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zurzeit

Form & Grammatik

Adverb
Stichwort
zurzeit
Worttrennung
zur·zeit

Gebrauch: Unveränderliches Zeitadverb. In der Bedeutung gegenwärtig zusammen und klein geschrieben; die Wortgruppe zur Zeit eines Ereignisses ist davon zu unterscheiden.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Zurzeit bedeutet jetzt, gegenwärtig oder im Augenblick. Es beschreibt den Stand zur betrachteten Gegenwart und nennt keinen festen Endtermin. Man schreibt das Adverb zusammen; zur Zeit mit einem ergänzenden Zeitbezug ist eine andere Wortgruppe.

Bedeutungen

1 Den gegenwärtigen Stand benennen

Zurzeit bezieht eine Aussage auf die jeweilige Gegenwart. Das kann ein kurzer Zeitraum oder eine länger andauernde Lage sein. Ein alter Aushang mit zurzeit bleibt auf den damaligen Zeitpunkt bezogen und beschreibt nicht automatisch die heutige Lage.

„Zurzeit sucht die Theatergruppe einen neuen Proberaum.“

Die Suche läuft zum Zeitpunkt der Mitteilung. Wann sie begonnen hat und wann sie endet, steht nicht im Wort.

Synonyme: andere Wörter für zurzeit

Zurzeit oder derzeit?

Derzeit ist im gegenwärtigen Gebrauch meist ein nahes Ersatzwort. Beide lassen die genaue Dauer des Zustands offen.

Bei älteren Texten muss der Bezug aus der damaligen Sprechsituation erschlossen werden. Ein Wort für jetzt verschiebt ein früheres Ereignis nicht in unsere Gegenwart.

„Zurzeit wird die Bühne umgebaut.“ – „Derzeit wird die Bühne umgebaut.“ Beide beschreiben denselben gegenwärtigen Stand.

Zurzeit oder vorübergehend?

Vorübergehend betont eine begrenzte Dauer. Zurzeit stellt zunächst nur fest, was gegenwärtig gilt. Deshalb ist vorübergehend nicht in jedem Satz eine genaue Alternative.

Eine zurzeit bestehende Regelung kann später geändert werden; das Wort verspricht aber keinen bestimmten Änderungstermin. Für eine Befristung braucht es eine zusätzliche Angabe.

„Zurzeit findet der Kurs online statt.“ – „Der Kurs findet bis Ende Mai online statt.“ Nur der zweite Satz nennt eine ausdrückliche zeitliche Grenze.

Beispiele und Verwendung

Eine Nachricht eindeutig gestalten

„Zurzeit ist unser Lesesaal geschlossen. Die nächste Öffnung ist für Montag angekündigt.“

Der zweite Satz ergänzt den gegenwärtigen Stand um eine konkrete Planung. Aus zurzeit allein ließe sich Montag nicht ableiten.

Einen alten Text einordnen

„Im Brief heißt es, die Familie lebe zurzeit in einer kleinen Wohnung.“

Der Zeitbezug gehört zur damaligen Mitteilung. Eine Inhaltsangabe sollte den Satz nicht als Nachricht über den heutigen Wohnort behandeln.

Grammatik und Beugung

Zurzeit ist ein unveränderliches Adverb. Es hat keine Fall-, Personen- oder Steigerungsformen. Die Worttrennung ist zur·zeit. Gebräuchliche Abkürzungen sind zz. und zzt.; in gut verständlichen Fließtexten ist das ausgeschriebene Wort häufig klarer.

In der Bedeutung gegenwärtig schreibt man zurzeit klein und zusammen. Die Wortgruppe zur Zeit kann dagegen einen bestimmten Zeitraum benennen und durch eine weitere Angabe ergänzt werden.

Zurzeit oder zur Zeit?

Zurzeit lässt sich im gemeinten Satz durch gegenwärtig ersetzen. Zur Zeit meiner Großeltern meint dagegen während einer näher bezeichneten früheren Zeit. Hier bleibt Zeit ein großgeschriebenes Nomen.

„Zurzeit fahren hier keine Züge.“ – „Zur Zeit des Umbaus fuhren hier keine Züge.“

Die erste Fassung beschreibt den gegenwärtigen Stand. Die zweite bezieht die Aussage auf den ausdrücklich genannten Umbauzeitraum. Die unterschiedliche Bedeutung erklärt die Schreibung.