Ödland
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Ödland
- Worttrennung
- Öd·land
- Artikel
- das
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Ödlands / des Ödlandes
- Plural
- im erläuterten Sammelgebrauch kein üblicher Plural
Gebrauch: Forst- und landwirtschaftliche Bezeichnung für aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht entsprechend nutzbares Land. Keine Aussage über den ökologischen Wert.
Definition · kurz erklärt
Ödland ist Land, das wegen seiner Bodenbeschaffenheit nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden kann. Die Bezeichnung betrachtet eine bestimmte Nutzbarkeit. Sie bedeutet nicht, dass ein Gebiet ohne Leben oder für die Natur wertlos wäre.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Land nach seiner Nutzbarkeit bezeichnen
Bei Ödland geht es um die Eignung des Bodens für land- oder forstwirtschaftliche Nutzung. Eine wenig bebaute oder einsam wirkende Fläche ist deshalb nicht automatisch Ödland. Auch die bloße Entscheidung, ein Feld gerade nicht zu bewirtschaften, genügt nicht als Erklärung.
„Der Bericht ordnet die felsige Fläche als Ödland ein und erläutert ihre Bodenbeschaffenheit.“
Die Begründung betrifft den Boden. Der Satz behauptet nicht, dass die Fläche keinerlei Lebensraum bietet.
Ödland: Synonyme und andere Wörter
Die Sache umschreiben
landwirtschaftlich nicht nutzbares Land · unfruchtbares Land
Diese Umschreibungen passen, wenn der jeweilige Nutzungsbezug ausdrücklich gemeint ist. Unfruchtbar kann ohne Erklärung zu allgemein klingen; der Bezug auf landwirtschaftliche Nutzung macht die Aussage genauer.
„Dort liegt Ödland.“ → „Dort liegt aufgrund des Bodens landwirtschaftlich nicht nutzbares Land.“ Die zweite Fassung erklärt die gemeinte Betrachtungsweise.
Ähnliche Landschaftswörter unterscheiden
Einöde · Öde · Wildnis · Brachland
Einöde und Öde können eine wahrgenommene Einsamkeit beschreiben. Wildnis betont fehlende menschliche Gestaltung. Brachland kann zeitweise unbewirtschaftetes Land meinen. Diese Wörter setzen nicht dieselbe Bodenbeschaffenheit voraus.
„Das Feld liegt brach.“ besagt nicht automatisch „Das Feld ist Ödland“. Zeitweilige Nichtnutzung und fehlende Eignung sind verschiedene Aussagen.
Beispiele und Verwendung
Eine Wertung vermeiden
„Das Gebiet ist kein Acker, kann aber für bestimmte Tiere und Pflanzen wichtig sein.“
Die beiden Aussagen widersprechen einander nicht. Wirtschaftliche Nutzbarkeit und Bedeutung als Lebensraum sind verschiedene Maßstäbe.
Eine Beschreibung begründen
„Die Erzählung nennt die Umgebung eine Öde; der Fachbericht beschreibt ihre Böden.“
Literarischer Eindruck und fachlicher Nutzungsbezug sollten in einer Erklärung auseinandergehalten werden.
Grammatik und Beugung
Es heißt das Ödland, Genitiv des Ödlands oder des Ödlandes. Die Worttrennung lautet Öd·land.
Im hier erläuterten Sammelgebrauch wird das Wort im Singular verwendet. Mehrere räumlich abgegrenzte Bereiche lassen sich als Ödlandflächen oder Ödlandgebiete bezeichnen.
Die Tabelle führt die tatsächlichen Singularformen. Die Zusammensetzungen für mehrere Flächen sind keine künstlich ergänzten Pluralformen des Grundworts.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | das Ödland |
| Genitiv | des Ödlands / des Ödlandes |
| Dativ | dem Ödland |
| Akkusativ | das Ödland |
