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pomadig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
pomadig
Worttrennung
po·ma·dig
Komparativ
pomadiger
Superlativ
am pomadigsten

Gebrauch: Älter: mit Pomade versehen; regional auch blasiert, umgangssprachlich auch langsam und träge.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Pomadig kann mit Pomade geglättetes oder fettglänzendes Haar beschreiben. Übertragen bezeichnet das Wort je nach Gebrauch auch ein selbstgefälliges Auftreten oder ein träges, gemächliches Verhalten. Die Bedeutungen und ihre Bewertungen müssen auseinandergehalten werden.

Bedeutungen

Mit Pomade versehen

Bei Haaren kann pomadig bedeuten, dass sie mit Pomade behandelt und entsprechend geglättet oder glänzend sind. Dieser Gebrauch wirkt heute älter.

„Sein pomadiges Haar glänzte im Licht.“

Er beschreibt zunächst das Aussehen, nicht den Charakter des Menschen.

Selbstgefällig auftreten

Regional kann pomadig ein blasiertes, anmaßendes oder dünkelhaftes Auftreten bezeichnen. Das Wort ist dann eine negative Deutung des Verhaltens.

„Die Figur beantwortet die Frage mit pomadiger Selbstsicherheit.“

Sie sollte in einer Charakterisierung an konkreten Äußerungen oder Handlungen gezeigt werden.

Langsam und träge handeln

Umgangssprachlich kann pomadig auch schwerfälliges oder übermäßig gemächliches Handeln meinen. Das ist keine Aussage über Haarpflege.

„Bei der dringenden Aufgabe reagierte er erstaunlich pomadig.“

Die Bewertung hängt davon ab, welches Tempo die Situation tatsächlich erfordert.

pomadig: Synonyme und andere Wörter

Aussehen und Auftreten

fettglänzend · glatt · blasiert

Fettglänzend passt zur Haarbeschreibung, blasiert zum übertragenen Auftreten. Glatt ist weiter und kann ganz andere Eigenschaften benennen. Ein Austausch muss daher zuerst die richtige Bedeutung treffen.

„Pomadiges Haar“ lässt sich durch „fettglänzendes Haar“ erklären; „blasiertes Haar“ wäre keine entsprechende Beschreibung.

Ein langsames Verhalten

träge · gemächlich · schwerfällig

Träge enthält häufig einen Vorwurf mangelnder Aktivität. Gemächlich kann auch angenehm ruhig gemeint sein. Pomadig wirkt in einer dringenden Situation eher kritisch; diese Bewertung darf nicht automatisch auf jede ruhige Person übertragen werden.

„Sie arbeitet pomadig“ → „Sie arbeitet gemächlich“ kann den Vorwurf abschwächen.

Beispiele und Verwendung

„In der Szene wird sein pomadiges Auftreten mehrfach durch abfällige Antworten sichtbar.“

Die konkrete Rede stützt die Charakterisierung. Die bloße Frisur würde den Vorwurf nicht tragen.

„Die beiden gehen gemächlich spazieren; pomadig wäre hier eine zusätzliche negative Wertung.“

Ein ähnliches Tempo kann je nach Situation anders bewertet werden. Ein passendes Wort beschreibt auch den jeweiligen Zweck.

Grammatik und Beugung

Die Steigerung lautet pomadiger, am pomadigsten. Beim attributiven Gebrauch wird das Adjektiv gebeugt: mit pomadiger Miene. Die Form allein verrät die Bedeutung nicht. Aus dem Satz muss hervorgehen, ob Aussehen, Selbstgefälligkeit oder Trägheit gemeint ist.

pomadig: Starke Deklination: ohne Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativpomadigerpomadigepomadigespomadige
Genitivpomadigenpomadigerpomadigenpomadiger
Dativpomadigempomadigerpomadigempomadigen
Akkusativpomadigenpomadigepomadigespomadige
pomadig: Schwache Deklination: mit bestimmtem Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativder pomadigedie pomadigedas pomadigedie pomadigen
Genitivdes pomadigender pomadigendes pomadigender pomadigen
Dativdem pomadigender pomadigendem pomadigenden pomadigen
Akkusativden pomadigendie pomadigedas pomadigedie pomadigen
pomadig: Gemischte Deklination: mit unbestimmtem Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativein pomadigereine pomadigeein pomadiges(keine) pomadigen
Genitiveines pomadigeneiner pomadigeneines pomadigen(keiner) pomadigen
Dativeinem pomadigeneiner pomadigeneinem pomadigen(keinen) pomadigen
Akkusativeinen pomadigeneine pomadigeein pomadiges(keine) pomadigen