Meine Wörter

Gedanke

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Gedanke
Worttrennung
Ge·dan·ke
Artikel
der Gedanke
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Gedankens
Plural
die Gedanken

Genitiv: des Gedankens. Dativ und Akkusativ: dem beziehungsweise den Gedanken; auch der Plural lautet Gedanken. Nur der Genitiv Singular erhält zusätzlich s. Das großgeschriebene Nomen ist vom Partizip gedacht zu unterscheiden.

Formen und Verwendung im Detail

Ein Gedanke ist etwas, das jemand denkt: eine Überlegung, Vorstellung, Idee oder Absicht. Welche dieser Bedeutungen gemeint ist, zeigen die Ergänzung und die Situation. Nicht jeder Gedanke ist bereits ein fester Plan.

Überlegung, Einfall und leitende Idee

Ein Gedanke kann sich langsam beim Nachdenken entwickeln oder plötzlich als Einfall auftauchen. Er kann eine Frage betreffen, eine mögliche Handlung entwerfen oder eine Erinnerung begleiten. Das Wort bezeichnet dabei den gedanklichen Inhalt, nicht automatisch seine Richtigkeit.

In einem Vortrag kann ein Gedanke auch eine tragende Aussage sein. Bei einer Erzählung sind die Gedanken einer Figur dagegen von ihren ausgesprochenen Worten und ihren Handlungen zu unterscheiden. Eine Figur kann etwas erwägen und sich später bewusst dagegen entscheiden.

Idee, Überlegung oder Absicht?

  • Idee hebt oft einen Einfall oder einen neuen Lösungsansatz hervor.
  • Überlegung betont das prüfende Nachdenken und kann mehrere Möglichkeiten einbeziehen.
  • Absicht ist bestimmter: Eine Handlung soll tatsächlich ausgeführt werden. Ein bloßer Gedanke muss noch keine Absicht sein.

„Ihr kommt der Gedanke, die Geschichte rückwärts zu erzählen.“
„Ihr kommt die Idee, die Geschichte rückwärts zu erzählen.“

Beide Sätze beschreiben einen Einfall. Idee betont hier den gestalterischen Vorschlag; noch steht nicht fest, ob sie ihn umsetzt.

„Er spielt mit dem Gedanken, das Dorf zu verlassen.“
„Er hat die Absicht, das Dorf zu verlassen.“

Die zweite Fassung macht die Entscheidung fester. Wer nur mit einem Gedanken spielt, erwägt eine Möglichkeit und kann noch unentschlossen sein.

Besondere Endungen

Die Formen lauten der Gedanke, des Gedankens, dem Gedanken, den Gedanken. Auch der Plural ist Gedanken. Der Genitiv erhält somit zusätzlich ein s. Das großgeschriebene Nomen unterscheidet sich vom Partizip gedacht: „Sie hat lange darüber nachgedacht.“

Die Formen lauten der Gedanke, des Gedankens, dem Gedanken, den Gedanken. Auch der Plural ist Gedanken. Der Genitiv erhält somit zusätzlich ein s. Das großgeschriebene Nomen unterscheidet sich vom Partizip gedacht: „Sie hat lange darüber nachgedacht.“ Genitiv: des Gedankens. Dativ und Akkusativ: dem beziehungsweise den Gedanken. Das zusätzliche s gehört nur zum Genitiv Singular.

Deklination von GedankeDie vier Fälle
Gedanke: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Gedankedie Gedanken
Genitivdes Gedankensder Gedanken
Dativdem Gedankenden Gedanken
Akkusativden Gedankendie Gedanken

Sich Gedanken machen

Sich über etwas Gedanken machen kann längeres Nachdenken oder Sorge ausdrücken: „Sie macht sich Gedanken über die neue Aufgabe.“ Ob sie eine Lösung plant oder sich beunruhigt, erklärt erst der Kontext. Jemanden auf andere Gedanken bringen heißt dagegen, ihn abzulenken: Eine gemeinsame Tätigkeit verändert vorübergehend den Gegenstand seiner Aufmerksamkeit.