Randerscheinung
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Randerscheinung
- Worttrennung
- Rand·er·schei·nung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Randerscheinung
- Plural
- die Randerscheinungen
Definition · kurz erklärt
Eine Randerscheinung ist etwas, das in einem bestimmten Zusammenhang als nebensächlich oder wenig bedeutend angesehen wird. Die Bezeichnung setzt einen Bezugspunkt voraus: Was am Rand steht, hängt vom betrachteten Thema ab.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Als nebensächlich eingeordnet werden
Randerscheinung beschreibt eine geringe Bedeutung innerhalb eines größeren Zusammenhangs. Das kann die Seltenheit oder den begrenzten Einfluss eines Vorgangs meinen. Die Bezeichnung ist eine Einordnung, die begründet werden sollte.
„In dieser Untersuchung blieb das Thema eine Randerscheinung.“
Die Aussage bezieht sich auf die Untersuchung. Für andere Fragestellungen kann dasselbe Thema wichtig sein.
Randerscheinung: Synonyme und andere Wörter
Die geringe Bedeutung beschreiben
Nebensache · nebensächliches Phänomen
Nebensache ist leicht verständlich. Nebensächliches Phänomen klingt sachlicher und erhält den Bezug zu einem beobachteten Auftreten.
„Das blieb eine Randerscheinung.“ → „Das blieb in diesem Zusammenhang nebensächlich.“
Häufigkeit und Bedeutung trennen
Ausnahme · Begleiterscheinung
Eine Ausnahme ist selten, aber nicht automatisch unbedeutend. Eine Begleiterscheinung tritt daneben auf und kann trotzdem wichtig sein. Beide Begriffe sind daher keine sicheren allgemeinen Synonyme.
Ein einzelner schwerer Fehler muss keine bloße Randerscheinung sein, nur weil er selten auftritt.
Beispiele und Verwendung
Einen Maßstab nennen
„Gemessen an den vielen Hauptbelegen ist dieses Motiv nur eine Randerscheinung.“
Der Vergleich begründet die Einstufung. Ohne Maßstab wäre die Bewertung schwerer nachzuvollziehen.
Perspektiven unterscheiden
„Für die betroffenen Personen war das Problem keine Randerscheinung.“
Was statistisch klein wirkt, kann im Einzelfall große Bedeutung besitzen. Der Satz macht die betrachtete Perspektive ausdrücklich.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Randerscheinung, Genitiv der Randerscheinung. Der Plural lautet die Randerscheinungen und bleibt in allen Pluralfällen gleich.
Die Worttrennung lautet Rand·er·schei·nung. Der Bestandteil Rand ist hier meist bildlich: Die Erscheinung muss nicht räumlich an einem Rand liegen. Ein neutraler Bericht benennt möglichst, worauf die Einstufung beruht.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Randerscheinung | die Randerscheinungen |
| Genitiv | der Randerscheinung | der Randerscheinungen |
| Dativ | der Randerscheinung | den Randerscheinungen |
| Akkusativ | die Randerscheinung | die Randerscheinungen |
Worttrennung: Rand·er·schei·nung. Als Substantiv wird Randerscheinung großgeschrieben.
