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Rache ist süß

Form & Grammatik

Sprichwort
Grundform
Rache ist süß.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Menschen, Sprache und Zusammenleben
Form
Aussagesatz mit einem übertragen gebrauchten Adjektiv.

Definition · kurz erklärt

Eine Vergeltung kann der handelnden Person Genugtuung verschaffen. Der Spruch beschreibt die Freude daran, jemandem ein früheres Verhalten heimzuzahlen, häufig in spöttischem oder scherzhaftem Ton.

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Bedeutung

Genugtuung durch Vergeltung ausdrücken

Süß überträgt einen angenehmen Geschmack auf ein Gefühl. Die Rache erscheint als befriedigende Antwort auf eine erlebte Kränkung oder Niederlage. Die knappe Formel kann dieses Gefühl feiern, es aber durch den Zusammenhang auch kritisch sichtbar machen.

„Beim letzten Quiz hat er über meinen Fehler gespottet; heute habe ich gewonnen. Rache ist süß.“

Die Sprecherin erlebt den Sieg als Ausgleich für den früheren Spott. Das Beispiel bleibt bei einem harmlosen Wettbewerb und rechtfertigt keine Schädigung der anderen Person.

Genugtuung macht eine Handlung nicht automatisch fair oder angemessen. Vergeltung kann Konflikte verstärken und Unbeteiligte treffen. Der Spruch beschreibt ein Gefühl, liefert aber keine moralische Erlaubnis zur Rache.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Schadenfreude ist die schönste Freude

Schadenfreude kann entstehen, ohne dass man den Misserfolg eines anderen verursacht hat. Rache setzt dagegen eine beabsichtigte Antwort auf ein früheres Verhalten voraus.

Über einen fremden Fehler zu schmunzeln ist Schadenfreude; einen Wettbewerb bewusst als Revanche zu betrachten bringt zusätzlich einen Vergeltungsgedanken hinein.

Beispiele und Verwendung

Eine spielerische Revanche kommentieren

„Diesmal hast du beim Tischtennis keine Chance gehabt. Rache ist süß!“

Der scherzhafte Ton passt nur, wenn beide den Wettbewerb so erleben und die Bemerkung nicht demütigend wird.

Form und Varianten

Rache ist das Subjekt im Singular. Süß steht nach ist prädikativ ohne Endung und wird kleingeschrieben. Das Wort enthält nach langem Vokal ein ß. Die Grundform hat kein Komma.