Pfand
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Pfand
- Worttrennung
- Pfand
- Artikel
- das; österreichisch auch der
- Geschlecht
- Neutrum; regional auch Maskulinum
- Genitiv
- des Pfands / des Pfandes
- Plural
- die Pfänder
Gebrauch: Tabelle: sächlicher Standardgebrauch; österreichisches Maskulinum gesondert erklärt. Die alte Dativform Pfande ist heute selten.
Definition · kurz erklärt
Ein Pfand ist etwas, das als Sicherheit hinterlegt wird. Im Alltag meint das Wort häufig einen Geldbetrag, den man bei der Rückgabe etwa einer Flasche zurückerhält. Bildlich kann ein Pfand auch als Zeichen oder Gewähr für Vertrauen stehen.
Bedeutungen
Etwas als Sicherheit hinterlegen
Ein Gegenstand kann als Pfand dienen, damit eine Zusage oder Leistung abgesichert wird. Das Wort bezeichnet dabei die hinterlegte Sache.
„Als Pfand für das ausgeliehene Gerät ließ er seine Uhr zurück.“
Es ist vom Pfandrecht als rechtlichem Anspruch und vom Verkauf des Gegenstands zu unterscheiden.
Ein rückzahlbarer Geldbetrag
Bei Flaschen, Bechern oder anderen wiederverwendbaren Gegenständen wird Pfand häufig als zusätzlich gezahlter Betrag verstanden. Die Rückgabe ist dabei entscheidend.
„Beim Zurückbringen des Bechers erhielt sie das Pfand wieder.“
Es handelt sich sprachlich nicht einfach um einen Bestandteil des Warenpreises.
Ein Zeichen der Verbundenheit
In gehobener oder dichterischer Sprache kann etwas ein Pfand der Freundschaft oder Treue sein. Gemeint ist dann ein sichtbares Zeichen für eine persönliche Zusicherung.
„Er bewahrte den Ring als Pfand ihrer Verbundenheit auf.“
Die Wendung beschreibt keine notwendige finanzielle Absicherung.
Pfand: Synonyme und andere Wörter
Sache, Betrag und Anspruch unterscheiden
Sicherheit · Pfandstück · Pfandgeld
Sicherheit ist ein weiterer Ausdruck. Pfandstück benennt den Gegenstand, Pfandgeld den Geldbetrag. Diese Präzisierungen helfen, wenn sonst unklar bleibt, was genau hinterlegt oder ausgezahlt wird.
„Sie hinterlegte ein Pfand“ → „Sie hinterlegte ein Pfandstück“ legt eine Sache nahe. „Sie zahlte Pfandgeld“ bezeichnet dagegen einen Betrag.
Ein bildliches Versprechen
Zeichen · Gewähr · Unterpfand
Zeichen ist neutraler und weiter. Unterpfand klingt gehoben und kann den Sicherungs- oder Zusicherungscharakter unterstreichen. Kaution passt bei bestimmten Geldsicherheiten, ersetzt aber nicht jedes Pfand und schon gar nicht ein dichterisches Treuezeichen.
„Ein Pfand der Freundschaft“ → „ein Zeichen der Freundschaft“ erhält den persönlichen Bezug und klingt weniger feierlich.
Beispiele und Verwendung
„Die Pfänder lagen ordentlich beschriftet im Schrank.“
Hier werden einzelne hinterlegte Gegenstände gezählt. Beim alltäglichen Flaschenpfand wird dagegen oft über die Geldsumme im Singular gesprochen.
„Auf die geliehene Ausrüstung wird ein Pfand erhoben.“
Der Satz kündigt eine Sicherheitsleistung an. Wenn du einen Aushang schreibst, sollten Betrag und Rückgabevoraussetzungen gesondert verständlich benannt werden.
Grammatik und Beugung
Überwiegend heißt es das Pfand; in Österreich ist auch der Pfand gebräuchlich. Der Plural lautet Pfänder, Dativ Pfändern. Beim maskulinen Gebrauch heißt der Akkusativ Singular den Pfand, beim sächlichen das Pfand. Die übrigen Singularartikel der Tabelle bleiben gleich. Dem Pfande begegnet vor allem in älteren Texten.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Pfand | die Pfänder |
| Genitiv | des Pfands / des Pfandes | der Pfänder |
| Dativ | dem Pfand | den Pfändern |
| Akkusativ | das Pfand | die Pfänder |
