Als Sturm und Drang (auch Geniezeit, Genieperiode) bezeichnet man eine Literaturepoche, die auf die Jahre 1765 bis 1790 datiert werden kann. Der Sturm und Drang wurde vornehmlich von jungen Autoren getragen, die das literarische Schaffen gestalteten. Der Begriff geht auf die Kömödie Sturm und Drang von Friedrich Maximilian Klinger zurück.

Die wesentlichen Merkmale des Sturm und Drang lassen sich als ein Rebellieren gegen die Epoche der Aufklärung zusammenfassen, die das philosophische und literarische Leben in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestimmte und die Literatur maßgeblich beeinflusste.

Die Aufklärung forderte die Freiheit des Geistes und setzte den Verstand als eine der wichtigsten Größen der damaligen Zeit ein. Durch den geübten Einsatz der Vernunft sollte der Mensch seiner „Unmündigkeit“ (Kant) entfliehen, wobei literarische Schriften ihm dabei helfen und den Geist erhellen sollten. Literatur wurde in der Aufklärung folglich als ein Mittel zur Bildung des Menschen betrachtet.

Hinweis: In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie sich der Sturm und Drang gegen diese Forderungen der Aufklärung aufbäumte und wie es dazu kommen konnte. Weiterhin möchten wir Ihnen die Autoren und Werke der Zeit vorstellen und den historischen Kontext der Literaturepoche erläutern.

Zeitliche Einordnung der Epoche

In der Fachliteratur oder diversen Online-Enzykloädien finden sich teilweise unterschiedliche Angaben über die genaue Zeitspanne des Sturm und Drang, die voneinander abweichen.

Allerdings beginnen die wenigsten literarischen Strömungen an einem bestimmten Tag und enden abrupt an einem anderen. Viel eher entstehen Literaturepochen parallel zu einer bestehenden Strömung und laufen allmählich wieder aus, weshalb eine genaue Datumsangabe mitunter schwierig ist.

Folglich lässt sich auch die Epoche des Sturm und Drang sehr großzügig, ein wenig enger oder eben ganz eng betrachten und einteilen, was die unterschiedlichen Datumsangaben bewirkt.

Weit gefasste Datierung der Epoche: 1767 – 1785

Wer die Epoche weit gefasst datiert, nennt als Beginn das Publikationsdatum von Über die neuere deutsche Literatur von Johann Gottfried Herder und als Ende das letzte Jahr Johann Wolfgang von Goethes vorklassischer Phase in Weimar. Folglich wird die Epoche auf die Jahr 1767 bis 1785 beschränkt.

Herder hob in diesen literaturkritischen Fragmenten das Volkslied hervor und sprach ihm eine wichtige Rolle für die deutsche Literatur zu. Dieser Gedanke stand natürlich der vernunftbestimmten Aufklärung gegenüber, da das Volkslied weder bildend noch moralisch wertvoll war.

Goethe wandte sich in der Folge der Klassik zu. Dabei können wir diese Epoche als eine umfassende Verbindung von Aufklärung und Sturm und Drang deuten, da hierbei Vernunft und Gefühl in eine Einheit gebracht werden. Das Gefühl wird bejaht, aber eben gebändigt.

Eng gefasste Datierung der Epoche: 1770 – 1784

Datieren wir die Epoche eng, beziehen wir uns bei der Datumsangabe auf die gemeinsame Zeit von Goethe und Herder in Straßburg (1770) und setzen den Eckpunkt für das Ende der Strömung bei der Uraufführung von Friedrich Schillers Kabale und Liebe (1784).

Auch hierbei werden Herder und Goethe genannt. Allerdings beziehen wir uns auf das gemeinsame Schaffen der beiden Dichter und die daraus entstehenden Ideen. So unterstützte Goethe Herder bei einer Sammlung von Volksliedern aus dem Elsaß und vollendete seine Rede Zum Schäkespeares Tag in Straßburg, die als Wegbereiter des Sturm und Drang gelten kann.

