Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank
Form & Grammatik
- Grundform
- Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Menschen, Sprache und Zusammenleben
- Form
- Vorangestellter „was“-Satz und Imperativ „bezahle“.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Wo eine Hilfe nicht mit Geld vergolten werden kann, bleibt ausdrückliche Dankbarkeit wichtig.
Bedeutung
Nicht bezahlbare Hilfe wenigstens ausdrücklich würdigen
Manche Hilfe lässt sich nicht sinnvoll mit Geld ausgleichen. Der Spruch nennt den Dank als verbleibende Form der Anerkennung. „Wenigstens“ erinnert daran, die Leistung nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
„Für die vielen Gespräche kann ich dir kein Geld geben, aber ich möchte dir sagen, was sie mir bedeutet haben.“
Die persönliche Unterstützung wird ausdrücklich gewürdigt. Das Beispiel betrifft keine geschuldete entgeltliche Leistung.
Der Spruch darf nicht benutzt werden, um berechtigte Bezahlung durch bloßes Lob zu ersetzen. Persönlicher Dank und geschuldete Gegenleistung sind verschiedene Dinge.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Danken kostet nichts und gefällt Gott und Menschen wohl
Danken kostet wenig und kann allgemein angenehm sein. Der zweite Spruch betrachtet besonders Hilfe, deren Wert sich nicht durch Geld ausdrücken lässt.
Für einen kleinen Handgriff zu danken und langjährige Unterstützung persönlich zu würdigen folgen demselben Gedanken in unterschiedlichem Umfang.
Beispiele und Verwendung
Eine persönliche Hilfe anerkennen
„Ich schreibe ihr, wie sehr mir die Begleitung in dieser Zeit geholfen hat.“
Eine eigene konkrete Rückmeldung ist oft aussagekräftiger als eine allgemeine Dankesformel.
Form und Varianten
„Mit Gelde“ zeigt ein älteres Dativ-e, heute meist „mit Geld“. „Bezahle“ ist ein Imperativ Singular. „Mit Dank“ enthält ebenfalls einen Dativ.
