Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker
Form & Grammatik
- Grundform
- Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Lernen, Arbeit und Erfahrung
- Form
- Zwei Sätze mit vertauschten Rollen von Mensch und Acker.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Wer ein Gut regelmäßig pflegt, erhält daraus langfristig Nutzen.
Bedeutung
Pflege erhält den späteren Nutzen
Der Acker wird zunächst gepflegt und erscheint anschließend selbst als versorgende Kraft. Die Umkehr verbindet Aufwand mit Ertrag. Übertragen kann auch eine Fähigkeit oder ein verlässlich betreuter Bestand langfristig nützlich bleiben.
„Wir warten die alten Geräte regelmäßig. Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.“
Die technische Pflege wird mit der Sorge um ein Feld verglichen. Sie soll den späteren Nutzen sichern; ein bestimmter Ertrag wird damit nicht garantiert.
Sorgfalt ist eine wichtige Voraussetzung, aber keine Garantie für Ertrag. Wetter und andere äußere Bedingungen können das Ergebnis verändern.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Ohne Fleiß kein Preis
„Ohne Fleiß kein Preis“ fordert Anstrengung für ein Ziel. Das Ackerbild betont die dauerhafte Pflege einer vorhandenen Grundlage.
Für eine Prüfung intensiv zu lernen und die erworbenen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen sind verwandte, aber verschiedene Aufgaben.
Beispiele und Verwendung
Regelmäßige Betreuung begründen
„Der Gemeinschaftsgarten bleibt nur ergiebig, wenn wir uns auch zwischen den Ernten darum kümmern.“
Das konkrete Gartenbeispiel bleibt nahe am ursprünglichen Bild.
Form und Varianten
Der vorangestellte „wer“-Satz endet vor dem Komma. „Den“ im Hauptsatz nimmt die Person im Akkusativ auf; „der Acker“ wird dort zum Subjekt. „Pflegt“ steht in beiden Teilen im Singular.
