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Offenlegung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Offenlegung
Worttrennung
Of·fen·le·gung
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Offenlegung
Plural
die Offenlegungen

Offenlegung benennt das Zugänglichmachen von Informationen. Ob dazu eine Pflicht besteht und wer die Angaben einsehen darf, ergibt sich erst aus dem konkreten Zusammenhang.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Offenlegung bedeutet, bislang nicht oder nur begrenzt zugängliche Informationen für andere einsehbar zu machen. Wer sie erhält und ob sie öffentlich werden, hängt vom Zusammenhang ab.

Bedeutungen

Informationen zugänglich machen

Eine Offenlegung macht bislang nicht oder nur begrenzt bekannte Angaben für andere einsehbar. Das können Entscheidungsgründe, Interessen oder Einzelheiten eines Vorgangs sein. Nicht jede Offenlegung richtet sich an die gesamte Öffentlichkeit: Auch ein festgelegter Personenkreis kann die Informationen erhalten.

„Die Gruppe verlangt die Offenlegung der Auswahlkriterien, bevor sie über das Ergebnis diskutiert.“

Die Gruppe will die Grundlage der Auswahl kennen. Der Satz behauptet weder einen Betrug noch, dass das Ergebnis nach der Offenlegung automatisch gerecht wäre.

Offenlegung: Synonyme und andere Wörter

Wenn Angaben bekannt gemacht werden

Bekanntgabe · Veröffentlichung

Bekanntgabe betont das Mitteilen. Veröffentlichung geht weiter: Sie macht etwas öffentlich zugänglich. Offenlegung kann dagegen auch gegenüber einer einzelnen zuständigen Stelle erfolgen. Die Wörter passen deshalb nur bei gleichem Adressatenkreis.

„Die Unterlagen werden der Prüferin offengelegt“ ist enger als „Die Unterlagen werden veröffentlicht“. Im zweiten Satz könnten sie öffentlich einsehbar sein.

Wenn etwas Verborgenes sichtbar wird

Enthüllung · Aufklärung

Enthüllung kann einen überraschenden oder brisanten Inhalt hervorheben. Aufklärung betont eher das Verstehen oder Klären. Offenlegung allein garantiert noch nicht, dass alle Beteiligten die Angaben verstehen oder ihnen zustimmen.

„Die Offenlegung der Zahlen ermöglichte eine Nachfrage“ beschreibt einen Informationszugang. „Die Aufklärung des Fehlers gelang“ behauptet bereits einen weiterführenden Erfolg.

Beispiele und Verwendung

Eine sachliche Bitte formulieren

„Bitte erläutern Sie die Kriterien und ermöglichen Sie ihre Offenlegung gegenüber den Beteiligten.“

Der Satz nennt Gegenstand und Adressaten. So bleibt klar, welche Information fehlt. Eine allgemeine Forderung nach vollständiger Transparenz wäre weiter und weniger bestimmt.

In einer Textanalyse

„Die angekündigte Offenlegung der Briefe verschiebt das Machtverhältnis zwischen den Figuren.“

Hier sind die Briefe und die Folgen ihrer Bekanntmachung gemeint. Ob die Briefe wahrheitsgemäß sind, muss der Text zusätzlich zeigen. Das Bekanntwerden einer Behauptung ist noch kein Beweis für ihren Inhalt.

Grammatik und Beugung

Offenlegung ist ein feminines Substantiv. Der Singular benennt einen Vorgang allgemein oder ein einzelnes Zugänglichmachen; der Plural bezeichnet mehrere solche Vorgänge. Deshalb ist die Offenlegung der Kriterien etwas anderes als die Offenlegungen mehrerer bisher getrennter Berichte.

Offenlegung: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativdie Offenlegungdie Offenlegungen
Genitivder Offenlegungder Offenlegungen
Dativder Offenlegungden Offenlegungen
Akkusativdie Offenlegungdie Offenlegungen

Nach die Offenlegung kann ein Genitiv den Gegenstand angeben: die Offenlegung der Einnahmen. Der Kasus des ergänzenden Nomens ändert die Form von Offenlegung selbst nicht. Das zugehörige Verb wird zusammengeschrieben: offenlegen.

Verwandte Wörter

Transparent beschreibt die mögliche Nachvollziehbarkeit eines Verfahrens. Eine Offenlegung kann dazu beitragen; sie beweist für sich genommen weder Wahrheit noch Fairness. Für eine genaue Formulierung sollten deshalb die offengelegten Angaben und der Zweck genannt werden.