Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen
Form & Grammatik
- Grundform
- Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Geld, Besitz und das richtige Maß
- Form
- „Wer“-Satz und Modalverb-Satz mit einer Zahlengegenüberstellung.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Bei größeren Vorhaben sollte man mit höheren Kosten als zunächst gedacht rechnen.
Bedeutung
Bei großen Vorhaben Reserven einplanen
Die zwei Pfennige für einen übertreiben bewusst den Abstand zwischen erster Erwartung und späterem Aufwand. Beim Bauen können zusätzliche Arbeiten oder übersehene Posten auftreten. Übertragen betrifft der Spruch auch andere umfangreiche Vorhaben.
„Beim Umbau kam die alte Leitung zum Vorschein. Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.“
Die ursprüngliche Schätzung deckte nicht alle nötigen Arbeiten. Die Zahl zwei ist ein warnendes Bild, keine verlässliche Kostenformel.
Der Spruch gibt keine geeignete Reservehöhe für einen bestimmten Bau vor. Eine konkrete Kalkulation braucht die tatsächlichen Bedingungen.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not
Sparen in guten Zeiten schafft eine allgemeine Rücklage. Der Bau-Spruch bezieht sich auf unterschätzte Kosten eines bestimmten Vorhabens.
Eine Rücklage für die Zukunft und ein realistischer Plan für eine Renovierung erfüllen unterschiedliche Zwecke.
Beispiele und Verwendung
Eine erste Schätzung hinterfragen
„Sind Transport, Vorbereitung und Entsorgung in dem Betrag schon enthalten?“
Die Prüfung einzelner Posten macht die Warnung praktisch nutzbar.
Form und Varianten
„Pfennige“ ist der Plural von „Pfennig“. Nach „für“ steht „einen“ im Akkusativ; das Nomen Pfennig bleibt dort unausgesprochen. „Rechnen“ bedeutet hier einkalkulieren.
