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Wer dem Bächlein nachgeht, kommt zu dem Brunnen

Form & Grammatik

Sprichwort
Grundform
Wer dem Bächlein nachgeht, kommt zu dem Brunnen.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Lernen, Arbeit und Erfahrung
Form
„Wer“-Satz mit den Verben „nachgehen“ und „kommen“.
Gebrauch
Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt

Definition · kurz erklärt

Wer einer Wirkung oder Spur folgt, kann zu ihrem Ursprung gelangen.

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Bedeutung

Einer Spur bis zum Ursprung folgen

Ein Bachlauf führt im Bild zu seinem Ursprung. Der Brunnen bezeichnet dabei die Quelle, nicht notwendig ein modernes gefasstes Bauwerk. Übertragen empfiehlt der Spruch, sichtbare Folgen Schritt für Schritt zurückzuverfolgen.

„Wir schauen, an welcher Stelle die falsche Zahl zuerst auftaucht. Wer dem Bächlein nachgeht, kommt zu dem Brunnen.“

Die Prüfung folgt einer nachvollziehbaren Spur. Der Ursprung wird nicht allein aus dem letzten sichtbaren Fehler geraten.

Nicht jede Ursache lässt sich durch eine einzige Spur finden. Mehrere unabhängige Ursprünge oder Lücken können die Suche erschweren.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Rauch lässt eine Ursache vermuten. Das Bächlein-Bild beschreibt eher den Weg, auf dem man die Ursache weiter untersucht.

Ein Anzeichen bemerken ist der Anfang; seine Entstehung nachzuvollziehen verlangt weitere Schritte.

Beispiele und Verwendung

Eine Entstehung nachvollziehen

„Wir vergleichen die Fassungen rückwärts, bis die Änderung zum ersten Mal erscheint.“

Der beschriebene Ablauf macht das Bild zu einem verständlichen Vorgehen.

Form und Varianten

„Dem Bächlein“ steht im Dativ zu „nachgehen“. Die Verkleinerungsendung „-lein“ macht das Nomen neutral. „Zu dem Brunnen“ enthält ebenfalls einen Dativ.