Es schlägt nicht immer ein, wenn es blitzt
Form & Grammatik
- Grundform
- Es schlägt nicht immer ein, wenn es blitzt.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Verneinter Hauptsatz mit anschließendem „wenn“-Satz.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Ein bedrohliches Vorzeichen führt nicht zwangsläufig zum befürchteten Schaden.
Bedeutung
Ein Warnzeichen bedeutet noch keinen sicheren Schaden
Der sichtbare Blitz wird dem tatsächlichen Einschlag gegenübergestellt. Übertragen erinnert der Spruch daran, dass eine drohende Möglichkeit nicht in jedem Fall zur befürchteten Folge führt. Er kann übermäßige Angst begrenzen.
„Eine kritische Frage bedeutet noch nicht, dass unser Vorschlag abgelehnt wird. Es schlägt nicht immer ein, wenn es blitzt.“
Ein beunruhigendes Signal wird von einem bereits eingetretenen Ergebnis unterschieden.
Auch wenn ein befürchteter Schaden nicht sicher eintritt, bleibt ein echtes Risiko bestehen. Der Spruch ist keine Empfehlung zum Verhalten bei einem Gewitter.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Wo Rauch ist, ist auch Feuer
Rauch legt eine vorhandene Ursache nahe. Der Blitz-Spruch begrenzt den Schluss von einem Warnzeichen auf einen bestimmten folgenden Schaden.
Eine Ursache zu vermuten und eine künftige Folge sicher vorauszusagen sind verschiedene Schlüsse.
Beispiele und Verwendung
Eine Befürchtung prüfen
„Wir nehmen die Kritik ernst, warten aber die Entscheidung ab.“
Die Reaktion verbindet Aufmerksamkeit mit einem offenen Urteil.
Form und Varianten
„Einschlagen“ wird im Hauptsatz getrennt: „schlägt … ein“. Beide „es“ gehören hier zur unpersönlichen Wetterdarstellung. Das Komma steht vor dem Nebensatz mit „wenn“.
