Klo
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Klo
- Worttrennung
- Klo
- Artikel
- das
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Klos
- Plural
- die Klos
Gebrauch: Umgangssprachliche Kurzform von Klosett. Kann den Toilettenraum oder das Toilettenbecken meinen; einsilbig.
Definition · kurz erklärt
Klo ist ein umgangssprachliches Wort für eine Toilette. Je nach Zusammenhang kann der Raum oder das Toilettenbecken gemeint sein. In einem vertrauten Gespräch ist das Wort üblich; in einer förmlichen Beschreibung ist Toilette meist neutraler.
Bedeutungen
Der Raum
Bei der Frage nach dem Klo geht es gewöhnlich darum, wo sich die Toilette befindet. Ein Hinweis wie Das Klo ist am Ende des Flurs bezeichnet den Raum oder den Zugang dazu.
Klo ist dabei eine kurze, direkte Alltagsschreibung und kein Schreibfehler. Ob sie zum Text passt, hängt vom gewünschten Ton ab.
Das Toilettenbecken
In Verbindungen wie das Klo putzen kann das Becken gemeint sein. Bei einer genauen Beschreibung muss gegebenenfalls zwischen dem Becken und dem gesamten Raum unterschieden werden.
Im Alltag ergibt sich diese Unterscheidung häufig aus dem Gespräch. Eine Arbeitsbeschreibung ist genauer, wenn ausdrücklich Toilettenbecken reinigen oder Toilettenraum reinigen dasteht.
Klo: Synonyme und andere Wörter
Neutral oder förmlich formulieren
Toilette · WC · Toilettenraum
Toilette ist die verbreitete neutrale Alternative. WC begegnet häufig auf Schildern. Toilettenraum benennt ausdrücklich den Raum.
„Wo ist das Klo?“ → „Wo ist die Toilette?“ Beide Fragen können dasselbe Ziel haben; die zweite wirkt in einer förmlichen Begegnung meist passender.
Den Gegenstand genau benennen
Toilettenbecken · Klosett
Toilettenbecken ist genauer, wenn es um den Gegenstand geht. Klosett ist die längere Form, aus der Klo verkürzt wurde. Ein Urinal bezeichnet dagegen eine bestimmte andere Vorrichtung und ist kein allgemeines Ersatzwort.
„Das Klo ist neu.“ → „Das Toilettenbecken ist neu.“ Die zweite Fassung schließt aus, dass lediglich der Raum neu eingerichtet wurde.
Verwendung und Beispiele
„Im Dialog fragt Jule nach dem Klo, während das Schild im Flur die Aufschrift WC trägt.“
Gesprochene Alltagssprache und knappe Beschilderung verwenden hier unterschiedliche Wörter für dasselbe Ziel. Das macht die Figurenrede nicht fehlerhaft.
„Im Bericht steht ‚Toilettenraum‘, weil nicht nur das Becken, sondern auch Waschbecken, Tür und Boden beschrieben werden.“
Die präzisere Bezeichnung verhindert ein Missverständnis über den Umfang der Beschreibung.
Grammatik
Es heißt das Klo, im Genitiv des Klos. Der Plural lautet ebenfalls Klos: die Klos.
Im Dativ Plural heißt es den Klos. An diesen s-Plural wird kein zusätzliches n angehängt. Der Genitiv und der Plural erhalten keinen Apostroph.
Die Grundform Klo ist einsilbig und wird nicht getrennt. Aufs Klo enthält die Zusammenziehung von auf das Klo; auf dem Klo steht im Dativ.
Das Wort wird als Substantiv großgeschrieben. Bei einer Analyse kann der Unterschied zwischen Klo und Toilette helfen, die sprachliche Gestaltung zu beschreiben: Spricht eine Figur vertraut und direkt oder betont förmlich?
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Klo | die Klos |
| Genitiv | des Klos | der Klos |
| Dativ | dem Klo | den Klos |
| Akkusativ | das Klo | die Klos |
Redewendungen und feste Verbindungen
Ein Griff ins Klo
Die saloppe Wendung bezeichnet eine missglückte Wahl oder einen Fehlgriff. Sie klingt deutlich derber als eine unglückliche Entscheidung.
„Der spontan gekaufte Rucksack war ein Griff ins Klo: Schon am ersten Tag riss der Reißverschluss.“ Das Beispiel erklärt, weshalb die Wahl im Rückblick als schlecht bewertet wird. In einer formellen Reklamation wäre eine konkrete Mangelbeschreibung angemessener.
