Ohnmachtsanfall
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Ohnmachtsanfall
- Worttrennung
- Ohn·machts·an·fall
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Ohnmachtsanfalles / des Ohnmachtsanfalls
- Plural
- die Ohnmachtsanfälle
Definition · kurz erklärt
Ein Ohnmachtsanfall ist ein plötzlich auftretender Bewusstseinsverlust. Das Wort hebt das einzelne Ereignis hervor und ist genauer als eine bloße Aussage, jemand sei schwach oder bewusstlos gewesen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Ein einzelner Bewusstseinsverlust
Ohnmachtsanfall bezeichnet ein abgrenzbares Ereignis: Eine Person verliert vorübergehend das Bewusstsein. Der Wortbestandteil Anfall betont das Auftreten. Aus der Bezeichnung allein lassen sich weder eine Ursache noch die genaue Dauer ableiten.
„Der Bericht erwähnt einen Ohnmachtsanfall während der Veranstaltung.“
Der Satz benennt ein Ereignis. Er sagt nicht, wodurch es ausgelöst wurde oder welche Untersuchung dazu erfolgte.
Ohnmachtsanfall: Synonyme und andere Wörter
Das Ereignis kürzer benennen
Ohnmacht · Bewusstseinsverlust
Ohnmacht ist die kürzere Alltagsbezeichnung. Bewusstseinsverlust formuliert sachlich, was geschehen ist. Ohnmachtsanfall hebt stärker die einzelne Episode hervor.
„Sie schilderte einen Ohnmachtsanfall.“ → „Sie schilderte eine kurze Ohnmacht.“
Nicht vorschnell gleichsetzen
Schwächeanfall · Zusammenbruch
Bei einem Schwächeanfall muss das Bewusstsein nicht verloren gehen. Zusammenbruch kann körperlich oder übertragen gemeint sein und bleibt ohne nähere Beschreibung unscharf. Die Wörter sind deshalb keine verlässlichen allgemeinen Ersatzwörter.
„Er hatte einen Schwächeanfall“ bedeutet nicht zwingend: „Er hatte einen Ohnmachtsanfall“.
Beispiele und Verwendung
In einem sachlichen Bericht
„Die Zeugin berichtete von einem Ohnmachtsanfall am Nachmittag.“
Die Angabe grenzt das Ereignis zeitlich ein. Eine vermutete Ursache sollte als Vermutung und nicht als Teil der Wortbedeutung dargestellt werden.
Mehrere Ereignisse unterscheiden
„Im Tagebuch sind zwei Ohnmachtsanfälle vermerkt.“
Der Plural zählt einzelne Episoden. Die Form verändert den Stammvokal: Anfall wird zu Anfälle; im Dativ steht Anfällen.
Grammatik und Beugung
Es heißt der Ohnmachtsanfall. Beide Genitive sind belegt: des Ohnmachtsanfalls und des Ohnmachtsanfalles. Der Plural lautet die Ohnmachtsanfälle, im Dativ den Ohnmachtsanfällen.
Die Formen gehören zur ganzen Zusammensetzung; das Verbindungs-s nach Ohnmacht bleibt erhalten. Die Tabelle enthält auch die belegte Dativvariante Ohnmachtsanfalle. Für einen heutigen neutralen Bericht ist dem Ohnmachtsanfall die unauffällige Wahl.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Ohnmachtsanfall | die Ohnmachtsanfälle |
| Genitiv | des Ohnmachtsanfalles / des Ohnmachtsanfalls | der Ohnmachtsanfälle |
| Dativ | dem Ohnmachtsanfall / dem Ohnmachtsanfalle | den Ohnmachtsanfällen |
| Akkusativ | den Ohnmachtsanfall | die Ohnmachtsanfälle |
Worttrennung: Ohn·machts·an·fall. Als Substantiv wird Ohnmachtsanfall großgeschrieben.