Hinweis: Für diesen Beitrag haben wir uns für eine Zeitspanne von 1765 bis 1790 entschieden, da es schon vor dem Wirken der beiden Dichter Regungen gab, die das Schaffen begünstigten und der Geist des Sturm und Drang bis weit in die Klassik nachzuvollziehen ist.

Epochen der Literatur als Zeitstrahl

Merkmale der Literatur des Sturm und Drang

Die Literaturepoche des Sturm und Drang erhielt erst im 19. Jahrhundert diesen Namen. Dieser geht auf den Titel einer Komödie von Friedrich Maximilian Klinger zurück, die 1777 erschien.

Die Stürmer und Dränger waren häufig junge Autoren im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren, die sich gegen die vorherrschende Strömung der Aufklärung wandten. Die Aufklärung setzte die Vernunft und eine maßvolle Lebensführung als einen der wichtigsten Eckpfeiler des gesellschaftlichen Lebens und des philosophischen und literarischen Handelns voraus, was bei Stürmern und Drängern auf Ablehnung stieß.

Das Leitbild des Sturm und Drang war das Originalgenie. Dieses Genie lebte nach eigenen Gesetzen und Regeln und handelte nach den eigenen Wünschen, auch wenn es dabei stets Rücksicht auf andere Daseinsformen nahm. Maßgeblich für diese Regeln und Gesetze war das Gefühl oder auch Herz und eben nicht die Vernunft oder der Verstand. Deshalb wird diese Epoche auch als Geniezeit bezeichnet.

Beiden Epochen, Aufklärung und Sturm und Drang, ist allerdings gemein, dass sie sich gegen das System des Absolutismus wandten und die höfische Welt des Adels ablehnten. Deshalb ist der Protest gegen den Feudalismus (Lehnsherren besitzen Land und Leibeigene) ein zentraler Aspekt beider Strömungen.

Die Literatur der Epoche ist somit voller Emotionalität und Ablehnung gegenüber des Verstandes als höchstes Gut. In den meisten Werken finden wir den sogenannten Selbsthelfer, der jede Hürde nimmt, um seine eigene Individualität auszuleben und mitunter radikal gegen gesellschaftliche Normen verstößt.

Diese Radikalität der Stürmer und Dränger passte natürlich nicht zu den starren Regeln der Aufklärung oder des Barocks, die ein klares Regelwerk für die Poesie vorsahen. Folglich setzten die Autoren der Epoche dieser auferlegten Starre starke Kraftausdrücke, Halbsätze und volkstümliche Sprache entgegen. Die Sprache des Sturm und Drang kann als volksnah und jugendlich gelten.

Das bedeutet, dass der Sturm und Drang weniger versuchte, alte Werte, Normen und poetische Regeln zu imitieren, sondern diesen Originalität und Authentizität entgegensetzt und somit Wert auf eine ausdrucksstarke Wiedergabe von eigenen Erfahrungen in den Fokus der Betrachtung rückt.

Davon ausgehend, dass die Ideale des Sturm und Drang darauf basieren, dass das Gefühl, der Ausdruck und die authentische sowie ausdrucksvolle Wiedergabe von Erfahrung im Mittelpunkt stehen, ist es fast logisch, dass als wichtigste literarische Gattung das Drama gelten muss. Immerhin bietet das Drama einen großen Raum zur Interaktion mit dem Publikum und die Möglichkeit, Texte und einzelne Situationen ausdrucksstark und vor allem individuell in Szene zu setzen.

