dafür
Form & Grammatik
Adverb- Stichwort
- dafür
- Worttrennung
- da·für
- Gebrauch
- unveränderlich; keine Deklination in der hier erklärten adverbialen Verwendung
Unveränderliches Pronominaladverb als Rückverweis auf eine für-Gruppe. Bei ausdrücklich genannten Personen ist für ihn oder für sie häufig eindeutiger.
dafür: Verweist auf eine Sache oder einen Zweck, für den etwas gilt; es kann Zustimmung, Gegenleistung oder einen ausgleichenden Vorteil ausdrücken.
Für eine Sache, einen Zweck oder eine Gegenleistung
Dafür ersetzt in vielen Sätzen eine Verbindung mit für. „Wir brauchen eine neue Karte. Dafür fehlt uns das Papier.“ Gemeint ist: Für die neue Karte fehlt das Papier. Das Wort vermeidet eine Wiederholung, muss aber einen klaren Bezug haben.
Bei einer Entscheidung kann dafür Zustimmung ausdrücken. „Ich bin dafür“ bedeutet, dass die Person den angesprochenen Vorschlag unterstützt. Das ist nicht dasselbe wie die Aussage, dass sie ihn selbst ausführen wird oder in allen Einzelheiten billigt.
Beim Tausch bezeichnet dafür eine Gegenleistung: Jemand erhält etwas und gibt dafür etwas anderes. Auch ein ausgleichender Gegensatz ist möglich: „Das Zimmer ist klein, dafür aber sehr hell.“ Hier wird ein Vorteil einem anderen Merkmal gegenübergestellt; ein tatsächlicher Tausch findet nicht statt.
Synonyme: Welche Alternative passt?
| Alternative | Passender Zusammenhang | Unterschied |
|---|---|---|
| für diesen Zweck | ein zuvor genanntes Vorhaben | Löst den Bezug ausdrücklich auf. |
| zugunsten des Vorschlags | eine befürwortende Haltung | Passt bei einer Entscheidung, nicht beim Preis einer Sache. |
| als Gegenleistung | Tausch oder Entgelt | Hebt die Beziehung zwischen Geben und Erhalten hervor. |
| zum Ausgleich | ein gegenübergestellter Vorteil | Passt bei einer ausgleichenden Bewertung, nicht bei jeder Verwendung. |
Zwei Satzvergleiche
Eigener Beispielsatz: „Für den Ausflug wird ein früher Start vorgeschlagen. Die meisten sind dafür.“
Zum Vergleich: „Für den Ausflug wird ein früher Start vorgeschlagen. Die meisten befürworten den Vorschlag.“
Die zweite Fassung nennt ausdrücklich, worauf sich die Zustimmung bezieht. Beide Sätze lassen offen, ob die betreffenden Personen den Ausflug organisieren.
Eigener Beispielsatz: „Sie repariert das Regal und erhält dafür zwei Bücher.“
Zum Vergleich: „Sie repariert das Regal und erhält deshalb zwei Bücher.“
Dafür legt in diesem Zusammenhang eine Gegenleistung nahe. Deshalb erklärt nur einen ursächlichen Zusammenhang und lässt etwa auch eine unerwartete Anerkennung zu. Die Abmachung wird weniger deutlich.
Ein unveränderliches Verweiswort
Dafür wird zusammengeschrieben und nicht gebeugt. Als Pronominaladverb kann es eine für-Gruppe mit Bezug auf eine Sache oder einen Sachverhalt ersetzen. Bei einer ausdrücklich genannten Person ist eine persönliche Form meist klarer: Das Geschenk ist für Mira; es ist für sie.
In dafür sein bleibt sein ein eigenes Wort. Ein nachfolgender dass-Satz kann erläutern, was befürwortet wird: Ich bin dafür, dass wir zuerst die Texte vergleichen. Vor diesem Nebensatz steht ein Komma.
| Satz | Funktion |
|---|---|
| Dafür brauchen wir mehr Zeit. | Bezug auf ein Vorhaben |
| Dafür habe ich bezahlt. | Bezug auf eine Sache oder Leistung |
| Ich bin dafür. | Zustimmung |
| Die Strecke ist länger, dafür aber ruhiger. | Ausgleichender Gegensatz |
Zustimmung verständlich machen
In einer Erörterung sollte „Ich bin dafür“ nicht die ganze Begründung ersetzen. Benenne den Vorschlag und erkläre anschließend, welche Gründe ihn stützen. Das Verb billigen kann Zustimmung ebenfalls ausdrücken, enthält aber auch nicht von selbst eine Begründung.
