Gattin
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Gattin
- Worttrennung
- Gat·tin
- Artikel
- die Gattin
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Gattin
- Plural
- die Gattinnen
Gehobene Bezeichnung. Die Tabelle zeigt Gattin mit unverändertem Singular und dem Plural Gattinnen. Männlich: der Gatte, des Gatten, dem Gatten, den Gatten. Der Plural Gatten kann auch mehrere Ehepartner bezeichnen.
Gattin ist eine gehobene Bezeichnung für eine Ehefrau. Das Wort beschreibt die eheliche Beziehung und kann je nach Situation feierlich, förmlich oder bewusst altmodisch wirken. Die männliche Entsprechung lautet Gatte.
Eine Beziehung, keine Eigenschaft
Wer eine Frau als Gattin bezeichnet, stellt ihre Beziehung zu einer anderen Person in den Vordergrund. Die Bezeichnung sagt nichts darüber, welchen Beruf sie ausübt oder wie sie sich verhält. Für eine Charakterisierung müssen solche Informationen deshalb aus konkreten Handlungen gewonnen werden.
In einer Einladung oder einer feierlichen Rede kann das Wort zum Stil passen. Im gewöhnlichen Gespräch wirkt Ehefrau oft unauffälliger. In einem literarischen Text kann die förmliche Wortwahl gesellschaftliche Distanz, Konventionen oder eine ironische Haltung mittragen. Welche Lesart zutrifft, hängt vom Zusammenhang ab.
Ehefrau, Frau und Gemahlin
- Ehefrau ist eine sachliche und eindeutige Alternative. Sie benennt die Ehe ohne besondere feierliche Färbung.
- Frau kann in „seine Frau“ ebenfalls die Ehefrau meinen, bezeichnet allein aber nicht zwingend eine verheiratete Person.
- Gemahlin wirkt noch stärker gehoben oder zeremoniell und ist deshalb kein neutraler Ersatz in jeder Alltagssituation.
„Zur Feier erscheint der Gast mit seiner Gattin.“
„Zur Feier erscheint der Gast mit seiner Ehefrau.“
Der Sachverhalt bleibt gleich. Der erste Satz klingt förmlicher; der zweite fügt sich leichter in einen nüchternen Bericht ein.
„Die Erzählerin nennt sie wiederholt die Gattin des Richters.“
„Die Erzählerin nennt sie wiederholt die Partnerin des Richters.“
Die zweite Bezeichnung lässt offen, ob eine Ehe besteht. Außerdem verändert sie den gesellschaftlichen Ton. Sie ist deshalb nicht bedeutungsgleich, auch wenn dieselbe Person gemeint sein könnte.
Weibliche und männliche Form
Im Singular bleibt Gattin unverändert: die Gattin, mit der Gattin. Der Plural heißt Gattinnen. Bei Gatte erhalten die anderen Fälle eine Endung: der Gatte, des Gatten, dem Gatten, den Gatten. Gatten kann außerdem mehrere Ehepartner bezeichnen.
Gehobene Bezeichnung für eine Ehefrau; männliche Form: Gatte, des Gatten, die Gatten. Im Singular bleibt Gattin unverändert: die Gattin, mit der Gattin. Der Plural heißt Gattinnen. Bei Gatte erhalten die anderen Fälle eine Endung: der Gatte, des Gatten, dem Gatten, den Gatten. Gatten kann außerdem mehrere Ehepartner bezeichnen. Gehobene Bezeichnung. Die Tabelle zeigt Gattin; die männliche Entsprechung lautet Gatte, des Gatten, dem Gatten, den Gatten, im Plural die Gatten.
Deklination von GattinDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Gattin | die Gattinnen |
| Genitiv | der Gattin | der Gattinnen |
| Dativ | der Gattin | den Gattinnen |
| Akkusativ | die Gattin | die Gattinnen |
Die Perspektive im Blick behalten
Beim Beschreiben einer Figur sollte die Beziehungsbezeichnung dort stehen, wo sie für den Text wichtig ist. Ihre eigenen Entscheidungen und Aussagen lassen sich anschließend mit ihrem Namen wiedergeben. So bleibt deutlich, dass die eheliche Rolle nur ein Teil der dargestellten Person ist.
