Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst
Form & Grammatik
- Grundform
- Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Lernen, Arbeit und Erfahrung
- Form
- Zwei parallel gebaute Sätze mit benannten Tätigkeiten.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Etwas zu beginnen fällt oft leichter, als verlässlich dabeizubleiben.
Bedeutung
Nach dem Beginn zuverlässig dabeibleiben
Eine erste Begeisterung kann den Start erleichtern. Schwieriger wird es manchmal, nachlassenden Reiz, Wiederholung und Rückschläge auszuhalten. „Kunst“ bedeutet hier Können, nicht ausschließlich ein künstlerisches Werk.
„Die ersten drei Übungen waren schnell erledigt; nun brauchen wir einen dauerhaften Rhythmus. Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst.“
Das Beispiel unterscheidet die erste Motivation von der späteren Ausdauer. Ein schwerer Anfang bleibt in anderen Situationen möglich.
Ein gelungener Anfang garantiert keinen dauerhaften Erfolg. Umgekehrt kann es sinnvoll sein, ein ungeeignetes Vorhaben zu beenden.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Aller Anfang ist schwer
„Aller Anfang ist schwer“ hilft bei Problemen des Starts. Der historische Gegenspruch betrachtet besonders die Schwierigkeiten nach einem zunächst leichten Beginn.
Die erste Melodie kann mühsam sein; nach den ersten Erfolgen regelmäßig weiterzuüben ist eine andere Herausforderung.
Beispiele und Verwendung
Durchhalten organisieren
„Wir legen feste Termine fest, damit das Vorhaben nicht nach der ersten Woche einschläft.“
Ausdauer wird durch eine konkrete Arbeitsweise unterstützt; bloßes Durchhalten ist nicht bei jedem ungeeigneten Vorhaben sinnvoll.
Form und Varianten
„Anfangen“ und „Beharren“ werden hier als substantivierte Infinitive gelesen. Beide stehen als Subjekt bei „ist“. Das Komma trennt zwei selbstständige Satzteile.
