Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen
Form & Grammatik
- Grundform
- Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Freier „wer“-Satz mit anschließendem Futur I.
Definition · kurz erklärt
Wer Gewalt einsetzt, riskiert, selbst Opfer von Gegengewalt zu werden. Der Spruch warnt vor einer Spirale der Gewalt und beschreibt ihre mögliche Rückwirkung auf die Handelnden.
Bedeutung
Vor der Rückwirkung eigener Gewalt warnen
Das Schwert steht als Bild für gewaltsames Handeln. Dasselbe Mittel erscheint zunächst als gewählte Handlung und anschließend als Ursache des eigenen Untergangs. Die symmetrische Form macht die Warnung besonders eindringlich.
„Wer einen Streit mit Gewalt entscheiden will, setzt sich selbst einer gefährlichen Eskalation aus. Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“
Die Aussage warnt vor einer möglichen Folge des gewaltsamen Vorgehens. Sie soll kein festes Schicksal vorhersagen und keine Vergeltung gegen die betreffende Person fordern.
Gewaltverläufe sind nicht so einfach vorhersehbar. Auch Unbeteiligte können betroffen sein. Der Spruch rechtfertigt weder Gegengewalt noch die Annahme, jedes Opfer habe seine Lage selbst verursacht.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Wer Wind sät, wird Sturm ernten
„Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ warnt allgemeiner vor verstärkten negativen Folgen des eigenen Handelns. Das Schwertbild bezieht sich ausdrücklich auf Gewalt und ihre Rückwirkung.
Eine provokante Bemerkung kann einen Streit verschärfen; der Einsatz von Gewalt bringt darüber hinaus eine unmittelbare Gefahr für Menschen mit sich.
Beispiele und Verwendung
Einen gewaltfreien Weg anmahnen
„Eine gewaltsame Antwort beendet den Konflikt nicht. Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“
Die Warnung sollte die Suche nach einem anderen Umgang unterstützen, nicht selbst als Drohung ausgesprochen werden.
Form und Varianten
Nach nimmt steht ein Komma. Wird umkommen ist Futur I; umkommen bleibt als Infinitiv zusammengeschrieben. Nach durch steht Akkusativ: das Schwert. Nimmt gehört zu nehmen.
Varianten und Abwandlungen
Die Fassung „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen“ ist ebenfalls belegt.
