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Aus einem Reis wird kein Besen

Form & Grammatik

Grundform
Aus einem Reis wird kein Besen.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Lernen, Arbeit und Erfahrung
Form
Aussagesatz mit „Reis“ im alten Sinn von Zweig.
Gebrauch
Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt

Definition · kurz erklärt

Für ein tragfähiges Ganzes braucht es oft mehrere Beiträge.

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Bedeutung

Ein Ganzes braucht mehrere Beiträge

„Reis“ meint hier einen dünnen Zweig. Ein einzelner Zweig bildet noch keinen brauchbaren Reisigbesen; erst das Bündel erhält die nötige Breite. Das Bild lässt sich auf eine gemeinsame Aufgabe übertragen.

„Mit einer einzigen Schichtbesetzung können wir den ganzen Tag nicht öffnen. Aus einem Reis wird kein Besen.“

Der vorhandene Beitrag wird nicht wertlos genannt. Er reicht allein für das geplante Ganze noch nicht aus.

Nicht jede Aufgabe braucht viele Beteiligte. Entscheidend ist, ob die vorhandenen Beiträge für den konkreten Zweck ausreichen.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Viele Köche verderben den Brei

Viele Köche warnen vor unkoordiniertem Zusammenwirken. Der Besen betont, dass eine Aufgabe manchmal mehrere passend verbundene Beiträge braucht.

Zu viele widersprüchliche Anweisungen können stören; zu wenige abgestimmte Helfende können ebenfalls ein Problem sein.

Beispiele und Verwendung

Eine gemeinsame Aufgabe planen

„Wir suchen ergänzende Beiträge, damit aus den einzelnen Teilen ein vollständiges Angebot wird.“

Die Beiträge müssen zusammenpassen, nicht bloß zahlreich sein.

Form und Varianten

„Einem Reis“ steht nach „aus“ im Dativ. Das Nomen ist hier neutral und meint keinen gekochten Reis als Lebensmittel. „Kein Besen“ ist der Nominativ zur Konstruktion „wird“.