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Kanone

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Kanone
Worttrennung
Ka·no·ne
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Kanone
Plural
die Kanonen

Gebrauch: Technische Grundbedeutung von umgangssprachlichem Waffen- und Personenbezug unterscheiden.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Kanone ist eine Art Geschütz. Umgangssprachlich kann Kanone auch eine Schusswaffe allgemein oder eine besonders leistungsstarke Person auf einem bestimmten Gebiet bezeichnen. Welche Bedeutung gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.

Bedeutungen

Die wörtliche Bedeutung gehört zur Waffentechnik und Militärgeschichte. In einem Museumstext kann Kanone einen bestimmten Typ Geschütz benennen. Der umgangssprachliche Gebrauch für andere Schusswaffen ist weniger genau und sollte nicht ungeprüft in eine technische Beschreibung übernommen werden.

Als Personenbezeichnung ist Kanone ein auffälliges Lob: Jemand gilt in einer Tätigkeit als besonders gut. Der Ausdruck wird verständlicher, wenn der Bereich genannt wird. Eine Kanone im Kopfrechnen ist nicht automatisch in jeder anderen Aufgabe ebenso leistungsstark.

Die beiden Bedeutungen begegnen außerdem in Bildern und Redewendungen. Dabei wird meist die Vorstellung großer Wirkung oder Stärke auf einen anderen Bereich übertragen. Eine tatsächliche Waffe ist dann nicht gemeint.

Kanone: Synonyme und andere Wörter

Das Gerät benennen

Geschütz · Schusswaffe

Geschütz ist der weiter gefasste technische Begriff. Schusswaffe ist noch allgemeiner. In einem historischen Text kann eine genauere Typbezeichnung nötig sein; Kanone ist kein Ersatz für jede Waffengattung.

„Im Museum steht eine Kanone“ lässt sich allgemein als „Im Museum steht ein Geschütz“ wiedergeben. Die Umschreibung verliert dabei technische Genauigkeit.

Besondere Leistung loben

Ass · Könnerin oder Könner · Fachperson

Ass ist ein ähnlich umgangssprachliches Lob. Könner betont eine Fähigkeit. Fachperson ist neutraler und enthält nicht automatisch denselben Superlativton. Kompetent beschreibt fachliche Eignung.

„Sie ist eine Kanone am Schlagzeug.“ → „Sie spielt ausgezeichnet Schlagzeug.“ Die zweite Fassung lobt die konkrete Leistung.

Verwendung und Beispiele

„Die Führung erklärt, aus welcher Zeit die ausgestellte Kanone stammt.“

Der historische Gegenstand ist gemeint. Der Satz macht keine Aussage über heutige Einsatzmöglichkeiten.

„Für das Programmieren von Lernspielen ist Leo eine echte Kanone.“

Der Zusatz nennt das Gebiet des Lobs. Er macht aus einer allgemeinen Bewertung eine verständliche Aussage über eine Fähigkeit.

Grammatik

Kanone ist feminin: die Kanone, der Kanone, die Kanonen. Die Trennung lautet Ka·no·ne. Im Singular bleibt das Wort in allen Fällen gleich, im Plural kommt -n hinzu.

Auch als Lob für einen Mann bleibt das grammatische Genus feminin: „Er ist eine Kanone auf diesem Gebiet.“ Das Genus des Substantivs ist nicht mit dem Geschlecht der bezeichneten Person gleichzusetzen.

Kanone: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Kanonedie Kanonen
Genitivder Kanoneder Kanonen
Dativder Kanoneden Kanonen
Akkusativdie Kanonedie Kanonen

Mit Kanonen auf Spatzen schießen

Die Wendung bedeutet, auf ein kleines Problem mit unverhältnismäßig starken Mitteln zu reagieren. „Wegen eines einmal vergessenen Stifts eine aufwendige Kontrollliste einzuführen hieße, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.“ Der Satz kritisiert das Verhältnis von Anlass und Maßnahme. Ob die Kritik im konkreten Fall berechtigt ist, muss gesondert begründet werden.