Rechtschaffenheit
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Rechtschaffenheit
- Worttrennung
- Recht·schaf·fen·heit
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Rechtschaffenheit
- Plural
- kein Plural im erläuterten Eigenschaftssinn
Abstrakter Eigenschaftsbegriff ohne Plural.
Veraltender Gebrauch.
Definition · kurz erklärt
Rechtschaffenheit bezeichnet eine als ehrlich, anständig und zuverlässig beurteilte Haltung. Das veraltende Wort enthält ein positives moralisches Urteil, das an konkretem Verhalten erläutert werden sollte.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Eine anständige Haltung zuschreiben
Rechtschaffenheit hebt hervor, dass jemand nach als richtig verstandenen Maßstäben handelt. Die Bezeichnung ist eine Bewertung, nicht die bloße Feststellung eines Berufs oder einer Herkunft. In einer Charakterisierung braucht sie passende Textbelege.
„Ihre Rechtschaffenheit zeigt sich darin, dass sie den gefundenen Geldbeutel unverändert abgibt.“
Die konkrete Handlung stützt das Urteil. Eine einzelne Tat beweist trotzdem nicht lückenlos jedes spätere Verhalten.
Rechtschaffenheit: Synonyme und andere Wörter
Die positive Bewertung erklären
Anständigkeit · Ehrlichkeit · Redlichkeit
Ehrlichkeit betont den wahrhaftigen Umgang. Anständigkeit umfasst weiter verstandenes moralisches Verhalten. Redlichkeit kann ebenfalls gehoben klingen. Die passende Wahl hängt vom beobachteten Merkmal ab.
„Der Text betont ihre Rechtschaffenheit.“ → „Der Text betont ihre anständige und ehrliche Haltung.“
Keine Regelkenntnis unterstellen
Rechtmäßigkeit · Gesetzestreue
Rechtmäßigkeit betrifft die Vereinbarkeit einer Handlung mit Recht. Eine moralische Bewertung der Person ist damit nicht automatisch identisch. Gesetzestreue deckt ebenfalls nicht jeden gemeinten Aspekt ab.
„Die Handlung war erlaubt“ ist keine vollständige Aussage über die Rechtschaffenheit der Person.
Beispiele und Verwendung
Eine Figur beschreiben
„Er hält sein Versprechen auch dann, wenn ihm daraus kein Vorteil entsteht.“
Der Beleg kann die zugeschriebene Haltung verständlich machen.
Eine Behauptung kennzeichnen
„Der Erzähler versichert ihre Rechtschaffenheit, zeigt aber wenig konkretes Verhalten.“
Eine Analyse darf zwischen dieser Behauptung und tatsächlich dargestellten Handlungen unterscheiden.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Rechtschaffenheit, Genitiv der Rechtschaffenheit. Als Bezeichnung der hier erläuterten anständigen Haltung wird das Wort ohne Plural gebraucht.
Die Tabelle führt die vollständigen Formen auf. Rechtschaffen ist das verwandte Adjektiv, keine Kasusform. Die Worttrennung lautet Recht·schaf·fen·heit; beide f bleiben erhalten.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | die Rechtschaffenheit |
| Genitiv | der Rechtschaffenheit |
| Dativ | der Rechtschaffenheit |
| Akkusativ | die Rechtschaffenheit |
Worttrennung: Recht·schaf·fen·heit. Als Substantiv wird Rechtschaffenheit großgeschrieben.
