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Matsch

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Matsch
Worttrennung
Matsch
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Matschs / des Matsches
Plural
ohne Plural bei breiiger Masse; die Matsche im Kartenspiel

Gebrauch: Umgangssprachlich für nasse Erde oder breiige Masse. Im Kartenspiel eine eigene Bedeutung mit Plural; die beiden Beugungen sind getrennt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Matsch ist umgangssprachlich eine nasse, breiige Masse, etwa aufgeweichte Erde oder zerdrücktes Obst. Davon zu unterscheiden ist ein eigener Gebrauch bei bestimmten Kartenspielen: Dort bezeichnet ein Matsch einen vollständigen Spielverlust, etwa ohne einen einzigen Stich.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Nasse Erde und weiche Masse

Nach starkem Regen können Erde und Wasser einen schmierigen Matsch bilden. Das Wort beschreibt die weiche, breiige Beschaffenheit und ist alltagssprachlich. Auch teilweise getauter, verschmutzter Schnee kann so heißen.

Nicht immer ist Erde gemeint: Zerdrückte Früchte oder zerkochte Zutaten können ebenfalls als Matsch bezeichnet werden. Dabei klingt oft eine negative Bewertung mit, weil die gewünschte feste Form verloren gegangen ist.

„Die aufgeweichte Erde blieb als dicker Matsch an den Stiefeln hängen.“

Erde und Nässe erklären die breiige Beschaffenheit. Der Satz behandelt keinen Spielstand.

Bedeutung 2: Eine besondere Bedeutung im Kartenspiel

In bestimmten Kartenspielen kann Matsch einen vollständigen Verlust bezeichnen. Welche Bedingung dafür erfüllt sein muss, hängt vom Spiel und seinen Regeln ab; etwa kann eine Partei keinen einzigen Stich erhalten haben.

Diese Bedeutung ist nicht aus der nassen Erde abzuleiten. Sie hat eine eigene Wortgeschichte und einen eigenen Plural: die Matsche. Eine Spielbeschreibung muss erkennen lassen, welche Regel und welche Partei gemeint sind.

„Für unsere Runde galt: Wer keinen Stich bekam, verlor das Spiel mit einem Matsch.“

Die Regel wird ausdrücklich für die genannte Runde erklärt. Sie wird nicht auf sämtliche Karten- oder Sportspiele übertragen.

Matsch: Synonyme und andere Wörter

Bei nasser Erde

Schlamm · Morast · breiiger Schmutz

Schlamm passt zur Verbindung aus Flüssigkeit und feinen festen Bestandteilen. Morast bezeichnet eher nassen, weichen Untergrund. Das allgemeinere Dreck sagt wenig über die Konsistenz aus.

„Nach dem Regen steckt der Stiefel tief im Matsch.“ → „Nach dem Regen steckt der Stiefel tief im Schlamm.“ „Der Stiefel ist dreckig“ beschreibt dagegen nur seine Verschmutzung.

Bei zerdrückten Lebensmitteln

Brei · weiche Masse

Brei kann ein gewolltes Ergebnis bezeichnen. Matsch bewertet die Konsistenz im Alltag häufig als unerwünscht. Beide Wörter sagen für sich genommen nicht, ob ein Lebensmittel verdorben ist.

„Beim Transport wurden die Früchte zu Matsch.“ → „Beim Transport wurden die Früchte zu einer weichen Masse zerdrückt.“ Die zweite Fassung erklärt den Vorgang neutraler.

Bei einem Spielverlust

vollständige Niederlage · Verlust aller Stiche

Die erste Umschreibung ist allgemein. Die zweite passt nur, wenn die betreffenden Spielregeln genau diesen Fall meinen. Das Sportwort Match bezeichnet dagegen ein Spiel oder einen Wettkampf, nicht von sich aus eine Niederlage.

„Die Partie endete für uns mit einem Matsch: Wir gewannen keinen Stich.“ Die Erklärung macht den gemeinten Spielbegriff verständlich, ohne ihn auf jede Sportart zu übertragen.

Beispiele und Verwendung

„Die Kinder springen über die Pfütze, bleiben aber am Rand im Matsch hängen.“

Die Pfütze bezeichnet die Wasseransammlung; Matsch ist die aufgeweichte Erde daneben. Die Wörter benennen unterschiedliche Dinge.

„Die Kekse weichen im Tee auf und werden zu Matsch.“

Gemeint ist der Verlust der festen Form. Das Wort enthält keine Aussage über Krankheit oder Verderb.

„Nach der anstrengenden Fahrt fühle ich mich matsch.“

Hier steht das klein geschriebene Adjektiv matsch für erschöpft oder matt. Es ist von dem Nomen in „Der Matsch klebt am Schuh“ zu unterscheiden.

Grammatik und Beugung

Das Substantiv ist maskulin: der Matsch. Bei der breiigen Masse sind die Genitivformen des Matschs und des Matsches möglich. Diese Stoffbedeutung hat keinen Plural.

Für mehrere nasse Stellen schreibt man etwa Matschflächen oder Stellen mit Matsch. Die Matsche in der zweiten Tabelle gehört zur besonderen Kartenspielbedeutung; der Dativ Plural heißt den Matschen.

Das einsilbige Wort Matsch wird nicht getrennt. Nomen werden großgeschrieben: durch den Matsch gehen. In Ich bin ganz matsch ist matsch dagegen ein Adjektiv und wird kleingeschrieben.

Die Schreibungen Matsch und Match sind auseinanderzuhalten. Ein Tennismatch ist nicht automatisch ein Matsch. Im Zweifel entscheidet die gemeinte Bedeutung, nicht allein der ähnliche Klang.

Matsch: breiige Masse, nur Singular
FallSingular
Nominativder Matsch
Genitivdes Matschs / des Matsches
Dativdem Matsch
Akkusativden Matsch
Matsch: Kartenspielbegriff
FallSingularPlural
Nominativder Matschdie Matsche
Genitivdes Matschesder Matsche
Dativdem Matschden Matschen
Akkusativden Matschdie Matsche