Ding
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Ding
- Worttrennung
- Ding
- Artikel
- das Ding
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Dings / des Dinges
- Plural
- die Dinge / die Dinger
Ding ist ein sehr allgemeines Wort für einen Gegenstand oder eine Angelegenheit. Es hilft, wenn ein genauer Name unbekannt, unwichtig oder gerade nicht verfügbar ist. In vielen Wendungen darf man es jedoch nicht wörtlich durch „Gegenstand“ ersetzen.
Ein Wort für vieles
In „Was ist das für ein Ding?“ geht es meist um etwas Greifbares. „Wir müssen zwei Dinge besprechen“ meint dagegen Themen oder Angelegenheiten. Die genaue Bedeutung ergibt sich also aus dem Satz, nicht allein aus dem Wort.
Hinzu kommen feste Verbindungen: „Das ist nicht mein Ding“ beschreibt eine fehlende Vorliebe oder ein ungewohntes Betätigungsfeld. „Guter Dinge sein“ bedeutet zuversichtlich oder gut gestimmt sein. „Ein krummes Ding drehen“ spielt auf ein fragwürdiges Vorhaben an. In solchen Ausdrücken trägt die ganze Wendung die Bedeutung. Personen als „Dinger“ zu bezeichnen kann herablassend oder objektivierend wirken und ist keine neutrale Beschreibung.
Genauer benennen statt pauschal ersetzen
| Wort | Wann es passt | Grenze |
|---|---|---|
| Gegenstand | Greifbarem Objekt | Nicht für jede Angelegenheit passend. |
| Sache | Objekt oder Thema | Ähnlich allgemein, oft im Alltag brauchbar. |
| Angelegenheit | Zu klärendem Sachverhalt | Förmlicher und nicht körperlich gemeint. |
| Gerät / Werkzeug / Bauteil | Bekannter Funktion | Genauer, wenn die Funktion tatsächlich feststeht. |
| Thema / Punkt | Besprechung oder Textgliederung | Hilft beim Ordnen von Inhalten. |
Zwei Satzpaare mit Erklärung
„Leg das Ding auf den Tisch.“ – „Leg den Schraubendreher auf den Tisch.“ Die zweite Fassung ist außerhalb der sichtbaren Situation verständlicher. Im Gespräch mit einer Zeigegeste kann „Ding“ dagegen problemlos ausreichen.
„Das ist nicht mein Ding.“ – „Das ist nicht mein Gegenstand.“ Die zweite Fassung erhält die Bedeutung nicht. Passender wäre je nach Zusammenhang „Das mache ich nicht gern“ oder „Dafür interessiere ich mich nicht besonders“.
Dinge oder Dinger?
Es heißt das Ding, des Dings oder des Dinges. Es gibt die Pluralformen Dinge und Dinger. „Dinge“ passt besonders zu Angelegenheiten und allgemeinen Aussagen; „Dinger“ klingt oft umgangssprachlich und bezieht sich häufig auf konkrete Gegenstände. Im Dativ steht den Dingen beziehungsweise den Dingern.
Deklination von DingDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Ding | die Dinge / die Dinger |
| Genitiv | des Dings / des Dinges | der Dinge / der Dinger |
| Dativ | dem Ding / dem Dinge | den Dingen / den Dingern |
| Akkusativ | das Ding | die Dinge / die Dinger |
Beim Schreiben
Prüfe bei jedem „Ding“, ob dein Leser den Bezug bereits kennt. In einer Anleitung sollte eine genaue Bezeichnung folgen, damit nichts verwechselt wird. In einem Dialog kann das ungenaue Wort dagegen Nähe, Ratlosigkeit oder Ärger zeigen. Seine Wirkung hängt davon ab, was die Figur weiß und wie sie über den Gegenstand spricht.
