Regie
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Regie
- Worttrennung
- Re·gie
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Regie
- Plural
- die Regien; selten, für verschiedene Regiearbeiten
Meist Singular; Mehrzahl Regien für einzelne Regiearbeiten selten.
Definition · kurz erklärt
Regie bezeichnet die künstlerische Leitung einer Aufführung, eines Films oder einer Sendung. Allgemeiner kann das Wort auch verantwortliche Organisation und Leitung meinen. Mitunter bezeichnet es außerdem den Raum, von dem aus eine Produktion gesteuert wird.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Künstlerisch gestalten und leiten
Zur Regie gehört es, die verschiedenen Elemente einer Aufführung oder Produktion zu einer Gestaltung zusammenzuführen. Schauspiel, Raum, Bild, Ton und Ablauf können dabei aufeinander abgestimmt werden. Regie ist deshalb nicht einfach ein anderes Wort für den geschriebenen Text.
Die Regie lässt zwischen den beiden Antworten eine auffallend lange Pause entstehen.
Die Pause gehört im Beispiel zur Gestaltung der Aufführung. Ob sie schon im Ausgangstext vorgeschrieben ist, müsste gesondert geprüft werden.
Bedeutung 2: Verantwortlich organisieren
Außerhalb von Theater und Film kann Regie eine leitende oder organisierende Tätigkeit meinen. Wer etwas in eigener Regie durchführt, übernimmt die Organisation selbst. Das schließt die Mitarbeit anderer nicht grundsätzlich aus.
Die Klasse organisiert das Abschlussfest in eigener Regie.
Die Klasse trägt die organisatorische Verantwortung. Der Satz behauptet nicht, dass niemand sonst beim Fest mithelfen darf.
Bedeutung 3: Den Steuerungsraum bezeichnen
Bei einer Produktion kann die Regie auch der Raum sein, in dem technische oder künstlerische Abläufe koordiniert werden. Der Ort wird nach der dort ausgeübten Tätigkeit benannt.
Die Sprecherin wartet auf das Zeichen aus der Regie.
Hier kann der Steuerungsraum samt zuständigem Team gemeint sein. Das Wort bezeichnet nicht das gesamte Gebäude.
Synonyme: andere Wörter für Regie
Leitung, Inszenierung oder Organisation?
künstlerische Leitung · Spielleitung · Inszenierung · Organisation
Spielleitung passt besonders zum Theater. Inszenierung kann auch das gestaltete Ergebnis meinen. Organisation trifft die allgemeinere Verwendung, aber nicht jedes künstlerische Detail einer Aufführung.
„Die Regie betont die Unsicherheit der Figur“ betrifft die Gestaltung. „Die Organisation sorgt für genügend Stühle“ betrifft einen anderen Teil der Veranstaltung.
Beispiele und Verwendung
Text und Aufführung vergleichen
Im Text steht nur eine kurze Pause; die Regie dehnt sie so weit aus, dass Unruhe entsteht.
Der Vergleich trennt eine Textvorgabe von ihrer Umsetzung. Das ist bei einer Aufführungsanalyse hilfreicher, als beides undifferenziert dem Autor zuzuschreiben.
Verantwortung nennen
Unter ihrer Regie entsteht aus den einzelnen Szenen eine zusammenhängende Aufführung.
Die Formulierung hebt ihre leitende Arbeit hervor. Sie bedeutet nicht, dass sie alle Aufgaben allein ausgeführt hat.
Grammatik und Beugung
Das feminine Nomen heißt die Regie, Genitiv der Regie. Die Worttrennung lautet Re·gie. Die seltene Mehrzahl Regien kann mehrere Regiearbeiten bezeichnen; meist genügt der Singular für die leitende Tätigkeit.
Häufige feste Verbindungen sind Regie führen, unter jemandes Regie und in eigener Regie. Vor dem Nomen stehen passende Formen: die eigene Regie, aber in eigener Regie. Die Berufsbezeichnung Regisseur oder Regisseurin nennt dagegen die Person.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Regie | die Regien |
| Genitiv | der Regie | der Regien |
| Dativ | der Regie | den Regien |
| Akkusativ | die Regie | die Regien |