Übersicht der Epochen-Merkmale

  • Geniebegriff: Das Originalgenie wird zum Leitbild des schöpferischen Menschen erklärt. Ein Originalgenie ist ein Mensch, der nach seinen eigenen Gesetzen und Wünschen lebt und sich nicht unterordnet. Die freie Selbstentfaltung ist das Ziel des Originalgenies, wobei es stets Rücksicht auf andere Daseinsformen nimmt. Als Vorbild gilt William Shakespeare.
  • Drama: Eine der häufigsten literarischen Gattungen dieser Zeit war das Drama, das den Konflikt zwischen Jugend und der bestehenden Weltordnung thematisierte → Literarische Gattungen
  • Freie Poetik: Stürmer und Dränger wandten sich von einer allzu starren Form der Poetik ab und setzten eine individuelle, künstlerische Form dagegen. Das Original-Genie sollte die Wiedergabe seiner Erlebnisse keinen strengen Regeln unterwerfen, sondern frei mit diesen hantieren.
  • Gefühl: Als Jugendbewegung wandte man sich von den starren Vorstellungen der Aufklärung ab, die die Vernunft (ratio) in den Mittelpunkt rückte und widmete sich dem Gefühl (emotio) als zentralem Gegenstand des literarischen Schaffens.
  • Sprache: Die Stürmer und Dränger bedienten sich einer ausdrucksstarken Sprache, die häufig aus Halbsätzen oder auch Kraftausdrücken bestand. Demnach wurde die Sprache des Volkes und natürlich der Jugend auf die Theaterbühnen gebracht.
  • Kritik am Feudalismus: In dieser Kritik findet sich eine Schnittstelle zwischen Sturm und Drang und der Aufklärung. Beide erklären die Überwindung des feudalen Systems zum Ziel.

Epik des Sturm und Drang

Als eine neue literarische Gattung wurde der Briefroman im Sturm und Drang geschaffen. Diese Form der erzählenden Prosa vermittelte Echtheit (genaue Datierungen), eine Möglichkeit der unvermittelten Darstellung von Gefühlen (Briefwechsel) und traf folglich den Nerv der Zeit.

Als Paradebeispiel muss hier Die Leiden des Jungen Werthers gelten, den Johann Wolfgang von Goethe 1774 veröffentlichte. Hierbei spielt einerseits der Inhalt eine wesentliche Rolle, doch andererseits ist es die Form des Briefwechsels. So bietet der Roman eine gefühlte Echtheit und ermöglicht einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten Werther.

Hinweis: Werther ist im Roman ein Rechtspraktikant, der einem Freund in zahlreichen Briefen seine Gefühle beschreibt, wobei innere Konflikte offenbart werden und für den Leser eine unmittelbare Identifikation mit dem Gelesenen möglich wird.

Stürmer und Dränger verstanden das Werk als Protest gegen die aufgezwungenen und strengen Normen der Gesellschaft und als Rebellion gegen die Unterdrückung und Einschränkung des menschlichen Individuums, das sich nicht anders zu helfen weiß, als den Freitod als letzten Ausweg zu wählen.

Aufgrund des enormen Erfolgs und der Tatsache, dass die Selbstötung Werthers als letzte Möglichkeit der Hauptfigur dargestellt wird, kam es nach der Veröffentlichung zu zahlreichen Selbstmorden im Stile des jungen Werthers. Der Briefroman wurde in der Folge schon im Jahre 1775 verboten.

Lyrik des Sturm und Drang

Nicht nur die Epik bekam im Zuge des Sturm und Drang ein neues Genre spendiert, sondern auch in der Lyrik experimentierten Dichter mit unterschiedlichsten Formen und Elementen.

Erinnern wir uns daran, dass Stürmer und Dränger die Regeln einer starren Poetik missachteten, ist es nur eine logische Folge, dass vornehmlich freie Rhythmen die Lyrik der Strömung bestimmen und zur typischen Form der Dichtung erwachsen.

Doch abermals ist es Johann Wolfgang von Goethe, der 1770 beginnt, der Öffentlichkeit neuartige Werke zu präsentieren, die wir im Nachhinein als Erlebnislyrik bezeichnen werden und die noch bis ins 19. Jahrhundert die deutsche Natur- und Liebeslyrik prägen wird.

Den Gedichten liegen persönliche Erlebnisse zu Grunde, die im Gedicht zu allgemeinen Aussagen erweitert werden. Im Gegensatz zur traditionellen Liebeslyrik, zeigt Goethe die Liebe als etwas Totales, Umfassendes und nicht als eine Aufteilung in ernste-seelische oder scherzhafte-sinnliche Elemente.

