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Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser

Form & Grammatik

Sprichwort
Grundform
Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Lernen, Arbeit und Erfahrung
Form
Vorangestellter „wenn“-Satz mit anschließendem Hauptsatz.
Gebrauch
Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt

Definition · kurz erklärt

Der Wert einer selbstverständlichen Ressource wird oft erst bei ihrem Fehlen erkannt.

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Bedeutung

Fehlendes macht seinen Wert besonders sichtbar

Solange Wasser selbstverständlich aus dem Brunnen kommt, wird sein Nutzen leicht übersehen. Erst das Ausbleiben lenkt den Blick auf die bisherige Abhängigkeit. Das Bild kann auch auf Hilfe, Infrastruktur oder andere vertraute Grundlagen bezogen werden.

„Seit der Aufzug ausfällt, merken wir, wie wichtig er für den Alltag ist. Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.“

Der Ausfall zeigt einen zuvor wenig beachteten Nutzen. Der Spruch kann zu früherer Wertschätzung anregen.

Nicht jeder Mensch übersieht vorhandene Hilfe oder Ressourcen. Der Spruch beschreibt eine mögliche Haltung, keine unvermeidliche menschliche Eigenschaft.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Geld allein macht nicht glücklich

Geld ist nur eine von mehreren Grundlagen des Wohlbefindens. Der trockene Brunnen lenkt den Blick auf eine konkrete Grundlage, deren Wert erst beim Fehlen auffällt.

Ein Mittel abstrakt wichtig zu finden und seinen Nutzen im Ausfall zu spüren sind unterschiedliche Erfahrungen.

Beispiele und Verwendung

Vorhandene Unterstützung anerkennen

„Wir bedanken uns nicht erst dann für die Betreuung, wenn sie einmal ausfällt.“

Der Gedanke kann zu rechtzeitiger Anerkennung und sorgfältiger Pflege führen.

Form und Varianten

„Trocken“ steht prädikativ ohne Endung bei „ist“. „Das Wasser“ ist das Akkusativobjekt zu „schätzt“. Vor dem Hauptsatz steht ein Komma.