April tut, was er will
Form & Grammatik
- Grundform
- April tut, was er will.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Zeit, Geduld und Gelegenheiten
- Form
- Personifizierung des Monats in einem Haupt- und Nebensatz.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Der April gilt im Sprichwort als Monat mit wechselhaftem Wetter.
Bedeutung
Wechselhaftes Aprilwetter kommentieren
Der Monat wird wie eine eigenwillige Person dargestellt. Unterschiedliche Wetterlagen folgen im Spruch scheinbar nach seiner Laune aufeinander. Die Redensart kommentiert eine Erfahrung, liefert aber keine verlässliche Wettervorhersage.
„Vorhin Sonne, jetzt ein kurzer Schauer: April tut, was er will.“
Die Beobachtung passt zum Bild des wechselhaften Monats. Der Satz behauptet nicht, dass jeder Apriltag an jedem Ort gleich verläuft.
Der Spruch ist keine meteorologische Regel und sagt nichts Sicheres über einen bestimmten Tag oder Ort voraus.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Die Schwalbe wird zum Bild für voreilige allgemeine Schlüsse. Der April-Spruch kommentiert unmittelbar das wechselnde Wetter.
Ein warmer Vormittag beweist noch keinen Sommer; ein Schauer am Nachmittag kann die Aprilbemerkung auslösen.
Beispiele und Verwendung
Einen Wetterwechsel locker kommentieren
„Wir packen die Jacken wieder aus. April tut, was er will.“
Für konkrete Planungen braucht man dennoch die tatsächlichen Bedingungen und eine passende Vorhersage.
Form und Varianten
„April“ ist das Subjekt. „Er“ bezieht sich auf den maskulinen Monatsnamen. Vor „was“ steht ein Komma; „tut“ und „will“ stehen im Präsens Singular.