Die Erlebnislyrik soll den Anschein erwecken, dass das Dargestellte unmittelbar ist – ja, fast eben erlebt und als sei es in einem Zug verfasst. Dabei ist die Natur ein zentrales Motiv der Erlebnislyrik und spiegelt häufig die Stimmung des lyrischen Ichs wider. Diese Merkmale gelten auch heutzutage für sehr viele Menschen als Charakteristika eines typischen Gedichtes.

Die Lyrik wirkt also wie eine glaubhafte Aussprache von Gefühlen des lyrischen Ichs und nicht wie eine theoretische Überlegung oder vernünftige und strenge Formkunst der alten Schule.

Aber nicht nur eine neue Untergattung entdeckte das lyrische Licht der Welt, sondern andere Formen, wie beispielsweise das Volkslied, wurden als dichterischen Werke akzeptiert und hervorgehoben. Bekannt ist hierbei vor allem Herders Sammlung Volkslieder (1778) die aus einer gemeinsamen Sammeltätigkeit mit Goethe entstand.

Herder kritisierte damit die arrogante Haltung der Aufklärer gegenüber dem gemeinen Volk und dessen Kultur. Er forderte dazu auf, die Wichtigkeit, Tiefe und „Ächtheit“ von Volkslied und -dichtung als Kunst anzuerkennen und nicht einfach zu ignorieren.

Hinweis: In Herders Sammlung finden sich zahlreiche Lieder, die wir auch heutzutage noch singen und in den Ohren haben. Beispielsweise das „Abendlied“ von Matthias Claudius (→ Schweifreim)

Dramatik des Sturm und Drang

Zwar findet sich in Goethes Werther ein Meilenstein der deutschen Literaturgeschichte, der als Vorläufer des modernen Romans gelten kann, doch das Drama war die verbreiteteste Gattung des Sturm und Drang und gilt als dominierende Form der künstlerischen Darstellung.

Die Behandlung aktueller gesellschaftlicher Probleme ist eine Neuerung des Dramas des Sturm und Drang gegenüber anderen Epochen. Dabei haben nahezu alle Dramen der Epoche einen Aspekt gemeinsam: Der Held scheitert am Ende und findet lediglich in Selbstmord, Mord oder Selbstverstümmelung einen Ausweg aus seiner jeweiligen Situation.

Weiterhin findet sich meist ein Held, der klar als Naturgenie zu identifizieren ist, das mit der bestehenden Weltordnung in einen Konflikt gerät. Dadurch wirken die handelnden Personen des Dramas häufig wie Verbrecher, da sie radikal gegen gesellschaftliche Normen verstoßen.

An dieser Stelle müssen Goethes Götz von Berlichingen (1773) und Schillers Die Räuber (1781) genannt werden. Und auch hier finden wir den eindeutigen Typus des Sturm und Drang wieder: das aufbegehrende Naturgenie, das im Mittelpunkt der Handlung steht und das Recht des Individuums auf ein freies Leben und Selbstbestimmung fordert und betont.

Kritiker bemängelten bei diesen Dramen den Bruch und die Vernachlässigung der dramatischen Technik und Einheiten. Sogar soweit, als dass die Dramen der Epoche sehr häufig an den Grenzen der Darstellbarkeit kratzten und für eine Aufführung nur schwerlich geeignet seien.

Aber auch dieser Aspekt kann als klares Merkmal des Dramas dieser Tage gewertet werden. Immerhin richteten sich die Stürmer und Dränger gegen die bestehenden Regeln der Poetik und forderten freie Formen und künstlerische Freiheiten.

Kurzübersicht: Epik, Lyrik, Drama

  • Epik: Der Briefroman wurde als neue literarische Gattung etabliert. Dies geschah vornehmlich durch Goethes Die Leiden des Jungen Werthers. Der Briefroman galt einerseits als authentisches Mittel und war außerdem gefühlbetont.
  • Lyrik: Das lyrische Schreiben erfuhr im Sturm und Drang eine starke Wandlung und wendete sich gegen das starre Regelwerk der Aufklärung und des Barocks. Zeitgenossen schrieben in freien Rhythmen und kreieren die Erlebnislyrik.
  • Drama: Dramatische Texte gelten als dominierende Gattung der Epoche und legen einen Fokus auf aktuelle Gesellschaftsprobleme der Epoche. Der Held ist meist ein Genie, das sich gegen die gesellschaftliche Ordnung wendet und radikal gegen Normen verstößt.

