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Ranzen

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Ranzen
Worttrennung
Ran·zen
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Ranzens
Plural
die Ranzen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Ranzen ist ein auf dem Rücken getragenes Behältnis, besonders eine Schultasche. Umgangssprachlich kann das Wort einen dicken Bauch meinen; bei einer Tracht kann außerdem ein bestickter Gürtel bezeichnet werden.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Eine Tasche auf dem Rücken

Ranzen bezeichnet ein rucksackähnliches Transportbehältnis. Im Schulalltag ist häufig der Schulranzen gemeint. Das Wort allein legt aber weder das Alter des Trägers noch eine bestimmte Farbe oder Größe fest.

„Der Ranzen enthielt Bücher und ein Pausenbrot.“

Der Inhalt legt die Schultaschenbedeutung nahe.

Bedeutung 2: Umgangssprachlich einen Bauch benennen

Ranzen kann spöttisch einen umfangreichen Bauch bezeichnen. Das ist eine wertende, oft unhöfliche Körperbeschreibung und kein neutraler medizinischer Begriff.

„Die Figur macht einen abfälligen Witz über den Ranzen ihres Nachbarn.“

Die Wortwahl zeigt ihre Haltung. Sie liefert keine sachliche gesundheitliche Beurteilung.

Bedeutung 3: Ein Teil einer Tracht

Im entsprechenden Trachtenzusammenhang kann Ranzen einen bestickten Gürtel meinen. Diese Bedeutung erschließt sich nicht aus der Schultaschenvorstellung.

„Zur Tracht gehörte ein kunstvoll bestickter Ranzen.“

Tracht und Stickerei weisen hier auf den Gürtel hin.

Ranzen: Synonyme und andere Wörter

Das Behältnis erläutern

Schulranzen · Rucksack · Schultasche

Schulranzen passt zur schulischen Verwendung. Rucksack ist weiter, Schultasche muss nicht dieselbe Bauform besitzen.

„Der Ranzen steht im Flur.“ → „Die Schultasche steht im Flur“, sofern diese gemeint ist.

Körperbeschreibungen neutral halten

Bauch

Bauch verzichtet auf die spöttische Zuspitzung. Die Ersetzung kann deshalb einen Text respektvoller machen.

„Er klopfte sich auf den Ranzen.“ → „Er klopfte sich auf den Bauch.“

Beispiele und Verwendung

Den Gegenstand konkretisieren

„Der Schulranzen hat feste Fächer für Bücher.“

Die genauere Zusammensetzung grenzt die Tasche ein.

Eine ältere Beschreibung verstehen

„Im Text wird der Ranzen zusammen mit der Tracht angelegt.“

Der Zusammenhang hilft, ihn nicht irrtümlich als Schultasche zu deuten.

Grammatik und Beugung

Es heißt der Ranzen, Genitiv des Ranzens. Der Plural lautet ebenfalls die Ranzen; auch im Dativ steht den Ranzen.

Der Wortausgang -en gehört schon zum Stamm. Deshalb kommt im Dativ Plural kein weiteres -n hinzu. Die Trennung lautet Ran·zen.

Ranzen: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Ranzendie Ranzen
Genitivdes Ranzensder Ranzen
Dativdem Ranzenden Ranzen
Akkusativden Ranzendie Ranzen

Worttrennung: Ran·zen. Als Substantiv wird Ranzen großgeschrieben.