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Rausschmiss

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Rausschmiss
Worttrennung
Raus·schmiss
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Rausschmisses
Plural
die Rausschmisse

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Rausschmiss bezeichnet umgangssprachlich einen Hinauswurf, etwa aus einem Raum oder Verein, oder eine unfreiwillige Entlassung vom Arbeitsplatz. Das Wort wirkt deutlich schärfer und wertender als die sachliche Bezeichnung Entlassung.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Gegen den eigenen Willen entfernt werden

Rausschmiss stellt einen Hinauswurf oder eine Entlassung als hartes oder unerwünschtes Entfernen dar. Das kann neben dem Arbeitsplatz auch einen Raumverweis oder einen Ausschluss aus einer Gruppe betreffen. Die Bezeichnung kann einen abrupten Eindruck erzeugen. Ob es eine bestimmte arbeitsrechtliche Form gab, ist aus dem umgangssprachlichen Wort allein nicht erkennbar.

„Nach dem Streit sprach er von einem Rausschmiss aus dem Betrieb.“

Der Satz gibt seine Wortwahl wieder. Die genauen Umstände und die rechtliche Einordnung bleiben offen.

„Nach dem Regelverstoß folgte sein Rausschmiss aus dem Verein.“

Hier meint das Wort einen Ausschluss, keine Entlassung aus einem Arbeitsverhältnis.

Rausschmiss: Synonyme und andere Wörter

Sachlicher berichten

Entlassung · unfreiwilliges Ausscheiden

Entlassung ist neutraler. Unfreiwilliges Ausscheiden hebt den fehlenden eigenen Wunsch hervor, bleibt aber hinsichtlich des Verfahrens offen.

„Er berichtete von seinem Rausschmiss.“ → „Er berichtete von seiner Entlassung.“

Die tatsächliche Form nicht erfinden

Kündigung · Ausschluss

Kündigung kann ein bestimmtes Verfahren bezeichnen, Ausschluss einen anderen institutionellen Zusammenhang. Beide Wörter sollten nur bei entsprechender Sachlage verwendet werden.

„Es kam zum Rausschmiss“ ist noch kein genauer Nachweis, welche Erklärung oder Entscheidung vorlag.

Beispiele und Verwendung

Eine Perspektive kennzeichnen

„Die Figur empfindet ihre Entlassung als demütigenden Rausschmiss.“

Die Formulierung macht die persönliche Wirkung sichtbar. Sie bewertet nicht automatisch die gesamte Entscheidung.

Eine Meldung präzisieren

„Der Bericht nennt den Zeitpunkt und den Anlass der Entlassung.“

Konkrete Angaben helfen mehr als ein starkes Wort allein. Ein förmlicher Text kann auf die umgangssprachliche Zuspitzung verzichten.

Grammatik und Beugung

Es heißt der Rausschmiss, Genitiv des Rausschmisses. Der Plural lautet die Rausschmisse, im Dativ den Rausschmissen.

Rausschmiss wird mit ss am Wortende geschrieben. An der Wortfuge treffen das s von raus und das sch von schmiss aufeinander: Raus·schmiss. Die belegte Dativvariante dem Rausschmisse erscheint ebenfalls in der Tabelle.

Rausschmiss: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Rausschmissdie Rausschmisse
Genitivdes Rausschmissesder Rausschmisse
Dativdem Rausschmiss / dem Rausschmisseden Rausschmissen
Akkusativden Rausschmissdie Rausschmisse

Worttrennung: Raus·schmiss. Als Substantiv wird Rausschmiss großgeschrieben.