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Regung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Regung
Worttrennung
Re·gung
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Regung
Plural
die Regungen

Gehobener Gebrauch; in der Bedeutung Bestrebungen meist im Plural.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Regung kann eine leichte Bewegung oder ein aufkommendes Gefühl sein. Das gehobene Wort bezeichnet im Plural außerdem Bestrebungen oder erste Ansätze einer Entwicklung. Der Zusammenhang entscheidet, ob etwas äußerlich sichtbar oder innerlich empfunden wird.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Eine leichte Bewegung bemerken

Eine Regung ist hier eine geringe Bewegung, etwa an einem Körper oder einem Gegenstand. Das Wort hebt hervor, dass sich überhaupt etwas bewegt. Aus der sichtbaren Bewegung allein lässt sich kein bestimmtes Gefühl ableiten.

„Nach dem Klopfen war hinter dem Vorhang eine leichte Regung zu erkennen.“

Man bemerkt eine Bewegung. Wer sie verursacht und weshalb, bleibt ohne weitere Angaben offen.

Bedeutung 2: Ein Gefühl kommt auf

Als innere Regung kann ein Gefühl bezeichnet werden, das sich gerade bemerkbar macht. Es muss noch nicht stark oder dauerhaft sein. Eine kurze Regung sagt außerdem nicht, ob jemand danach handelt.

„Beim Lesen des Briefs spürte sie eine Regung der Dankbarkeit.“

Das Beispiel benennt ein aufkommendes Gefühl. Ob sie sich später bedankt, wird damit noch nicht erzählt.

Bedeutung 3: Bestrebungen oder erste Ansätze

Regungen kann auch Bestrebungen meinen, die sich entwickeln oder bemerkbar machen. In dieser Lesart wird überwiegend die Mehrzahl gebraucht. Einzelne Anzeichen sind noch kein Beleg für eine vollständig ausgeformte Bewegung.

„Der historische Bericht beschreibt erste Regungen des Widerstands.“

Gemeint sind erkennbare Ansätze gemeinsamer Bestrebungen, nicht bloß kleine Körperbewegungen.

Regung: Synonyme und andere Wörter

Bei sichtbarer oder innerer Bewegung

Bewegung · Empfindung · Anwandlung

Bewegung passt zur äußerlich beobachtbaren Lesart. Empfindung benennt ein inneres Erleben, Anwandlung eher dessen vorübergehendes Aufkommen. Ein körperlicher Vorgang und ein Gefühl sind nicht einfach dasselbe.

„Sie spürt eine Regung des Mitleids.“ → „In ihr kommt Mitleid auf.“ Die zweite Formulierung macht den inneren Vorgang ausdrücklich.

Bei sich entwickelnden Zielen

Bestrebungen · erste Ansätze

Bestrebungen betont die Richtung eines Wollens. Erste Ansätze beschreibt einen Beginn und kann auch andere Entwicklungen meinen. Beide Umschreibungen passen nur zur entsprechenden Lesart.

„Erste Regungen der Erneuerung werden erkennbar.“ → „Erste Bestrebungen zur Erneuerung werden erkennbar.“ Die Umschreibung nennt die Zielrichtung.

Beispiele und Verwendung

Sichtbares und Inneres unterscheiden

„Die Figur zeigt keine Regung, obwohl sie den Abschied schmerzlich empfindet.“

Ein unbewegtes Gesicht schließt Gefühle nicht aus. Für eine Charakterisierung sind äußere Beobachtung und erzählte Innenperspektive getrennt auszuwerten.

Eine Eigenschaft vorsichtig zuschreiben

„Eine Regung des Mitleids hält ihn für einen Augenblick zurück.“

Die Szene zeigt ein vorübergehendes Empfinden. Ob die Figur insgesamt mitfühlend handelt, muss an weiteren Entscheidungen geprüft werden.

Grammatik und Beugung

Es heißt die Regung, Genitiv der Regung, Plural die Regungen. Die Pluralform bleibt in allen vier Fällen gleich.

Bei Bestrebungen ist meist der Plural gemeint. In eine Regung der Dankbarkeit bestimmt der Genitiv das Gefühl genauer; in einer Regung steht das Hauptwort selbst im Dativ.

Regung: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Regungdie Regungen
Genitivder Regungder Regungen
Dativder Regungden Regungen
Akkusativdie Regungdie Regungen

Worttrennung: Re·gung. Als Substantiv wird Regung großgeschrieben.