Man muss nicht alle Berge ebnen wollen
Form & Grammatik
- Grundform
- Man muss nicht alle Berge ebnen wollen.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Modalverbkonstruktion mit zwei Infinitiven.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Nicht jedes Hindernis muss vollständig beseitigt werden; manches lässt sich umgehen oder hinnehmen.
Bedeutung
Nicht jedes Hindernis vollständig beseitigen müssen
Alle Berge einzuebnen wäre ein gewaltiger Aufwand. Das Bild empfiehlt, zwischen notwendigen Veränderungen und Hindernissen zu unterscheiden, mit denen man leben oder die man umgehen kann. Es geht um einen angemessenen Umgang mit begrenzten Kräften.
„Für den kleinen Ausflug brauchen wir keine perfekte Planung jedes Schritts. Man muss nicht alle Berge ebnen wollen.“
Nicht jede Unsicherheit muss vor dem Aufbruch verschwinden. Die wichtigen Voraussetzungen werden dadurch nicht entbehrlich.
Ein ernstes Hindernis darf nicht mit dem Spruch verharmlost werden. Welche Änderung notwendig ist, muss im Einzelfall geklärt werden.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Man kann nicht alles haben
„Man kann nicht alles haben“ betrifft unvereinbare Wünsche. Die Berge betreffen den Aufwand, sämtliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Einen Kompromiss zu wählen und eine unnötige Perfektionierung zu lassen können zur selben Entscheidung führen.
Beispiele und Verwendung
Wesentliches von Nebensächlichem trennen
„Wir lösen zuerst die zwei Probleme, die den Start wirklich verhindern.“
Die Auswahl sollte begründet sein und nicht allein der Bequemlichkeit dienen.
Form und Varianten
„Muss“ verbindet sich mit „wollen“ und dem davon abhängigen „ebnen“. „Alle Berge“ steht im Akkusativ. „Nicht alle“ beschränkt den Umfang, statt jede Veränderung abzulehnen.
