Krach
Form & Grammatik
- Stichwort
- Krach
- Worttrennung
- Krach
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Kraches / des Krachs
- Plural
- die Kräche; Lärm ohne Plural
Gebrauch: Lärm, harter Laut oder lauter Streit. Der Plural ist bedeutungsabhängig und beim einzelnen Knall selten.
Definition · kurz erklärt
Krach bezeichnet unangenehmen Lärm, ein plötzliches hartes Geräusch oder umgangssprachlich eine laute Auseinandersetzung. In mit Ach und Krach ist dagegen gemeint, dass etwas nur mit Mühe gelingt.
Bedeutungen
Lärm oder ein einzelner Laut
Wenn mehrere Geräte gleichzeitig laut laufen, kann das Krach sein. Bei einem Aufprall kann dagegen ein einzelner Krach zu hören sein. Dauernder Lärm und ein einzelnes Geräusch sind nicht dasselbe. Beim allgemeinen Lärm wird Krach ohne Plural gebraucht.
Ein Streit
Mit jemandem Krach haben bezeichnet umgangssprachlich einen Streit oder eine heftige Auseinandersetzung. Das muss in einem Bericht von einem bloß lauten Raum unterschieden werden. Geräusche allein sagen nichts darüber, ob sich Personen tatsächlich streiten.
Weitere übertragene Verwendungen betreffen einen plötzlichen wirtschaftlichen Zusammenbruch oder einen militärischen Zusammenstoß. Solche Aussagen werden durch ihren Zusammenhang eingegrenzt. Krach kann außerdem ein Familienname sein; dessen Formen gehören nicht in die Beugung des hier erklärten allgemeinen Nomens.
Krach: Synonyme und andere Wörter
Etwas Lautes hören
Lärm · Gepolter · Knall
Lärm bezeichnet störende Geräusche allgemein. Gepolter hebt ein dumpfes wiederholtes Geräusch hervor. Knall passt zu einem plötzlich auftretenden Laut. Nicht jeder Krach besteht aus einem einzigen Knall.
„Der Krach aus dem Nebenraum störte die Aufnahme.“ → „Der Lärm aus dem Nebenraum störte die Aufnahme.“
Hier passt die allgemeine Geräuschbezeichnung. Die genaue Ursache wird in beiden Sätzen nicht genannt.
Einen Konflikt beschreiben
Streit · Auseinandersetzung
Diese Wörter passen zum zwischenmenschlichen Krach. Auseinandersetzung kann auch sachlich und ruhig geführt werden; Krach legt eher einen heftigen oder lauten Verlauf nahe.
„Nach der Besprechung hatten die beiden Krach.“ → „Nach der Besprechung hatten die beiden Streit.“
Der Ersatz bewahrt hier den Konfliktsinn. Eine Aussage über bloßen Maschinenlärm wäre etwas anderes.
Verwendung und Beispiele
„Die Metallkiste fiel mit einem Krach zu Boden; danach war der Raum wieder still.“
Ein einzelnes plötzliches Geräusch ist gemeint. Die anschließende Stille grenzt es von länger dauerndem Lärm ab.
„Die Figur sagte, sie wolle keinen Krach, und schlug ein ruhiges Gespräch vor.“
Krach meint hier den erwarteten Streit. Das Beispiel zeigt eine Absicht, nicht die Garantie, dass das Gespräch später ohne Konflikt verläuft.
Grammatik
Es heißt der Krach, im Genitiv des Kraches oder des Krachs. Der belegte Plural lautet die Kräche, im Dativ den Krächen. Er passt nicht zur ungezählten Lärmbedeutung; für einzelne harte Geräusche ist er selten. Das Wort ist einsilbig und hat keine Trennstelle.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Krach | die Kräche |
| Genitiv | des Kraches / des Krachs | der Kräche |
| Dativ | dem Krach | den Krächen |
| Akkusativ | den Krach | die Kräche |
Was bedeutet mit Ach und Krach?
Die umgangssprachliche Wendung bedeutet nur mit großer Mühe: „Mit Ach und Krach erreichten sie den Zug noch.“ Das Ziel wurde erreicht, aber knapp oder unter Schwierigkeiten. Es muss dabei weder tatsächlich laut gewesen sein noch ein Streit stattgefunden haben.
