Kaufe, was du nicht brauchst, so wirst du bald verkaufen müssen, was du brauchst
Form & Grammatik
- Grundform
- Kaufe, was du nicht brauchst, so wirst du bald verkaufen müssen, was du brauchst.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Geld, Besitz und das richtige Maß
- Form
- Warnung in Imperativform mit anschließendem Folgesatz.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Unnötige Ausgaben können später dazu zwingen, auf wichtige Dinge zu verzichten. Der Spruch fordert dazu auf, Wünsche und tatsächlichen Bedarf auseinanderzuhalten.
Bedeutung
Unnötige Käufe gegen wichtige Bedürfnisse abwägen
Der erste Teil beschreibt einen Kauf ohne wirklichen Bedarf. Im zweiten werden die möglichen Folgen umgekehrt: Nun muss etwas verkauft werden, das gebraucht wird. Die Zuspitzung macht deutlich, dass verfügbare Mittel nicht beliebig vermehrbar sind und heutige Entscheidungen spätere Möglichkeiten beeinflussen.
„Die teure Sammlung hat die ganze Reserve aufgezehrt. Kaufe, was du nicht brauchst, so wirst du bald verkaufen müssen, was du brauchst.“
Das Beispiel beschreibt eine konkrete Verschiebung der Prioritäten. Es erklärt nicht jede spätere Geldnot durch unnötiges Kaufen.
Finanzielle Schwierigkeiten können viele Ursachen haben. Der Spruch sollte nicht zur pauschalen Schuldzuweisung gegenüber Menschen in Not werden.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Geld will einen guten Vormund haben
Der gute Vormund empfiehlt sorgfältigen Umgang mit Geld allgemein. Dieser Satz zeigt eine mögliche Folge fehlender Prioritäten bei Anschaffungen.
Eine Übersicht über Verpflichtungen kann helfen, einen reizvollen Kauf gegen notwendige Ausgaben abzuwägen.
Beispiele und Verwendung
Vor einer größeren Ausgabe Prioritäten prüfen
„Ist uns dieser Wunsch die Reserve wirklich wert? Kaufe, was du nicht brauchst, so wirst du bald verkaufen müssen, was du brauchst.“
Die Frage nach konkreten Folgen ist hilfreicher als ein allgemeines Verbot angenehmer Anschaffungen.
Form und Varianten
Kaufe ist ein Imperativ. Die beiden was-Sätze benennen die gekauften beziehungsweise verkauften Dinge und werden durch Kommas abgetrennt. Wirst … verkaufen müssen verbindet das Futur mit dem Modalverb müssen. So kündigt die Folge an.
