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Regen

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Regen
Worttrennung
Re·gen
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Regens
Plural
die Regen; Mehrzahl selten

Meist Singular; Mehrzahl „die Regen“ selten.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Regen ist Niederschlag aus Wassertropfen. Übertragen kann das Wort eine große Menge von Dingen bezeichnen, die herabfallen oder in rascher Folge auftreten. In solchen Bildern zeigt der Zusatz, worum es tatsächlich geht.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Wassertropfen fallen aus Wolken

Regen bezeichnet das Wettergeschehen und den flüssigen Niederschlag. Im gewöhnlichen Gespräch wird das Wort meist im Singular gebraucht. Die Beschreibung sagt zunächst nichts darüber, wie lange oder wie stark es regnet.

Nach dem Regen glänzen die Blätter im Garten.

Der Satz beschreibt die Folge des Niederschlags. Er liefert keine Messung der Regenmenge.

Bedeutung 2: Viele Dinge fallen oder treffen ein

Ein Regen aus Blütenblättern oder ein Regen von Fragen überträgt das Bild vieler Tropfen auf andere Dinge. Nicht jede solche Formulierung ist eine feste Redewendung; häufig entsteht das Bild erst im konkreten Satz.

Beim Fest fällt ein Regen aus Papiersternen von der Decke.

Es fallen viele kleine Papierstücke. Das Wort Regen wird bildlich verwendet und behauptet keinen wirklichen Niederschlag im Raum.

Synonyme: andere Wörter für Regen

Niederschlag, Schauer oder Guss?

Niederschlag · Regenschauer · Regenguss

Niederschlag ist der allgemeinere Begriff und kann auch Schnee oder Hagel umfassen. Schauer hebt einen zeitlich begrenzten Wetterabschnitt hervor. Regenguss betont oft die Stärke. Wer nur Regen schreibt, legt Dauer und Intensität noch nicht fest.

„Es gibt Niederschlag“ lässt die Form offen. „Ein Regenguss überrascht die Gruppe“ beschreibt genauer ein kräftiges Regenereignis.

Beispiele und Verwendung

Eine Landschaft beschreiben

Der gleichmäßige Regen dämpft die Geräusche auf der Straße.

Die eigene Beobachtung verbindet Wetter und Atmosphäre. Gleichmäßig ergänzt eine Eigenschaft, die im Wort Regen allein noch nicht steckt.

Ein Bild erklären

Auf die überraschende Ankündigung folgt ein Regen von Fragen.

Gemeint sind zahlreiche Fragen in kurzer Folge. Bei einer Analyse sollte nicht von tatsächlichen Wassertropfen gesprochen werden.

Grammatik und Beugung

Das maskuline Nomen heißt der Regen, Genitiv des Regens. Die seltene Mehrzahl lautet die Regen und kann mehrere Regenereignisse meinen. Im Dativ Plural bleibt es bei den Regen; es wird kein zusätzliches n angehängt.

Die Worttrennung lautet Re·gen. Die kleingeschriebene Verbform regen, etwa in sich regen, gehört zu einem anderen Wort. In im Regen steckt die Verbindung in dem Regen.

Regen: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativder Regendie Regen
Genitivdes Regensder Regen
Dativdem Regenden Regen
Akkusativden Regendie Regen

Redewendungen und feste Verbindungen

Vom Regen in die Traufe kommen

Man entkommt einer unangenehmen Lage und gerät dabei in eine noch schlechtere.

Mit dem hastigen Wechsel kommt die Figur vom Regen in die Traufe.

Das Bild vergleicht zwei ungünstige Zustände. Der zweite muss schlechter sein; ein bloß gleichbleibendes Problem würde die Wendung nicht genau treffen.

Jemanden im Regen stehen lassen

Die Wendung bedeutet, jemanden ohne die erwartete Hilfe zurückzulassen.

Als die schwierigen Fragen kommen, lässt der Partner sie im Regen stehen.

Nicht das Wetter ist gemeint, sondern ausbleibende Unterstützung.