Sturm und Drang in Malerei, Architektur und Musik

Die meisten Strömungen werfen einen weiten Schatten auf alle Formen der künstlerischen Auseinandersetzung und kreativen Prozesse. Anders verhält es sich beim Sturm und Drang.

Finden sich in der Renaissance, dem Barock, dem Klassizismus und auch der Romantik immer Tendenzen, die sich in der Kunst niederschlagen, kann der Sturm und Drang durchaus als Phänomen in der Literatur betrachtet werden. Zwar gibt es einige Versuche, die wichtigsten Merkmale auf die bildende Kunst oder die Musik zu übertragen, doch es gibt keine entsprechende Epoche.

Natürlich lassen sich in allen künstlerischen Epochen Einflüsse von parallelen Strömungen ausmachen. Dennoch gibt es in anderen Bereichen keine Epoche, die die Bezeichnung „Sturm und Drang“ trägt.

Historischer Kontext der Literaturepoche

Der Sturm und Drang ist lediglich auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, weshalb der Blick auf das Deutschland dieser Zeit die wichtigsten Anhaltspunkte liefert. Dazu eine Übersicht.

  • Kleinstaaterei: Zwar wurde Deutschland schon als Deutsches Reich bezeichnet, doch bildete diese Bezeichnung lediglich einen Rahmen. Tatsache ist, dass Deutschland sich in zahlreiche Kleinstaaten und Reichstädte aufteilte und regelrecht zersplittert war.
  • Konfession: Die Grenzen der einzelnen Kleinstaaten bedeuteten auch häufig konfessionelle Unterschiede. Als Konfession bezeichnet man eine Untergruppe einer Religion, die sich in Lehre, Organisation oder Praxis von anderen Untergruppen unterscheidet.
  • Verwaltung: Dennoch wurden die einzelnen Staaten zunehmend zentralisiert regiert, was einen starken Ausbau des Verwaltungsapparat bedeutete. An diesem Ausbau war das Bürgertum maßgeblich beteiligt und übernahm selbst Aufgaben der Verwaltung.
  • Industrialisierung: Aber auch in wirtschaftlichen Bereichen kam das starke deutsche Bürgertum zum Einsatz und musste die aufkeimende Industrialisierung nahezu im Alleingang tragen.
  • Bürgertum: Industrialisierung und Verwaltung sind mit Sicherheit nur kleine Aspekte hierbei. Dennoch sorgte die zunehmende Aufgabenverteilung an das Bürgertum zu einem wachsenden Selbstbewusstsein dieser Schicht, was sich unmittelbar auf die Literatur auswirken sollte.

Vertreter und Werke

Die Autoren des Sturm und Drang waren meist jung und gehörten dem einfachen Bürgertum an. Vielen mangelte es von daher an einem Publikum für die eigenen Werke und dem finanziellen Rückhalt, weshalb wahrscheinlich zahlreiche Autoren in Vergessenheit geraten sind.

  • Vertreter und Vordenker des Sturm und Drang
    • Gottfried August Bürger (1747-1794)
      • Leonore (1773)
      • Der Bauer an seinen durchlauchigen Tyrannen (1774)
    • Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
    • Johann Gottfried von Herder (1744-1803)
      • Fragmente über die neuere deutsche Literatur (1767/68)
      • Volkslieder (1778/79)
    • Friedrich Maximilian Klinger (1752-1831)
      • Sturm und Drang (1776)
    • Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792)
      • Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung (1774)
      • Die Soldaten (1776)
    • Friedrich Schiller (1759-1805)
Sekundärliteratur und weiterführende Werke zum Thema Sturm und Drang
  • Fricke, Harald u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Berlin, New York: Walter Gruyter 2000, Bd.1-3
  • Otto F. Best: Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele 4. Aufl. Fischer, Frankfurt am Main 1998
  • Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001