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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Form & Grammatik

Sprichwort
Grundform
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Entscheidungen, Glück und Folgen
Form
Vergleich mit „lieber … als …“ ohne finites Verb.

Definition · kurz erklärt

Ein schmerzhafter Abschluss kann besser sein als ein belastender Zustand, der sich unbegrenzt fortsetzt. Der Spruch begründet eine Entscheidung für ein Ende trotz ihrer unmittelbaren Nachteile.

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Bedeutung

Eine dauernde Belastung beenden

Die Wörter Ende und Schrecken wechseln ihre Stellung. Dadurch stehen ein begrenzter schwieriger Moment und ein anhaltender problematischer Zustand einander gegenüber. Der Satz kann Mut zum Abschluss machen, etwa bei einem aussichtslos gewordenen Vorhaben.

„Wir beenden das Projekt mit Verlust, statt jeden Monat weitere Kosten anzuhäufen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Die Beteiligten vergleichen den einmaligen Verlust mit einer erwarteten fortgesetzten Belastung. Der Spruch fasst ihre Abwägung zusammen, liefert aber nicht selbst die notwendigen Zahlen oder Alternativen.

Ein vorschneller Abbruch kann ebenfalls schaden. Ob ein Ende wirklich besser ist, hängt von der konkreten Situation und den verfügbaren Möglichkeiten ab; die zugespitzte Formel ersetzt diese Prüfung nicht.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“ empfiehlt einen Abschluss auf einem guten Höhepunkt. Der Schrecken-Spruch betrifft dagegen die Beendigung einer bereits belastenden Lage.

Eine gelungene Feier rechtzeitig zu beenden ist eine andere Entscheidung als ein dauerhaft verlustreiches Vorhaben aufzugeben.

Beispiele und Verwendung

Einen schwierigen Schluss erklären

„Die ständigen Verschiebungen helfen niemandem. Wir sagen die Veranstaltung ab: lieber ein Ende mit Schrecken.“

Die Kurzfassung setzt das bekannte Gegenstück voraus und kann Entschlossenheit, aber auch Resignation ausdrücken.

Form und Varianten

Lieber bezeichnet die bevorzugte Möglichkeit. Nach mit steht der Dativ, nach ohne der Akkusativ. Vor als steht in dieser einfachen Vergleichsfügung kein Komma.

Varianten und Abwandlungen

Belegt ist auch die Fassung mit „Besser“ statt „Lieber“.