Geck
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Geck
- Worttrennung
- Geck
- Artikel
- der Geck
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Gecken
- Plural
- die Gecken
Abwertend für einen eitlen, auffällig herausgeputzten Mann. Schwache Beugung: des, dem und den Gecken; Plural: die Gecken. Die Form eines Gecks entspricht nicht dieser üblichen Beugung.
Ein Geck ist ein Mann, der wegen seiner Eitelkeit und seines auffällig gepflegten oder herausgeputzten Auftretens abwertend beschrieben wird. Die Bezeichnung verbindet äußere Selbstdarstellung mit einem negativen Urteil über die Person.
Eine wertende Figurenbezeichnung
Ein Geck legt nach dieser Darstellung großen Wert darauf, elegant, modisch oder bewundernswert zu erscheinen. Entscheidend ist nicht allein die Kleidung, sondern die als übertrieben oder eingebildet bewertete Haltung. Ein sorgfältig gekleideter Mann ist deshalb nicht automatisch ein Geck.
In älteren Erzählungen kann das Wort zum Wortschatz des Erzählers oder einer Figur gehören. Es vermittelt dann zugleich eine Perspektive auf gesellschaftliches Auftreten. Wer die Bezeichnung verwendet, grenzt sich häufig von der beschriebenen Eitelkeit ab. Ob dieses Urteil gerechtfertigt ist, muss der Text zeigen.
Modegeck, Stutzer oder Angeber?
- Modegeck hebt den Bezug zu modischer Kleidung ausdrücklich hervor.
- Stutzer bezeichnet ebenfalls einen auf elegantes Äußeres bedachten Mann und wirkt heute besonders altertümlich.
- Angeber ist weiter. Er kann mit Wissen, Besitz oder Erfolgen prahlen, ohne auffällig gekleidet zu sein.
„Der Erzähler verspottet den Besucher als Gecken.“
„Der Erzähler verspottet den Besucher als Modegecken.“
Die zweite Fassung lenkt den Blick stärker auf Kleidung und Mode. Sie passt, wenn entsprechende Beschreibungen diese Deutung tragen.
„Sie hält ihn wegen seiner ständigen Erfolgsgeschichten für einen Angeber.“
„Sie hält ihn wegen seiner ständigen Erfolgsgeschichten für einen Gecken.“
Ohne Hinweise auf das eitle äußere Auftreten ist der zweite Ausdruck weniger genau. Die Wörter teilen eine negative Bewertung, aber nicht denselben Bedeutungskern.
Ein schwach gebeugtes Nomen
Außer im Nominativ Singular steht Gecken: des Gecken, dem Gecken, den Gecken. Auch der Plural lautet die Gecken. Deshalb heißt es „Sie begegnet einem Gecken“. Die Form eines Gecks entspricht nicht dieser üblichen Beugung.
Abwertende Bezeichnung für einen eitlen, auffällig herausgeputzten Mann. Außer im Nominativ Singular steht Gecken: des Gecken, dem Gecken, den Gecken. Auch der Plural lautet die Gecken. Deshalb heißt es „Sie begegnet einem Gecken“. Die Form eines Gecks entspricht nicht dieser üblichen Beugung. Abwertend. Die Beugung lautet des, dem und den Gecken, im Plural die Gecken.
Deklination von GeckDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Geck | die Gecken |
| Genitiv | des Gecken | der Gecken |
| Dativ | dem Gecken | den Gecken |
| Akkusativ | den Gecken | die Gecken |
Urteil und Beobachtung trennen
Eine Charakterisierung kann zunächst die beobachtbare Handlung nennen, etwa das wiederholte Prüfen des eigenen Spiegelbilds. Danach lässt sich erläutern, weshalb der Erzähler die Figur als Gecken bewertet. So wird das abwertende Wort erklärt, ohne aus eleganter Kleidung unmittelbar auf einen schlechten Charakter zu schließen.
