Firlefanz
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Firlefanz
- Worttrennung
- Fir·le·fanz
- Artikel
- der
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Firlefanzes
- Plural
- ohne Plural bei Sachen und Unsinn; seltene Personenbezeichnung: die Firlefanze
Umgangssprachlich und abwertend.
Bei unnötigen Sachen oder Unsinn ohne Plural. Firlefanze bezeichnet selten Personen, die Unfug treiben; dieser Personenbezeichnung gehört die Pluralspalte.
Firlefanz: Firlefanz bezeichnet umgangssprachlich etwas, das als überflüssig, wertlos oder unsinnig abgewertet wird. Gemeint sein können Dinge, Verhaltensweisen oder Gerede.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Wer eine Verzierung Firlefanz nennt, hält sie für unnötig oder ohne echten Wert. Wer eine lange Erklärung so abtut, weist deren Inhalt oder Aufwand ab. Das Wort nennt damit nicht nur einen Gegenstand, sondern enthält bereits ein deutliches Urteil.
Eine andere Person kann dieselbe Verzierung schätzen oder die Erklärung für notwendig halten. In einem sachlichen Text sollte deshalb erkennbar bleiben, wessen Bewertung wiedergegeben wird. Firlefanz ist keine neutrale Bezeichnung für jede Dekoration.
Selten kann das Wort auch eine Person abwertend bezeichnen. Diese Verwendung ist von der üblichen Sammelbezeichnung für unnötige Dinge oder Unsinn zu unterscheiden und eignet sich nicht für eine sachliche Personenbeschreibung. In einer Figurenrede kann die abwertende Wortwahl jedoch zeigen, was die sprechende Figur wichtig findet und welche Interessen anderer Menschen sie gerade gering schätzt.
Synonyme im Zusammenhang vergleichen
| Alternative | Unterschied und Verwendung |
|---|---|
| Krimskrams | Vor allem eine Ansammlung kleiner, wenig geschätzter Dinge. |
| Schnickschnack | Ähnlich abwertend bei unnötigem Beiwerk. |
| Unsinn | Besonders bei Aussagen oder Verhalten. |
| Verzierung | Neutraler; behauptet nicht, dass etwas wertlos oder überflüssig ist. |
„Die Schleifen sind Firlefanz.“ – „Die Schleifen sind Verzierungen.“
Die zweite Fassung beschreibt ihre Funktion. Die erste wertet sie als unnötig ab. Ein bloßer Ersatz verändert damit die Haltung der Aussage.
„Er hält den Zusatz für Firlefanz.“ – „Der Zusatz ist Firlefanz.“
Im ersten Satz bleibt die Bewertung einer Person zugeordnet. Der zweite übernimmt sie als unbedingte Aussage. Für die Wiedergabe einer Meinungsverschiedenheit ist dieser Unterschied entscheidend.
Grammatik und Verwendung
Das maskuline Nomen lautet der Firlefanz und des Firlefanzes. Als Bezeichnung für unnötige Dinge oder Unsinn wird es ohne Plural gebraucht. Der seltene Personenplural Firlefanze gehört zu einer anderen Verwendung.
Umgangssprachlich und abwertend. Bei unnötigen Sachen oder Unsinn ohne Plural. Firlefanze bezeichnet selten Personen, die Unfug treiben; dieser Personenbezeichnung gehört die Pluralspalte.
Deklination von FirlefanzDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Firlefanz | die Firlefanze |
| Genitiv | des Firlefanzes | der Firlefanze |
| Dativ | dem Firlefanz | den Firlefanzen |
| Akkusativ | den Firlefanz | die Firlefanze |
In einer Überarbeitung kann man das konkrete Problem nennen: „Der Zusatz wiederholt bereits Gesagtes“ erklärt mehr als „Das ist Firlefanz“. So wird aus einer bloßen Abwertung ein überprüfbares Argument.
