Maske
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Maske
- Worttrennung
- Mas·ke
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Maske
- Plural
- die Masken
Gebrauch: Je nach Zusammenhang Gesichtsbedeckung, Rollengestaltung, Verstellung oder Eingabeoberfläche; weitere fachliche Bedeutungen. Nicht jede Maske dient demselben Zweck.
Definition · kurz erklärt
Eine Maske ist häufig ein Gegenstand, der das Gesicht verdeckt, verändert oder schützt. Das Wort kann außerdem ein geschminktes Rollengesicht, eine vorgetäuschte Haltung oder eine Eingabeoberfläche am Computer bezeichnen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Gesichtsbedeckung und Darstellung
Eine Theater- oder Karnevalsmaske stellt oft ein anderes Gesicht dar. Eine Schutzmaske erfüllt dagegen eine andere Aufgabe. Welche Art gemeint ist, sollte aus dem Zusatz oder aus der Situation hervorgehen.
Maske kann auch eine verkleidete Person bezeichnen. Ein Gesichtsabguss, etwa eine Totenmaske, ist wiederum eine Nachbildung und kein getragenes Kostümteil.
„Vor ihrem Auftritt hielt die Spielerin eine bemalte Maske vor das Gesicht.“
Der Satz bezeichnet einen getragenen Darstellungsgegenstand. Eine Schutzwirkung wird damit nicht behauptet.
Bedeutung 2: Am Theater, beim Film und im Fernsehen
Die Maske einer Rolle kann durch Schminke, eine Perücke oder einen Bart entstehen, ohne dass eine feste Gesichtsform aufgesetzt wird.
Wer beim Dreh „in die Maske“ geht, sucht den Bereich zum Schminken und Vorbereiten des Aussehens auf. Die Wendung benennt in diesem Zusammenhang einen Arbeitsort.
„Mit Perücke und grauen Schläfen entstand die Maske der älteren Romanfigur.“
Die äußere Rollengestaltung wird aus mehreren Mitteln aufgebaut. Eine feste Gesichtsmaske ist dafür nicht notwendig.
Bedeutung 3: Eine äußere Haltung
Bildlich ist eine Maske eine gezeigte Haltung, hinter der etwas anderes verborgen bleibt. Eine Figur kann beispielsweise eine Maske der Gelassenheit aufsetzen, obwohl ihre Gedanken Angst erkennen lassen.
Damit enthält die Beschreibung eine Deutung. Ein ruhiger Gesichtsausdruck allein beweist noch keine Verstellung. Wenn eine Analyse Täuschung behauptet, sollte sie den Gegensatz zwischen Auftreten und tatsächlicher Haltung belegen.
„Nach außen zeigte er eine Maske der Ruhe, während seine Gedanken im Text deutlich Angst erkennen ließen.“
Der beschriebene Gegensatz begründet die bildliche Verwendung. Ein ruhiges Gesicht allein würde diese Deutung nicht belegen.
Bedeutung 4: Eine Eingabeoberfläche
Am Computer ist eine Eingabemaske eine Oberfläche mit Feldern für bestimmte Angaben, ähnlich einem digitalen Formular. Sie verdeckt kein Gesicht, sondern ordnet die Eingabe.
„Die Maske enthält je ein Feld für Name, Datum und Veranstaltungsort.“
Hier ist eine Eingabeoberfläche gemeint. Die genannten Felder machen den digitalen Formularbezug deutlich.
Weitere Fachverwendungen
In der Fotografie kann Maske eine Abdeckung oder einen Filter zur Bearbeitung einer Aufnahme meinen. In der Tierbeschreibung bezeichnet sie eine auffällige Zeichnung am Kopf. Auch eine kosmetische Gesichtsauflage heißt Maske. Ein weiterer, enger Gebrauch aus der Fleischverarbeitung meint die Kopfhaut des Schweins.
Maske: Synonyme und andere Wörter
Bei Verkleidung und Schutz
Gesichtsmaske · Gesichtsbedeckung · je nach Zweck: Schutzmaske
Gesichtsbedeckung ist weit gefasst. Schutzmaske nennt einen Zweck. Eine Theatermaske ist deshalb nicht schon eine Schutzmaske; die Wörter sind nur im passenden Zusammenhang austauschbar.
„Die Darstellerin hebt die Maske vor ihr Gesicht.“ → „Die Darstellerin hebt die Theatermaske vor ihr Gesicht.“ Der Zusatz macht den Gegenstand genauer.
Bei einer vorgetäuschten Haltung
Fassade · Verstellung · vorgetäuschtes Auftreten
Fassade betont den äußeren Eindruck. Verstellung benennt das abweichende Auftreten direkter. Heuchlerisch passt enger, etwa wenn eine moralische Haltung nur vorgegeben wird.
„Seine Freundlichkeit ist eine Maske.“ → „Seine Freundlichkeit ist nur vorgetäuscht.“ Beide Sätze behaupten einen Gegensatz zur tatsächlichen Haltung und brauchen deshalb einen nachvollziehbaren Anlass.
Bei der Dateneingabe
Eingabemaske · Eingabeformular · Formular
Eingabeformular macht den digitalen Verwendungszweck verständlich. Das allgemeinere Formular kann ebenso auf Papier vorliegen.
„Trage den Termin in die Maske ein.“ → „Trage den Termin in das Eingabeformular ein.“ Die zweite Fassung erklärt genauer, wo die Eingabe erfolgt.
Beispiele und Verwendung
„Vor dem Auftritt bekommt der Darsteller in der Maske graue Schläfen und einen falschen Bart.“
Hier bezeichnet in der Maske den Arbeitsbereich. Die Rollengestaltung muss keine vor das Gesicht gehaltene Maske enthalten.
„Die Erzählerin beschreibt sein Lächeln als Maske, nennt aber später seine heimliche Sorge.“
Das Bild verknüpft ein sichtbares Verhalten mit einem inneren Zustand. Die Sorge liefert einen Anhaltspunkt für die Deutung.
„Die Maske fragt nach Name und Termin; das Feld für zusätzliche Bemerkungen ist freiwillig.“
Im digitalen Zusammenhang geht es um ein strukturiertes Formular. Die Felder zeigen, welche Angaben erfasst werden.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Maske, Genitiv der Maske und im Plural die Masken. Der Dativ Plural lautet den Masken.
Die Worttrennung ist Mas·ke. Bei den hier erklärten Bedeutungen bleiben Genus und Kasusformen gleich. Der ebenfalls vorkommende Familienname Maske ist davon zu unterscheiden.
Die Maske tragen enthält einen Akkusativ, hinter der Maske in der örtlichen Bedeutung einen Dativ. Die Satzfunktion bestimmt den Fall, nicht die Frage, ob eine wirkliche oder eine bildliche Maske gemeint ist.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Maske | die Masken |
| Genitiv | der Maske | der Masken |
| Dativ | der Maske | den Masken |
| Akkusativ | die Maske | die Masken |
Redewendungen und feste Verbindungen
Die Maske fallen lassen
Die Wendung bedeutet, eine bisherige Verstellung aufzugeben und die bisher verdeckte Haltung zu zeigen. Gemeint ist bildlich kein herunterfallender Gegenstand.
„Als sie keinen Vorteil mehr erwartete, ließ sie die Maske fallen und sprach offen über ihre Ablehnung.“ Das Beispiel beschreibt einen Wechsel im Auftreten. Für eine sachliche Deutung muss erkennbar sein, weshalb das frühere Verhalten als Verstellung gilt.
