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Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel

Form & Grammatik

Sprichwort
Grundform
Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Entscheidungen, Glück und Folgen
Form
Parallele Sätze mit „der eine“ und „der andre“.
Gebrauch
Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt

Definition · kurz erklärt

Die Arbeit eines Menschen kann vor allem einem anderen zugutekommen.

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Bedeutung

Arbeit und Gewinn können ungleich verteilt sein

Eine Person scheucht den Vogel auf, eine andere fängt ihn. Das Jagdbild zeigt, dass die vorbereitende Arbeit nicht notwendig der Person zugutekommt, die sie leistet. Der Spruch kann eine ungerechte Verteilung kritisieren.

„Sie hat die Kontakte aufgebaut; den Auftrag erhält nun ein anderer. Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.“

Vorbereitung und Nutzen fallen hier auseinander. Ob das unfair ist, hängt auch von den Absprachen ab.

Arbeitsteilung ist nicht automatisch Ausbeutung. Gemeinsame Ziele und eine vereinbarte Aufteilung können den unterschiedlichen Nutzen erklären.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Viele Köche verderben den Brei

Die vielen Köche betreffen Schwierigkeiten der Abstimmung. Der Busch-Spruch betrachtet eher, wer Aufwand leistet und wer den Ertrag erhält.

Eine Zusammenarbeit kann gut funktionieren und trotzdem ihren Nutzen unfair verteilen.

Beispiele und Verwendung

Beiträge vor der Verteilung klären

„Wir halten fest, wer die Vorarbeit geleistet hat, bevor wir den Erfolg nur einer Person zuschreiben.“

Die Würdigung sollte sich auf tatsächliche Beiträge stützen.

Form und Varianten

„Der eine“ und „der andre“ bezeichnen unbestimmt Personen. „Andre“ ist eine verkürzte Form von „andere“. „Auf den Busch“ beschreibt die Richtung des Klopfens; „den Vogel“ ist das Akkusativobjekt zu „fängt“.