hat und droht Winston an, sein Gesicht von zwei ausgehungerten Ratten zerfressen zu lassen, die er in einem Käfig vor sein Gesicht hält. Vollkommen von seiner Angst beherrscht, bittet Winston um Gnade und sagt, dass diese abscheuliche Art der Folter doch lieber Julia als ihm angetan werden solle. Er hat die Person, die er eben noch liebte, also verraten. O’brien ist zufrieden. Dennoch sieht die Umerziehung nicht vor, Winston endgültig in die Freiheit zu entlassen.

Zwar bekommt er einen neuen Job im Ministerium für Wahrheit, bei dem er nichts machen muss und somit die ganze Zeit die Propaganda des Teleschirms ansieht. Er vertreibt seine Zeit mit Schachspielen. Einmal sieht er Julia wieder, die eine hässliche Narbe im Gesicht hat und weitere Spuren von Folter aufweist. Sie empfinden nichts mehr für einander und jeder gesteht dem Anderen, dass er ihn verraten hat.

Winston ist vollkommen gebrochen und fühlt sich nur noch von der Liebe zum Großen Bruder erfüllt. Wahrscheinlich wird er am Ende erschossen, denn er sieht einen bewaffneten Mann hinter sich. Dieses stört Winston allerdings nicht, da er einzig und allein den Großen Bruder liebt.

George Orwell wurde 1903 in Motihari im Nordosten von Indien als Sohn eines englischen Kolonialbeamten geboren. Im Alter von einem Jahr siedelte er jedoch mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zurück nach England. Orwell, der ursprünglich Eric Arthur Blair heißt, war ein sehr guter Schüler, der unter anderem auf einem Internet der englischen Oberschicht ausgebildet wurde.

Nach der Schule kehrte Orwell zunächst wieder nach Indien zurück, wo er als neunzehnjähriger für die englische Kolonialpolizei zu arbeiten begann. Allerdings kündigte er 1927 diese Arbeit aus moralischen Gründen und auf Grund gesundheitlicher Probleme. Als Polizeibeamte war er ein Teil des Unterdückungssystems.

Über seine Erfahrung aus Indien schrieb er zwei Berichte. In den folgenden Jahren lebte er in England und Frankreich, konnte aber kein geregeltes Einkommen verzeichnen und kämpfte mit schwierigen Lebensumständen. Eine Zeitlang lebte er in Paris und London als Obdachloser auf der Straße. Diese Zeit schildert Orwell erstmals unter seinem heute bekannten Pseudonym in dem Buch „Down and Out in Paris and London“ („Erledigt in Paris und London“), das er 1933 veröffentlichte.

Orwells Interesse für Politik und Gerechtigkeit, ließen ihn 1937 am Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite einer trotzkistisch-marxistischen Arbeiterpartei kämpfen. Orwell kämpfte nicht nur gegen die faschistischen Militärputschisten um General Franco, sondern auch gegen stalinistische Anhänger innerhalb der republikanischen Widerstandsbewegung.

Seine Erlebnisse beschrieb Orwell in seiner 1938 erscheinenden Reportage „Hommage to Catalonia“ („Mein Katalonien“). In den Kriegshandlungen wurde Orwell schwer verwundet, weswegen er nach England zurückkehrte. Da er während des Zweiten Weltkriegs auf Grund einer Tuberkulose Erkrankung nicht zur Armee eingezogen wurde, verdiente er sein Geld mit Kriegsberichterstattungen (unter anderem für die BBC).

Im Jahr 1945 erschien die Fabel „Animal Farm“ („Farm der Tiere)“, die Orwell schlagartig berühmt werden ließ. In dem Buch schildert Orwell das Scheitern einer sozialistischen Revolution anhand der Übertragung des Weltgeschehens auf einen Bauernhof. Im Jahre 1948 erschien der Roman „1984“, in den der Schriftsteller zahlreiche Erinnerungen und Gedanken über die aktuelle Weltpolitische Situation einfließen ließ. 1950 starb Orwell an den Folgen seiner Tuberkulose Erkrankung im Alter von 46 Jahren.

In dem Roman überschneidet sich die Lebenswirklichkeit des Kalten Krieges mit der Darstellung des totalitären Staatenverbunds Ozeanien. So deutet zum Beispiel der Vorname von Winston Smith auf den während des Zweiten Weltkriegs regierenden englischen Premierminister Winston Churchill, dessen Vorname in dem Roman durch den Allerweltsnamen Smith ergänzt wird.

Gleichzeitig ergänzt der Roman die historische Konfliktsituation durch die Erwähnung zahlreicher technologischer Erfindungen, die es in der Nachkriegszeit noch nicht gab. So basieren die Überwachungsmöglichkeiten der ozeanischen Herrschaftspartei auf eben jenen Erneuerungen, die den fiktionalen Charakter von „1984“ in den Vordergrund treten lassen und den Roman zu einem der bekanntesten Science-Fiction Romane machen.